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Unser Fazit
11.10.2013
Siemens WM12 E145 iQ300
Einsteigermodell mit Schleuderschwäche
Das Erfreuliche an Siemens-Waschmaschinen ist ihre hohe Sparsamkeit in puncto Stromverbrauch. Selbst Einsteigermodelle wie die WM12E145 aus der iQ300-Baureihe schaffen es bis in die beste Energieeffizienzklasse A+++, der Stromverbrauch liegt hier zum Beispiel bei nur 152 kWh im Jahr bei 6 Kilogramm Zuladung je Wäsche. Doch diese Sparsamkeit darf nicht über andere Schwächen dieser schlichteren Maschinen hinwegtäuschen. Denn beim Wasserverbrauch sieht das Ganze schon wieder anders aus.
Energieverbrauch top, Wasserverbrauch nicht
Da zieht die WM12E145 iQ300 immerhin 10.372 Liter im Jahr aus der Leitung. Das ist genauso viel, wie man einer ordentlichen Maschine mit 8 Kilogramm Zuladung zugesteht. Ins Verhältnis gesetzt zieht die WM12E145 iQ300 also 25 Prozent mehr Wasser als es für eine sparsame Maschine eigentlich angemessen wäre. Zum Vergleich: Mittelklassemodelle wie die WM14Q410 iQ500 benötigen auf 7 Kilogramm sogar nur noch 8.140 Liter! Das ist ein Unterschied von sogar weit über 30 Prozent. Da der Wasseranteil bei den Nebenkosten ähnlich hoch ist wie der des Stroms, ist das ein bedeutender Faktor.
Schafft es nur in die Schleuderklasse C
Und auch bei der Schleuderleistung muss von einer echten Schwäche gesprochen werden. Die WM12E145 iQ300 besitzt nur eine Schleuderzahl von 1.200 Umdrehungen je Minute. Damit schafft sie es nur auf schwache 60 Prozent bei der Restfeuchtigkeit in den Textilien. Gute Maschinen liegen eher bei 44 Prozent. Kein Wunder, dass es damit nur für die schwache Schleuderklasse C reicht. Hier sollte nur zugreifen, wer seine Wäsche auf dem Dachboden oder im Keller länger aufhängen und trocknen lassen kann.
Zweckmäßige Ausstattung mit Verzicht auf Komfortmerkmale
Von diesen zwei Punkten abgesehen präsentiert sich die Siemens WM12E145 iQ300 wie die meisten Budgetmodelle: Sie ist zweckmäßig ausgestattet und verzichtet zugunsten eines (für Siemens-Modelle) niedrigen Preises von 465 Euro (Amazon) auf Schnickschnack wie Hygiene-Modi oder Antifleckenautomatiken. An mancher Stelle wurde vielleicht etwas stark reduziert: So gibt es nicht einmal eine Restlaufzeitanzeige oder eine Startzeitvorwahl, die LED-Anzeige zeigt nur an, in welchem Programmteil sich die Maschine gerade befindet. Umgekehrt gibt es immerhin eine Mengenautomatik, welche den Verbrauch an die tatsächliche Zuladung anpasst und eine Unwuchtkontrolle, welche das Rumpeln im Schleudermodus mit 74 dB(A) in angenehmen Grenzen hält.