Shampoos: Preis versus Schadstoff

So groß die Auswahl in den Regalen von Drogerien, Supermärkten, Apotheken oder Friseursalons ist, so groß sind auch die Preisunterschiede. Günstige Produkte gibt es schon für rund einen Euro, Profiprodukte vom Friseur hingegen kosten nicht selten einen zweistelligen Betrag. Der Qualitätsunterschied ist teilweise sehr groß – allerdings in unerwarteter Richtung.

Teuer gleich besser?

"Teuer gleich besser" denken viele Menschen und gehen deshalb in spezielle Friseurbedarfs-Läden oder kaufen die Produkte, die der Haarstylist verwendet. Doch diese Investition kann man sich nicht nur sparen, man sollte es sogar. Die Stiftung Ökotest stellte bereits 2007 fest, dass viele der teuren Produkte, die Haut reizen, da sie teils aggressive Inhaltsstoffe wie Formaldehyd enthalten. Das kann nicht nur für die Haut, sondern auch für Augen und Atemwege ein Problem sein und zum Beispiel Allergien auslösen. Die günstigen Haarshampoos aus der Drogerie schnitten wesentlich besser ab. Auch die Stiftung Warentest zeigt sich von den teuren Shampoos nicht begeistert. Eine bessere Wirksamkeit gegenüber günstigeren Shampoos konnte sie bei den teuren Konkurrenten nicht ermitteln.

Gefährliche Inhaltsstoffe

Propylenglykol hat eine hautreizende Wirkung und kann allergische Reaktionen der Haut auslösen. Aufgrund seiner aggressiven Reizwirkung kann es die Kopfhaut durchlässig machen, sodass  nicht nur diese Substanz, sondern auch alle anderen chemischen Inhaltstoffe des Shampoos über die Kopfhaut in den Körper gelangen und dort Organschäden verursachen können. Einer der anderen organschädigenden Stoffe ist  Natriumlaurylsulfat (SLS). Es greift Augen, Hirn, Herz und Leber an und kann zu  Langzeitschäden dieser Organe führen. So ist Sodium Lauryl Sulfat bei Erwachsenen Mitverantworter für den grauen Star und kann bei Kindern dazu führen, dass sich die Augen nicht richtig entwickeln. Außerdem  kann Sodium Lauryl Sulfat krebsauslösende Nitrosamine enthalten. Die- und Triethanolamin (DEA; TEA) können mit anderen chemischen Inhaltsstoffen gefährliche Nitrosamine entwickeln, die Leber, Nieren und das Erbgut schädigen. Daneben können beide Substanzen Allergien auslösen, sind haut- und schleimhautreizend sowie potentiell giftig. Parabene können das Wachstum von Schimmelpilzen und Bakterien wirksam verhindern, gelten aber als Kontakt-Allergene, die auf der Kopfhaut entsprechende Reaktionen auslösen können. Viel schlimmer ist allerdings, dass sie in den Hormonhaushalt eingreifen können, da sie dem Hormon Östrogen sehr ähneln. Bei Frauen kann das zu Stimmungsschwankungen bishin zu Gebärmutter- und Brustkrebserkrankung führen. Bei  männlichen Jugendlichen hingegen führen Parabene unter Umständen zur Verweiblichung. Methylisothiazolinone können starke Kontaktallergien auslösen und könnten eine fruchtschädigende Wirkung haben. Ebenso sollte im Shampoo der Stoff DMDM Hydantoin nicht enthalten sein, da es Formaldehyd freisetzt, welches die Haut schneller altern lässt, die Schleimhäute reizt und Allergien auslösen kann.

 

 

Autor: Marie M.