Olivenöle

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Neuester Test: 03.06.2019
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Auch günstige Marken liefern brauchbare Qualität

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Gute Olivenöle erkennen Sie an einem deutlich fruchtigen Geschmack mit leicht bitterer und scharfer Note
  2. Teure Öle sind nicht immer auch die besten, für Topqualität müssen Sie aber etwas mehr Geld in die Hand nehmen
  3. Auch Bio-Öle können erhöhte Konzentrationen von Schadstoffen wie Mineralöl oder Pestizide enthalten

Nach welchen Kriterien werden Olivenöle von den Experten getestet?

Olivenöle fallen hauptsächlich in das Revier der Stiftung Warentest und Öko-Test, die sie mit einer schönen Regelmäßigkeit in ihre Testreihen aufnehmen. Die Prüfkriterien decken sich weitgehend: Bedeutendstes Testkapitel ist die sogenannte sensorische Prüfung. Damit ist der Geschmacks- und Geruchstest durch ein Konsortium zertifizierter Verkoster gemäß der EU-Olivenölverordnung gemeint. Gut ist ein Öl dann, wenn es eine deutlich fruchtige Note erkennen lässt, leicht bitter schmeckt und eine gewisse Schärfe im Abgang entfalten kann. Geschmacksnuancen wie eine leichte Gras- oder Mandelnote verfeinern die abschließende Gesamteinschätzung. Der Reifegrad der verwendeten Oliven spielt dabei eine entscheidende Rolle. Nur grüne, junge bis mäßig reife, leicht violett gefärbte Oliven machen den Geschmack. Ein pauschales Mangelhaft wird vergeben, wenn das Öl – infolge von Ernte- und Verarbeitungsfehlern – vergoren, ranzig oder schimmlig riecht.

Die Laboranalyse klärt über die chemische Güte der Öle auf. Im Fokus stehen Schadstoffe wie Mineralöl, Pestizide, Weichmacher – sogenannte Phtalate – und metallische Rückstände. Enttarnt werden aber auch Wärmebehandlungen, die dem Übertünchen von geschmacklichen Unzulänglichkeiten dienen und unzulässig sind. Selbst der Erntezeitpunkt lässt sich aus dem chemischen Profil eines Öls erschließen. Punktabzüge gibt es, wenn die Ernte länger als ein halbes Jahr zurückliegt.

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