Das Wichtigste auf einen Blick:
- USB-C ist heute der dominierende Standard – ab April 2026 EU-Pflicht auch für Laptops
- USB-C beschreibt nur die Steckerform, nicht die Geschwindigkeit – auf die genaue Spezifikation achten
- USB 3.2 und USB4 bieten deutlich höhere Übertragungsraten als ältere Standards
- Micro-USB und Mini-USB gelten als auslaufend – neue Geräte setzen auf USB-C
- USB Power Delivery ermöglicht Ladeleistungen von bis zu 240 Watt über ein einziges Kabel
USB-Kabel ermöglichen den Datenaustausch zwischen Geräten und deren Stromversorgung. Der Standard hat sich in nahezu allen Notebooks, Computern und Smartphones durchgesetzt. Seit 2023 schreibt die EU zudem für Smartphones und Tablets einen einheitlichen USB-C-Ladeanschluss vor – ab dem 28. April 2026 gilt diese Pflicht auch für Laptops. Selbst Apple hat seinen proprietären Lightning-Anschluss beim iPhone 15 zugunsten von USB-C aufgegeben. Im Laufe der Zeit hat sich der Standard stark weiterentwickelt, sodass sich Kabel und Stecker in jeder Generation voneinander unterscheiden.
USB-3.0-Kabel mit Typ-A-Steckern auf beiden Seiten: Die blaue Farbe signalisiert den schnelleren USB-3.0-Standard – erkennbar auch am breiten Stecker mit neun Kontakten. (Bildquelle: amazon.de)
USB 3.0 / USB 3.2
USB 3.0 war der erste große Geschwindigkeitssprung gegenüber USB 2.0 und ermöglicht theoretische Übertragungsraten von rund 5.000 MBit/s – etwa zehnmal mehr als sein Vorgänger. Der Standard wurde inzwischen in die übergeordnete Bezeichnung USB 3.2 überführt und unterteilt sich heute in mehrere Geschwindigkeitsstufen: USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s), USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) und USB 3.2 Gen 2x2 (20 Gbit/s). Letzterer nutzt zwei parallele Datenleitungen und ist vor allem an modernen USB-C-Anschlüssen zu finden. Die Typ-A-Stecker (der klassische rechteckige USB-Stecker) sind abwärtskompatibel zu älteren Geräten, Typ-B-Stecker hingegen nicht.USB4
Der aktuell modernste USB-Standard heißt USB4 und setzt ausschließlich auf den USB-C-Anschluss. Er basiert auf der Thunderbolt-3-Technologie von Intel und bietet je nach Ausbaustufe Übertragungsraten von 20 bis 40 Gbit/s (USB4 Gen 3x2) – und mit USB4 Version 2.0 sogar bis zu 80 Gbit/s. Neben reiner Datenübertragung unterstützt USB4 auch die gleichzeitige Übertragung von Video (DisplayPort) und Strom über ein einziges Kabel. Er ist abwärtskompatibel mit USB 3.2 und USB 2.0. Verwandt mit USB4 ist Thunderbolt 4 bzw. das neuere Thunderbolt 5 – beide nutzen ebenfalls USB-C, setzen jedoch strengere Mindestanforderungen und garantieren etwa die gleichzeitige Nutzung mehrerer externer Displays.
USB-A auf USB-C: Solche Übergangskabel verbinden ältere USB-A-Anschlüsse mit modernen USB-C-Geräten – der ovale USB-C-Stecker passt dabei in beide Richtungen. (Bildquelle: amazon.de)









