Fair­phone 2 Test

  • 10 Tests
  • 5"
  • 2420 mAh
  • 32 GB
  • Aus­tausch­ba­rer Akku

Gut

2,2

Unsere Note basiert auf Tests.Wie wird die Note berechnet?

Nachfolgeprodukt: 6

Im Test der Fach­ma­ga­zine

    • Erschienen: 05.08.2016 | Ausgabe: 9/2016
    • Details zum Test

    „gut“ (382 von 500 Punkten)

    • Erschienen: 03.02.2016 | Ausgabe: 2/2016
    • Details zum Test

    29 von 40 Punkten; 4 von 5 Sternen

    „Plus: Robuste Bauweise, gute Reparierbarkeit; Nachhaltiges Geschäftsmodell.
    Minus: Kurze Laufzeiten; Schwache Kamera.“

    • Erschienen: 28.12.2015 | Ausgabe: 1/2016
    • Details zum Test

    ohne Endnote

    „Das Fairphone 2 hat zwar eine relativ kurze Akkulaufzeit und eine mäßige Kamera. Wegen keiner dieser Schwächen muss man jedoch vom Kauf abraten. Abschreckend wirkt eher der hohe Preis, der aber eine logische Folge der niedrigen Stückzahl und aufwendigen Entwicklung ist. ...“

    • Erschienen: 25.11.2016
    • Details zum Test

    „gut“ (80%)

    • Erschienen: 01.02.2016
    • Details zum Test

    3 von 5 Sternen

    „Pro: Fair produziert; Leicht zu reparieren; Gute Geschwindigkeit; Robust.
    Contra: Schlechte Akkulaufzeit; Kamera macht schlechte Bilder.“

    • Erschienen: 31.01.2016
    • Details zum Test

    ohne Endnote

    • Erschienen: 26.01.2016
    • Details zum Test

    „sehr gut“ (87%)

    • Erschienen: 21.01.2016
    • Details zum Test

    ohne Endnote

    • Erschienen: 12.01.2016
    • Details zum Test

    ohne Endnote

  • 4 von 5 Sternen

    5 Produkte im Test

    „Plus: Starke Ausstattung und natürlich das Baukastenprinzip.
    Minus: Schwacher Akku und keine Top-Kameras.“


Unser Fazit

Faire Pro­duk­tion hat ihren Preis

Das Unternehmen Fairphone hat endlich sein neues Smartphone vorgestellt, das unter „fairen Bedingungen“ produziert werden soll. Das heißt: Man kauft nur dort Komponenten ein, wo man sicher ist, dass auch faire Löhne gezahlt werden und die Arbeitsbedingungen menschenwürdig ausfallen. Neu ist, dass man diesmal auch die Zuliefererkette genau kontrolliert hat. Das heißt, ein weiteres Kriterium für die Zulieferer war, woher sie wiederum ihre Rohmaterialien bezogen. Es wurden nur solche in Betracht gezogen, die auf sogenannte „Blutmetalle“ verzichten. Das sind rare Metalle, die unter nicht kontrollierbaren Bedingungen in Krisenländern abgebaut werden und deren Erlöse dann lokalen Warlords dazu dienen, diese Konflikte zu finanzieren.

Älterer, aber starkerer Chipsatz

Das Experiment zeigt, wie stark die gesamte Branche eigentlich auf Kosten Unschuldiger Profite erwirtschaftet. Denn technisch betrachtet musste man beim Fairphone 2 durch die eingeschränkte Auswahl an Komponentenlieferanten auf teils ältere Komponenten zurückgreifen. So arbeitet im Inneren beispielsweise ein Quad-Core-Prozessor vom Typ Snapdragon 801, der schon eine gewisse Zeit auf dem Buckel hat. Dank 2,26 GHz Taktrate ist er aber stark genug, um alle Aufgaben zu meistern – ihm fehlen nur die stromsparenden Kerne für weniger anspruchsvolle Aufgaben, über die moderne Chipsätze verfügen. Ihm stehen 2 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite, was eine flüssige Bedienung auch beim Multitasking sicherstellen sollte.

Reines Android ohne Pflicht-Software

Schön ist, dass das Fairphone 2 auf reines Android 5.1 zum Einsatz kommt. Das heißt, es wird auf eine herstellereigene Benutzeroberfläche verzichtet, ebenso auf nutzlose Bloatware, die nur das System herunterbremsen würde. Auch das dürfte das Bediengefühl positiv beeinflussen. Das Display wiederum kann mit seiner Full-HD-Auflösung auf 5 Zoll Bilddiagonale richtig glänzen – schärfer geht es nicht. Ebenso lobenswert ist die Integration von LTE für schnellste Datentransfers via Mobilfunknetz sowie der große Speicher in Höhe von 32 Gigabyte.

Schwache Kameras, mäßiger Akku

Gespart wird wiederum bei den Kameras. Hier kommen auf der Rückseite nur ein 8-Megapixel-Modell und an der Front ein 2-Megapixel-Modell zum Einsatz. Für Selfie-Freunde oder ambitionierte Handy-Fotografen ist das Fairphone 2 somit nichts. Auch der Akku ist mit 2.420 mAh eher mittelmäßig aufgestellt, denn das Display zieht viel Strom und dem Prozessor fehlen eben stromsparende Kerne, so dass er recht viel Energie benötigt. Immerhin ist er austauschbar. Angesichts dieser Einschränkungen sind genau 529,38 Euro für das Gerät aber eine Menge Holz – das würde man sonst heute für die Hälfte bekommen. Die Fairness hat also ihren Preis.

von Janko

Die Lie­fer­kette noch tief­grei­fen­der kon­trol­lie­ren

Wie das Online-Magazin areamobile.de berichtet, plant der niederländische Hersteller Fairphone nach dem Erfolg seines ersten Smartphones nun eine zweite Generation an Geräten, die noch fairer produziert werden soll. Mitte 2015 sollen die ersten Interessenten in Europa das neue Fairephone 2 vorbestellen können. Dabei soll diesmal nicht auf ein in Lizenz produziertes Modell zurückgegriffen werden, sondern durch eine Eigenentwicklung die gesamte Lieferkette kontrolliert werden. Damit würde Fairphone noch eine Ebene tiefer greifen, um sein Fairness-Modell zu kontrollieren.

Faire Arbeitsbedingungen in allen beteiligten Unternehmen

Denn auf diese Weise will das Unternehmen sicherstellen können, dass auch die Zulieferer von Komponentenherstellern wiederum wirklich faire Arbeitsbedingungen bieten und auch beim Einkauf von Ressourcen die hohen Standards des Herstellers berücksichtigen. Das ist bislang nur eingeschränkt möglich gewesen, wenngleich es bereits einige bemerkenswerte Fortschritte beim Durchsetzen höherer sozialer Standards gab. Diese legt das Online-Magazin dann auch im Einzelnen dar:

Bisherige Erfolge

So zählten zu den bisherigen Erfolgen der Bezug von Metallen wie Zink und Tantalum aus konfliktfreien Minen im Kongo, die Einrichtung einer Sozialkasse für die Arbeiter in der Fairphone-Produktionsstätte in China sowie das Engagement für die Entsorgung von Elektroschrott in Ghana. Durch den tiefgreifenderen Eingriff in die Lieferkette möchte Fairphone noch deutlich mehr für die Arbeiter erreichen – aber auch die Qualität des Produktes verbessern. So soll das neue Fairphone langlebiger, besser zu recyceln und einfacher zu reparieren sein als sein Vorgänger.

Erstes Modell war scheinbar ein Erfolg

Dieses hat sich anscheinend überraschend gut verkauft – zumindest, wenn man berücksichtigt, dass Fairphone ein komplett neues Unternehmen ist, das bislang keinerlei Kundenbasis vorweisen konnte und sich gegen zahlreiche mächtigere Anbieter zur Wehr setzen muss. 53.000 Geräte sollen bislang ausgeliefert worden sein, nur 7.000 seien noch erhältlich. Da kann man wahrlich von einem Erfolg sprechen. Der Preis für das erste Fairphone-Modell liegt bei 310 Euro ohne Vertrag, es darf also als erschwinglich gelten.

von Janko

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