Für wen eignet sich das Produkt?
Ist es okay, wenn sich Produkte und Produkteigenschaften auf Geschlechter und Geschlechter-Klischees beziehen? Der Kopfhörer Frends Layla tut es jedenfalls, äußerlich und von der Konstruktion her. Mit einer sehr konventionellen Vorstellung von „femininer Noblesse“ als Konzept. Aber von dem unter anderem in einem zarten Roségold und Weiß erhältlichen Design - „von Schmuck inspiriert“ - fühlen sich vielleicht auch potentielle Nutzer angesprochen, die nicht direkt gemeint waren. Formal handelt es sich um ein Kopfbügel-Modell mit Telefonier-Option, das für den kabelgebundenen Betrieb an gewöhnlichen 3.5mm-Anschlüssen ausgelegt ist. Zwar kann man von einer geschlossenen Bauart sprechen - die Ohrstücke liegen jedoch nur auf, sie umschließen das Ohr nicht. Entsprechend ist die Abschirmung gegenüber Umweltgeräuschen trotz des Verzichtes auf eine aktive Geräuschunterdrückung gut, allerdings nicht extrem.
Stärken und SchwächenDie verwendeten Werkstoffe und ihre Verarbeitung, allen voran das Metall und echte Leder, vermitteln optisch wie haptisch etwas von Luxus und besonderem Komfort. Austauschbar sind die äußeren Kappen der Ohrteile, was ein bisschen optische Abwechslung gestattet. Beim für den unmittelbaren Ohrenkontakt verwendeten Kunststoff hat man einen leichten Memory-Effekt für sinnvoll gehalten, der für eine selbsttätige Anpassung an die Physiologie des Tragenden sorgt. Eine spezielle Linienführung und Bügelversiegelungen sollen es überflüssig machen, Ohrringe abzunehmen - und verhindern, dass sich lange Haare verheddern. Akustisch ist eine geschlechterübergreifend überzeugende Abstimmung gelungen, die Klangqualität liegt über dem in dieser Klasse erwarteten Niveau. Dank der niedrigen Impedanz ist die Lautstärke an Mobilgeräten ausreichend. Eine kleine, in das textilummantelte Kabel integrierte Einheit mit Mikrofon stellt Headset- und Fernbedienungs-Funktionen bereit, optimiert für das Zusammenspiel mit dem iPhone und anderen iOS-Geräten. Grundsätzlich lassen sich Gespräche aber auch mit Android-Smartphones führen.
Preis-Leistungs-VerhältnisOft dürfte die Entscheidung für oder gegen das Produkt eine Sache von Sekunden sein, je nachdem ob der Look gefällt. Immerhin stehen dem Erwerb für die bei Amazon geforderten rund 125 Euro keine technischen Erwägungen entgegen, alles wirkt durchdacht und langlebig. Zwar kostet der Bang & Olufsen Beoplay H2 gleich um die 150 Euro, je nach Farbvariante sogar erheblich mehr. Aber er ist klanglich vorne - und das Design-Konzept ist vielseitiger interpretierbar, zumindest weniger „shiny“.















