Bildqualität
Schärfe & Kontrast
Die meisten Nutzer sind mit der Abbildungsleistung der Kamera zufrieden. Zieht man die Meinungen der Testzeitschriften hinzu, ergibt sich ein durchschnittlicher Wert. Die Schärfe lässt im Tele nach und auch zum Bildrand zeigt sich ein sichtbarer Schärfeabfall. Kontrastreiche Kanten führen zu deutlichen Farbsäumen.
Bildqualität bei wenig Licht
Dunkelheit mag die FZ72 nicht. Das Rauschen zeigt sich bereits bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 400. Der effektive Bildstabilisator kompensiert damit verbundene längere Belichtungszeiten zwar gut, aber den Lichtverlust bei langen Brennweiten kann auch er nicht mehr ausgleichen. Ein Stativ wird hier zur Pflicht, um Verwacklungen zu vermeiden.
Zoom & Brennweite
Die wesentliche Stärke dieser Kamera ist ihr 60-fach-Zoomobjektiv. Die Brennweite reicht von erstaunlichen 20 mm im Weitwinkel bis zu enormen 1200 mm im Tele. Mehr Flexibilität kann ein Zoom nicht liefern! Allerdings lässt sich die längste Brennweite im Foto-Alltag nur eingeschränkt nutzen. Ohne Stativ drohen Verwacklungen - auch bei Tageslicht.
Ausstattung
Autofokus & Geschwindigkeit
In weniger als zwei Sekunden ist die Kamera einsatzbereit und löst zügig aus. Der Autofokus arbeitet im Weitwinkel schnell, hat aber Schwierigkeiten im Telebereich das Tempo zu halten. Ebenso in schwierigen Lichtsituationen fokussiert die FZ72 nur zögerlich. Allerdings findet die längste Brennweite nur selten Verwendung im Alltag.
Akkulaufzeit
Mit einem voll geladenen Akku schafft die Kamera nach dem Standard-Messverfahren der CIPA 400 Aufnahmen. Dieser Wert liegt deutlich über dem Durchschnitt. Du solltest somit auch auf längeren Fototouren ohne Ersatzakku auskommen.
Videoqualität
Videos werden in Full-HD mit maximal 50 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet. Die Qualität von Bild und Ton ist gut. Auf die Belichtung kannst Du im Videomodus Einfluss nehmen, der Ton lässt sich aber nicht manuell pegeln. Ein externes Mikrofon kann nicht angeschlossen werden.
Handling & Display
Display & Sucher
Das fest verbaute Display löst ausreichend gut auf, um eine Bildkontrolle zu gewährleisten. An sonnigen Tagen bietet der Sucher eine sinnvolle Alternative zum Bildschirm, jedoch ist die Auflösung sehr gering. Der Wechsel zwischen Sucher und Monitor kann nur per Knopfdruck durchgeführt werden - ein Augensensor fehlt.
Bedienung
Die erste Verwendung der Kamera gelingt auch dem unerfahrenen Fotografen intuitiv. Auslöser, Knöpfe und Rädchen sind gut positioniert. Die vielen Einstellmöglichkeiten benötigen dann aber doch einen Blick ins Handbuch. Die Bridgekamera liegt dank ihrer Größe besser in der Hand als eine gewöhnliche Kompaktkamera.
Motivprogramme
Wer nicht nur im Automatikmodus fotografiert, wird mit den vielen Einstellmöglichkeiten seine Freude haben. Zahlreiche Belichtungs- und Motivprogramme sowie der Kreativmodus geben viel Spielraum zur Optimierung der eigenen Aufnahmen.
Verarbeitung
Gehäuse
Die Qualität der Verarbeitung bewerten Fachmagazine und Nutzer sehr unterschiedlich. Auf der einen Seite wird das Gehäuse als hochwertig bezeichnet, auf der anderen Seite wirkt die Anmutung billig. Unterm Strich lässt sich sagen, dass die Kamera für den günstigen Preis solide verarbeitet ist.
Gewicht & Größe
Als Bridgekamera fällt die FZ72 im Vergleich mit einer Kompaktkamera groß aus. Dafür liegt sie besser in der Hand und eignet sich gerade für Fotografen mit größeren Händen, die Mühe haben eine schlanke Kompaktkamera zu bedienen.