Das Wichtigste auf einen Blick:
- Sollte mit einem Anstrich sehr gut decken
- Fertige Farbmischungen vereinfachen Nachkauf des richtigen Farbtons
- Viele Alternativen ohne Konservierungsmittel erhältlich
- Naturfarben ebenfalls gut für mehr Wohngesundheit
- Jede weiße Wandfarbe lässt sich farblich abtönen
- Arbeitswerkzeuge mit Wasser reinigen
Farben verleihen Ihren Wohnräumen Lebendigkeit und schaffen eine behagliche Atmosphäre. (Bild: alpina-farben.de)
Bunt, weiß, mit Struktur oder abwaschbar: Das Angebot an Wandfarben ist riesig. Idealerweise sollte eine Farbe ergiebig sein, nicht spritzen und bereits beim ersten Anstrich gut decken. Wenn sie zudem gesundheitlich unbedenklich ist, wird das Renovieren der eigenen vier Wände zu einem Vergnügen.
Worauf legen Testmagazine bei der Bewertung von Wandfarben besonderen Wert?
In Einzel- und Vergleichstests prüfen die Fachredaktionen, wie einfach der Farbauftrag ist und ob die Farbe kaum spritzt. Ebenso wichtig ist eine ergiebige Deckkraft. Denn: Manchmal spritzt eine sehr flüssige Farbe zwar kaum und reicht weit, deckt aber schlecht, weshalb mehrere Anstriche nötig sind. Das bedeutet mehr Aufwand und macht das Streichen teurer. Auch Produkte mit festerer Konsistenz können zwar gut decken und spritzfrei, jedoch weniger ergiebig sein. Der Verbrauch steigt dementsprechend.Die Hersteller geben immer an, wie viel Fläche mit der jeweiligen Farbe abgedeckt werden kann. Eine Faustregel besagt, dass 10 Liter Farbe etwa 50 bis 60 m² flächendeckend auf glatten, normal saugenden Untergründen ausreichen. Angaben zu Deckkraft und Nassabrieb helfen, die Qualität zu bewerten und den passenden Farbtyp für den jeweiligen Raum zu auswählen.
Zunehmend spielt auch die Gesundheitsverträglichkeit eine Rolle. Immer mehr Menschen achten auf natürliche und lösemittel- sowie konservierungsmittelfreie Farben, da viele empfindlich auf die Ausdünstungen reagieren, die nicht nur beim Streichen, sondern auch danach in die Raumluft gelangen.
Was verraten die verschiedenen Deckkraftklassen?
Farben werden in Deckkraftklassen eingestuft, die anzeigen, wie gut sie vorhandene Anstriche überdecken. Je niedriger die Klasse, desto besser deckt die Farbe. Das erleichtert das Überstreichen dunkler Töne bereits beim ersten Anstrich. Achten Sie beim Kauf auf die Klassen 1 und 2, um eine hochwertige Wandfarbe zu erhalten, mit der Sie möglichst selten nacharbeiten müssen. Aufgepasst: Ein hoher Preis garantiert nicht immer die beste Deckkraft. Auch günstige Eigenmarken aus Baumärkten und Discountern bieten oft eine sehr gute Deckwirkung zu niedrigeren Preisen.| Klassifizierung | Bedeutung |
|---|---|
| Deckkraftklasse 1 |
|
| Deckkraftklasse 2 |
|
| Deckkraftklasse 3 |
|
| Deckkraftklasse 4 |
|
Ist die Nassabriebklasse von Bedeutung?
Definitiv ja, denn sie gibt an, für welche Raumtypen die Farbe geeignet ist. Die Nassabriebklassen bewerten die Wasch- und Scheuerfestigkeit von Wandfarben. Je höher die Klasse, desto besser widersteht die Farbe mechanischem Abrieb, etwa beim Reinigen. Klasse 1 steht für besonders hohe Widerstandsfähigkeit und wird bei hochwertigen Farbprodukten mit hohem Bindemittelanteil verwendet. Die Klassifikation basiert darauf, wie viel Farbmaterial (gemessen in Mikrometer) nach einer definierten Anzahl von Scheuerzyklen abgetragen wird.| Klassifizierung | Abrieb & Scheuerzyklen | Bedeutung |
|---|---|---|
| Klasse 1 | < 5 µm bei 200 Scheuerzyklen |
|
| Klasse 2 | > 5 µm bis 20 µm bei 200 Scheuerzyklen |
|
| Klasse 3 | > 20 µm bis 70 µm bei 200 Scheuerzyklen |
|
| Klasse 4 | < 70 µm bei 40 Scheuerzyklen | |
| Klasse 5 | > 70 µm bei 40 Scheuerzyklen |
Wie erkennt man gesundheitlich unbedenkliche Wandfarben?
Die am weitesten verbreiteten Wandfarben sind Dispersionsfarben auf lösemittelfreier Basis, bei denen Kunstharzdispersionen als Bindemittel dienen. Sie lassen sich leicht mit Wasser verdünnen und sind daher einfach zu verarbeiten. Auch die Reinigung von Malerwerkzeugen und Pinseln gelingt problemlos mit Wasser. Zwar enthalten viele Produkte Konservierungsstoffe, die das Verderben der Farbe verhindern, doch sind manche Menschen auf diese Mittel allergisch. Deshalb bieten immer mehr Hersteller Wandfarben ohne Konservierungsstoffe an, die entsprechend gekennzeichnet sind. Farben mit dem Blauen Engel (für schadstoffarme und emissionsarme Rezepturen) sowie die Auszeichnung „für Allergiker geeignet“ weisen auf gesundheitlich unbedenkliche Produkte hin.Alternativ können Sie auf Naturfarben zurückgreifen, beispielsweise von Herstellern wie Auro, Kreidezeit, Livos, Leinos. Sie verzichten vollständig auf chemische Inhaltsstoffe und verwenden ausschließlich natürliche Rohstoffe. Dennoch sollten Sie vorab stets die technischen Datenblätter und Inhaltsangaben prüfen, da auch natürliche Stoffe allergische Reaktionen auslösen können.
Welche Farbe eignet sich wofür?
Die Farbwahl ist eine persönliche Entscheidung, und am Ende zählt, dass Ihnen die Farbe gefällt. Empfehlungen und Inspirationen finden Sie in diversen Blogs, Wohnmagazinen und auf den Hersteller-Websites. Farben können nämlich Emotionen wie Wohlbefinden, Geborgenheit und Harmonie erzeugen.Grundsätzlich lassen helle Töne kleine Räumen größer und luftiger wirken. Dunklere Farben setzen gezielte Akzente und schaffen Atmosphäre. Auch lassen sich große Flächen durch farblich abgesetzte Bereiche optisch strukturieren. Wenn Sie mehr über Farblehre erfahren möchten, schauen Sie mal bei Alpina Farben vorbei. Hier wird der Farbkreis mit vielen anschaulichen Beispielen erklärt.
Das Anmischen eigener Farbtöne macht Freude, doch ist es schwierig, einen exakt gleichen Ton später noch einmal zu reproduzieren. Nutzen Sie daher besser den Mischservice im Baumarkt, der Ihre Wunschfarbe jederzeit neu herstellen kann, oder entscheiden Sie sich für eine fertig angemischte Wandfarbe.



























