Bauformen und Preise
Cross- und Ellipsentrainer ahmen je nach Bauform unterschiedliche Bewegungsformen nach, weshalb die Auswahl des richtigen Gerätes maßgeblich davon abhängt. Ein entscheidendes Kriterium ist die Anordnung der Schwungmasse. Generell gilt die Faustregel: Je länger die Schrittlänge und je kleiner die Auf-/Abwärtsbewegung beim Bewegungsablauf, desto mehr schont das Gerät die Gelenke. Die besten Ergebnisse erzielen Gleitschienenkonstruktionen.
Crosstrainer mit einer hinten angebrachten Schwungmasse kommen dem Joggen sehr nahe. Der Körper bewegt sich Auf und Ab, der Bewegungsablauf ist fast kreisförmig und simuliert mitunter sogar Bewegungsformen wie Treppensteigen oder Sprinten. Die Geräte benötigen eine relativ hohe Schwungmasse zur Unterstützung der Umkehrbewegung. Ratsam sind mindestens 18 Kilogramm. Modelle dieser Bauart sind dann sinnvoll, wenn der von ihnen simulierte Bewegungsablauf auch tatsächlich trainiert werden soll.
Geräte mit vorn angeordneter Schwungmasse simulieren eine Bewegung ähnlich dem Walken oder schnellen Gehen. Der Bewegungsablauf ist elliptisch, weshalb sie manchmal zur Unterscheidung von Crosstrainern „Ellipsentrainer“ genannt werden. Die Auf-/Abwärtsbewegung ist deutlich kleiner, weswegen auch die Schwungmasse niedriger ausfallen darf und in etwa zwischen sechs bis zehn Kilogramm beträgt. Die Fußpedale sind auf einer Schiene montiert (Gleitschienenkonstruktion) und vermitteln ein „gleitendes“ Laufgefühl, was zusätzlich die Wirbelsäule entlastet. Mechanisch noch anspruchsvollere Geräte besitzen außerdem ein zusätzliches Gelenk im Pedalwerk. Folge: Die Schrittlänge wird flacher und größer (40 Zentimeter und mehr), bei einigen Modellen ist sie sogar variierbar.
Preise
Ellipsentrainer bieten den komfortabelsten Bewegungsablauf, sind aber nicht unter 1.000 Euro zu haben. Meistens liegen die Geräte sogar deutlich darüber, stellen aber für ein (semi-) professionelles Training das Nonplusultra dar. In der Regel reicht für das Gros der Anwender ein Modell zwischen 500 und 1.000 Euro aus. Vom Kauf eines Gerätes unter 500 Euro wiederum raten Experten und Tests ausdrücklich ab, da die Mechanik der Geräte selten den physischen Anforderungen gerecht wird.
Je nach Höchstbelastungsgrenze (am Gerät angegeben) und Ausstattung des Trainingscomputers schnellen die Preis rasch in die Höhe. Für weniger sportlich ambitionierte Anwender reicht eine Trainingssoftware mit einer Hand voll Profilen und Einstellungen aus. Trainingscomputer mit ausführlichen Assistenzprogrammen dagegen richten sich fast ausschließlich an ambitionierte Sportler.
Unverzichtbar ist es jedoch, beim Training den Puls im Blick zu behalten. Eine Herzfrequenzmessung mithilfe eines (teuren) Brustgurtes liefert genauere Messwerte als ein Ohrclip oder ein Handsensor, die zudem leicht verrutschen können. Hochwertige Cross-/Ellipsentrainer sind sogar dazu in der Lage, das Elektromagnetbremssystem des Gerätes nach Maßgabe der Herzfrequenz automatisch zu steuern, damit der Trainierende sich immer möglichst im optimalen Herzfrequenzzielbereich aufhält.