Das Wichtigste auf einen Blick:
- Wellenschliffmesser = universell, ideal für Brot und Hartwurst
- Glattes Messer = für hauchdünnen Aufschnitt und Schinken
- Modelle mit austauschbarem Messer bieten das Beste aus beiden Welten
- 120 bis 200 Watt Motorleistung reichen für den privaten Alltag
- Freischneider für alle, die gleich servierfertig anrichten möchten
- Klappmodelle: sicherste und platzsparendste Lösung für Haushalte mit Kindern
Einen Allesschneider können Sie in erster Linie zum Brotschneiden nehmen. (Bild: amazon.de)
Mit einem Allesschneider können Sie beinahe alles schneiden. Die meisten nutzen ihn zum Brotschneiden, aber mit dem richtigen Messer lassen sich damit auch Wurst, Käse, Fleisch und Gemüse so gleichmäßig und präzise in Scheiben schneiden, wie es mit dem Küchenmesser kaum gelingt. Die Erfahrung zeigt: Ist ein Allesschneider erst einmal im Haus, wird er rege genutzt. Bei der Auswahl lohnt es sich daher, nicht das schlichteste Modell zu wählen, sondern ein paar Euro mehr zu investieren.
Was gibt es vor dem Kauf eines Allesschneiders zu bedenken?
- handbetrieben oder elektrisch
- großes Standgerät oder klappbares Modell, das schnell verstaut werden kann
- nur zum Brotschneiden: einfaches Modell mit Wellenschliffmesser
- für häufigeren Gebrauch: Modelle mit austauschbarem Messer und ECO-Motor
- für den semi- oder professionellen Einsatz: Gerät aus Edelstahl mit starkem Motor und gehärteten Edelstahlmessern
Welche Allesschneider-Typen gibt es?
- Große Standgeräte, die mehr Platz benötigen, aber auch mehr leisten.
- Klappmodelle, die platzsparend weggestellt werden können.
- Schubladenmodelle, die in eine Küchenschublade eingebaut und bei Bedarf ausgeklappt werden.
- Freischneider, unter die unterschiedlich große Servierplatten passen, um die Schnittware gleich entsprechend anzurichten.
Schubladenmodelle sind sicher & platzsparend verstaubar. (Bild: amazon.de)
Welche Eigenschaften sollte ein guter Allesschneider besitzen?
Egal, ob aus Kunststoff oder Metall: Das Gerät sollte auf Sie einen robusten und standfesten Eindruck machen. Klappmodelle sind etwas teurer, aber sehr praktisch. Achten Sie darauf, dass die Bedienung durch den Klappmechanismus nicht leidet und dass das Gerät stabil steht. Für festen Stand sorgen entweder Saugfüße oder Klemmschrauben zum Fixieren an der Arbeitsplatte.Ein Gleitschlitten mit Fingerschutz gibt Sicherheit und erleichtert das Heranführen der Lebensmittel an das rotierende Messer. Ein Sicherheitsschalter verhindert unbeabsichtigtes Einschalten. Ebenfalls wichtig: ein Restehalter, damit die Finger auch bei kleinen Schnittresten nicht in die Nähe des Messers kommen.
Ein gekippter Gleitschlitten oder Aufsätze zum Scheibenschneiden sind Komfortelemente, die zum Beispiel beim Zuschneiden von Aufschnitt oder Gemüse für gleichmäßige Ergebnisse sorgen. Ein einfach zu bedienendes Drehrad ermöglicht das stufenlose Einstellen der Schnittstärke, typischerweise zwischen 0 und 20 Millimetern.
Wellenschliff oder glattes Messer?
Die Wahl des Messerschliffs ist eine der wichtigsten Entscheidungen beim Allesschneider. Das Wellenschliffmesser ist der Klassiker und bei den meisten Geräten serienmäßig dabei – zu Recht, denn es ist das vielseitigste: Es schneidet Brot jeder Art (auch harte Krusten), Gemüse, Käse und Aufschnitt in akzeptabler Qualität. Bei hauchdünnen Scheiben, etwa von Schinken oder Carpaccio, stößt das Wellenschliffmesser allerdings an seine Grenzen.Dafür ist das glatte Aufschnittmesser zuständig: Es liefert saubere, gleichmäßige und besonders feine Scheiben. Das ist ideal für weiche Wurst- und Fleischprodukte. Für Brot mit harter Kruste ist es hingegen ungeeignet. Wer sowohl Brot als auch feinen Aufschnitt schneiden möchte, profitiert von einem Modell mit austauschbarem Messer. Viele Geräte im mittleren Preissegment bieten das heute an.
Fertig zum Servieren: Vorteile eines Freischneiders
Wer häufig Gäste bewirtet oder eine große Familie hat, möchte das Schnittgut am liebsten gleich auf einer Servierplatte anrichten. Viele Allesschneider haben dafür eine abnehmbare Ablagefläche, die aber oft recht klein ausfällt. Besser geeignet ist ein Freischneider: Die freitragende Konstruktion lässt unterhalb des Messers viel Platz für eine Servierplatte beliebiger Größe.Tipp für Linkshänder
Das Gros der Allesschneider ist für Rechtshänder ausgelegt: Der Schlitten und damit das Schnittgut werden mit der rechten Hand geführt. Linkshändermodelle funktionieren genau umgekehrt. Die Auswahl ist begrenzt, aber vorhanden, unter anderem bietet ritter mit dem E 18 Kontur ein entsprechendes Modell. Interessant: Im Test der Stiftung Warentest kamen auch Rechtshänder mit dem Gerät gut zurecht.Worauf achten Testmagazine bei elektrischen Allesschneidern besonders?
Im Mittelpunkt steht das Schnittergebnis: Alle Scheiben – egal ob Brot, Wurst oder Käse – sollten gleichmäßig dick oder dünn ausfallen, mit sauberen Schnittkanten. Entscheidend dafür sind Messerschärfe und Motorleistung. Für den täglichen Gebrauch empfehlen sich Geräte mit 120 bis 200 Watt; ein leichter Wellenschliff in Kombination mit einem starken Motor gilt dabei als besonders leistungsfähig.Schwere Geräte aus Metall und Modelle mit Saugnäpfen stehen sicher auf der Arbeitsfläche und verrutschen nicht. Testmagazine achten darüber hinaus auf die Lautstärke beim Schneiden. Im Vergleichstest des ETM Testmagazin (6/2025) wurden fünf Allesschneider geprüft, von denen drei „sehr gut“ und zwei „gut“ abschnitten. Besonders hervorgehoben wurde dabei, wie präzise die Geräte die eingestellte Schnittstärke Scheibe für Scheibe einhalten. Im Einzeltest des ETM Testmagazin 2024 erhielt der ritter tondo 13 die Note „sehr gut“ und wurde als bester bisher getesteter Allesschneider bezeichnet.
Wie sicher sind Allesschneider in Haushalten mit Kindern?
Viele Geräte besitzen spezielle Schutzmechanismen. Die Einschaltsicherung erfordert immer zwei Finger, um die Maschine in Betrieb zu nehmen: für Erwachsene leicht zu bedienen, für Kinder aber eine wirksame Hürde. Über dem Messer befindet sich häufig eine abdeckende Blende, damit das Messer auch im ausgeschalteten Zustand kaum erreichbar ist. Am sichersten sind klappbare Modelle, die sich im Schrank oder in der Schublade verstauen lassen.Welche Funktionen bringen die besten Allesschneider mit?
Die Moment- und Dauerschaltung gehören zu den wichtigsten Funktionen. Die Dauerschaltung bietet viel Komfort beim Schneiden ganzer Brote. Es ist kein dauerhaftes Drücken der Taste nötig. Sicherer ist die Momentschaltung: Das Messer rotiert nur, solange der Knopf gedrückt wird. Bei kleineren Mengen spart das auch Strom und senkt die Geräuschkulisse.Moderne Modelle mit ECO-Motor passen ihre Leistung dem Schnittgut an: Für weiches Brot wird weniger Strom verbraucht als für harte Salami. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Lebensmittel. Ebenfalls praktisch: eine Reinigungsfunktion mit leicht abnehmbarem Messer, denn gerade nach dem Schneiden von fetthaltigen oder feuchten Lebensmitteln wie Käse oder Fleisch sollte das Gerät gründlich gesäubert werden.








