Stärken
Schwächen
Mobile Fotodrucker sind speziell darauf ausgelegt, schnelle und unkomplizierte Fotodrucke zu ermöglichen – idealerweise überall und jederzeit. Aus diesem Grund sind diese Geräte deutlich kompakter als herkömmliche Fotodrucker fürs Zuhause und somit besser tragbar. Besonders im Fokus stehen Lifestyle- oder Pocket Printer, die sich an Nutzer von Smartphones und Tablets richten und so klein sind, dass sie sogar in die Hosentasche passen.
Zink-Papier: Druck ganz ohne Tinte
Die Mehrheit der kompaktesten Taschendrucker – die meist tatsächlich kaum größer als ein Smartphone sind – basiert auf der Zero-Ink-Technologie (kurz ZINK), die eng mit den Polaroid-Kameras verwandt ist. Hierbei kommt spezielles Papier zum Einsatz, dessen Farbpigmente thermisch aktiviert werden. Separate Tintenpatronen oder Farbrollen entfallen, was die sehr kompakte Bauweise ermöglicht. Die Druckqualität ist für spontane Schnappschüsse ausreichend, reicht jedoch nicht an Thermosublimationsdrucker heran: Farbsättigung und Detailtiefe fallen bei ZINK schwächer aus, und die Haltbarkeit der Ausdrucke liegt mit rund 10 bis 20 Jahren deutlich unter der von Thermosublimationsdrucken. Nachteilig ist zudem, dass das Spezialpapier relativ teuer ist und die Kosten pro Foto deutlich höher ausfallen als bei einem Tintenstrahldrucker.Viele ZINK-Drucker liefern ihr Fotopapier mit selbstklebender Rückseite aus, was sie besonders für kreative Projekte wie Scrapbooks, Sticker oder das Beschriften von Gegenständen beliebt macht.
Sofort ein Foto ausdrucken – mit mobilen Fotodruckern ganz einfach! (Bildquelle: amazon.de)
Druckkosten, Formate und Handhabung
Bei größeren Druckmengen wird es teuer, weshalb diese Fotodrucker vor allem für spontane Schnappschüsse bei Feiern oder Events genutzt werden. Zudem drucken sie nur kleine und sehr kleine Formate – in der Regel zwischen Visitenkartengröße (etwa 5 x 7,6 cm) und maximal 10 x 15 cm. Dennoch sind Mini-Drucker sehr gefragt, da ihre Bedienung denkbar einfach ist und spezielle Foto-Apps es erlauben, die Bilder vor dem Ausdruck kreativ zu gestalten oder mit zusätzlichen Informationen zu versehen. Anders als bei Polaroid-Ausdrucken liegt das Bild hier digital vor, was wiederholtes Drucken oder eine Auswahl vor dem Ausdruck möglich macht.Klassische Modelle – nicht alle sind wirklich mobil
Demgegenüber sind klassische mobile Fotodrucker deutlich größer und eher für Aktenkoffer, Rucksäcke oder das Transportieren als für die Hosentasche gedacht. Hier heißt es Vorsicht: Viele dieser mittlerweile seltener werdenden Geräte verfügen nicht über eingebaute Akkus oder lassen sich nur mit hohem Kostenaufwand damit ausstatten. In solchen Fällen ist eine Steckdose zum Betrieb unerlässlich, was die Mobilität einschränkt.
Moderne Lifestyle-Fotodrucker werden per App gesteuert (Bildquelle: amazon.de)
Druckverfahren im Überblick
Im Markt für mobile Fotodrucker haben sich inzwischen vier Verfahren etabliert, die jeweils unterschiedliche Stärken haben:Das am weitesten verbreitete Verfahren bei etwas größeren mobilen Geräten ist das Thermosublimationsverfahren. Hierbei werden Farbfolien mittels Hitze auf Spezialpapier aufgedampft und das Bild anschließend mit einer Schutzschicht versiegelt. Der Vorteil: Die Fotos sind direkt nach dem Drucken wisch- und wasserfest, zeigen intensive Farbsättigung und können laut Herstellerangaben bis zu 100 Jahre farbstabil bleiben. Die Auflösung liegt meist bei rund 300 dpi, was für die typischen kleinen Fotoformate ausreichend ist. Farbfolien und Papier werden meist als Set oder in einer Kassette verkauft, sodass Nutzer an die Verbrauchsmaterialien des jeweiligen Herstellers gebunden sind.
Eine dritte Verfahrensgruppe bilden Drucker auf Basis von Fujifilms Instax-Technologie sowie klassische Sofortbildfilme. Diese setzen auf lichtempfindliches Fotopapier, das durch Belichtung oder chemische Prozesse entwickelt wird und dem Ergebnis einen charakteristischen Retro-Look mit weißem Rand verleiht. Die Bildqualität ist in der Regel besser als bei ZINK, die Kosten pro Bild liegen jedoch ebenfalls höher.
Vereinzelt sind mobile Geräte mit dem Tintenstrahlverfahren erhältlich, was die Druckkosten senken kann. Allerdings sind die Ausdrucke weniger wasser- und wischfest, und die Druckköpfe müssen regelmäßig genutzt werden, da sie sonst eintrocknen können. Mobile Tintenstrahldrucker bieten meist ebenfalls nur Standardfotoformate, wenige können auch A4 drucken.
Welches Druckverfahren passt zu wem? Wer höchste Bildqualität und Haltbarkeit wünscht, greift zur Thermosublimation. Wer maximale Kompaktheit und spontanes Drucken von Stickern und Schnappschüssen bevorzugt, ist mit ZINK gut bedient. Wer den analogen Sofortbild-Charme schätzt, wählt Instax oder Polaroid-Film.




