AC750Die meisten Alkali-Mangan-Zellen im Handel stellen die klassischen Batterien dar, die nach ihrem Gebrauch nicht wieder aufgeladen werden. Es gibt in Form der sogenannten RAM-Zellen (rechargeable alkali manganese) aber einige Akkumulatoren dieser Gattung, die bis zu 25 Mal wieder aufgeladen werden können. Sie zeichnen sich durch extrem lange Nutzungszeiten je Ladezyklus aus, wodurch sie sich für elektrische Geräte eignen, die lange ohne nervigen Batteriewechsel betrieben werden sollen.

Geringe Anzahl an Ladezyklen kein Problem

Die Beschränkung auf nur 25 Ladezyklen mag zunächst nach sehr wenig klingen, doch da Alkali-Mangan-Zellen eine erheblich höhere Ausdauer je Ladezyklus besitzen als alle anderen Akkutypen, gleicht sich die Lebensdauer wieder ein wenig an. Dennoch ist der Nutzen der RAM-Zellen eher beschränkt: Sie sind nur für Niedrigstrom-Anwendungen wie zum Beispiel in Uhren oder Fernbedienungen geeignet. Hochstrom-Anwendungen wie in Digitalkameras, Akku-Werkzeugen oder Modellfahrzeugen beschädigen sie dagegen.

Spezielle Ladegeräte benötigt

Dazu kommt, dass Alkali-Mangan-Zellen spezielle Ladegeräte benötigen und keinesfalls mit normalen NiMH-Ladegeräten geladen werden dürfen. Dies macht die Erstanschaffung eines solchen Akkusatzes recht teuer und die Verwendung eher unattraktiv. Daher greifen die meisten Nutzer dann doch zu normalen Alkali-Mangan-Batterien, die ebenfalls eine lange Ausdauer besitzen und ohnehin nur selten gewechselt werden müssen. Da RAM-Zellen zudem nicht ganz entladen werden dürfen, ist eine Verwendung bis Eintreten des Ladestandalarms problematisch.

Alkali-Mangan-Zellen mit wiederaufladbarer Zelle stellen aus diesen Gründen in Deutschland nur eine Randerscheinung dar und sind für den Privatnutzer auch wenig empfehlenswert.