Das Wichtigste auf einen Blick:
- DECT-Telefone mit HD-Voice bieten im VoIP-Betrieb ausgezeichnete Sprachqualität
- Schnurgebundene Modelle: strahlungsfrei, keine Akkuprobleme
- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bereits ab 40 bis 70 Euro; Solo-Mobilteile für Fritz!Box-Nutzer noch günstiger
- Analoger Anschluss abgeschaltet – Altgeräte ohne Router oder Adapter nicht mehr nutzbar
- Sinkende Relevanz im Privatbereich – Smartphones verdrängen Festnetztelefone zunehmend
- Testlandschaft dünn: Fachmagazine konzentrieren sich auf wenige Marken, kleine Hersteller kaum noch bewertet
Das Festnetztelefon hat sich behauptet. Gerade im Büro und bei älteren Menschen bleibt es ein bevorzugtes Kommunikationsmittel. Der analoge Anschluss ist mittlerweile flächendeckend abgeschaltet – wer ein Festnetztelefon kauft, nutzt heute fast ausnahmslos IP-Telefonie. Das verändert, worauf beim Kauf zu achten ist.
Wichtiger Hinweis: Der analoge Anschluss ist abgeschaltet
Die Deutsche Telekom hat den klassischen analogen Telefonanschluss (TAE/POTS) in Deutschland flächendeckend abgeschaltet – der Wechsel auf All-IP war spätestens 2019 abgeschlossen. Auch ISDN ist nicht mehr verfügbar. Wer heute ein Festnetztelefon betreibt, tut das über seinen Internetanschluss (VoIP). Das bedeutet: Ein reines Analog- oder ISDN-Telefon kann heute in Deutschland nicht mehr direkt an der Dose betrieben werden. Stattdessen benötigt man:- ein DECT-Telefon oder IP-Telefon, das direkt über die Fritz!Box, Speedport oder einen anderen Router betrieben wird, oder
- ein Hybridmodell mit analogem und VoIP-Anschluss, das über einen ATA-Adapter (Analog Telephone Adapter) an einem Router betrieben werden kann.
Worauf legen Tests das größte Gewicht?
Im Mittelpunkt jedes Festnetztelefon-Tests steht die Sprachqualität. Da heute nahezu alle Telefone über VoIP betrieben werden, wird vor allem die Klangqualität im IP-Betrieb geprüft. Entscheidend ist dabei der unterstützte Audiocodec: Geräte mit HD-Voice-Unterstützung (Wideband-Audio, G.722) klingen im Gespräch mit einem ebenso ausgerüsteten Gerät deutlich klarer und natürlicher als ohne. Der HD-Klang kommt aber nur zustande, wenn beide Seiten HD-fähig sind und der Netzanbieter diesen Standard unterstützt – was bei den meisten aktuellen Anschlüssen der Fall ist.Neben der Sprachqualität testen Fachmagazine auch die Kompatibilität mit verbreiteten Routern. Ein wichtiges Thema dabei: Mobilteile, die ausschließlich über die Fritz!Box oder den Speedport-Router angemeldet werden, können oft nur eingeschränkt auf den integrierten Anrufbeantworter und das Telefonbuch des Routers zugreifen – das gilt besonders für Fremdmobilteile, die nicht vom Router-Hersteller selbst stammen.
Schnurlose DECT-Telefone verschiedener Hersteller – heute wird fast ausnahmslos über den Router telefoniert. (Bildquelle: amazon.de)
Ausstattung: Was bietet welches Preissegment?
Die Preisbandbreite reicht von günstigen Einstiegsmodellen um 25 Euro bis zu Topgeräten für rund 200 Euro. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten nach wie vor Modelle zwischen 40 und 70 Euro: Sie verfügen über ein vollständiges Telefonbuch, eine praxistaugliche Anrufliste und einen integrierten Anrufbeantworter mit 30 bis 45 Minuten Aufnahmezeit. Günstigere Modelle unter 40 Euro haben oft zu kleine Telefonbücher, kurze Anruflisten und schwache Anrufbeantworter mit nur 10 bis 15 Minuten Aufnahmedauer.Zusatzfunktionen wie Babyphone, Sperrlisten für unerwünschte Nummern und eine Freisprecheinrichtung sind bereits in der Mittelklasse verbreitet. Hochpreisige Modelle bieten selten benötigte Features wie Farbdisplay, Fototelefonbuch oder Smart-Home-Integration – für die meisten Haushalte ohne praktischen Mehrwert.
Ein wichtiger Aspekt bei DECT-Telefonen mit Fritz!Box oder Speedport: Wer ausschließlich ein Mobilteil ohne eigene Basis kaufen möchte, findet inzwischen bei AVM (FRITZ!Fon), Telekom und Gigaset entsprechende Solo-Mobilteile. Sie sind günstiger als ein vollständiges Set und nutzen die Anrufbeantworter- und Telefonbuchfunktionen des Routers direkt.
Die Telefone mit dem besten Anrufbeantworter sind derzeit:
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ab 63,85 € ![]() ohne Endnote
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Strahlung und Energieverbrauch: Kein Kaufhindernis mehr
Die früher intensiv diskutierte Funkstrahlung von DECT-Telefonen ist heute kein Kaufhindernis mehr. Alle aktuellen Schnurlostelefone verfügen über einen Eco-Modus, der die Sendeleistung je nach Entfernung zwischen Mobilteil und Basis automatisch reduziert. Viele Geräte haben zudem einen erweiterten Eco-Modus, der die Funkleistung auf null senkt, wenn das Mobilteil in der Ladestation liegt.Schnurgebundene Telefone bleiben die strahlungsärmste Option – sie benötigen keine Funkverbindung und werden direkt über den Router mit Strom versorgt.
Das FRITZ!Fon C5 von AVM ist direkt für den Betrieb an der Fritz!Box optimiert und nutzt deren Anrufbeantworter und Telefonbuch. (Bildquelle: amazon.de)
Die derzeit ausdauerndsten Telefone:
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ab 49,00 € ![]() Gut 2,0 |
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