Decken

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Ratgeber zu Bett-Decken

Die richtige Füllung

Bettdecke ist nicht gleich Bettdecke: Je nach Füllung mit Naturmaterialien wie Daunen, Federn oder Wolle beziehungsweise Synthetik-Materialien unterscheiden sie sich in ihren Eigenschaften und damit auch in ihrer Verwendung. Zudem sind enorme Preisspannen auszumachen. Die Auswahl reicht von der einfachen 20-Euro-Decke bis zu Modellen im hohen dreistelligen Bereich.

Synthetikdecken im Vormarsch

Obwohl die Schmiegsamkeit von Daunen- und Federbetten auf große Sympathie bei der Kundschaft stößt, holen Decken mit Synthetikfüllung auf. Dies liegt zum einen im Preisvorteil begründet, denn häufig überweist man nur einen Bruchteil von Daunendecken. Darüber hinaus sind die meisten Decken maschinenwaschbar und verkraften diese Prozedur besser als Daunen- respektive Federbetten, halten also länger. Teilweise sind sie sogar kochfest und erfüllen die Hygieneanforderungen von Allergikern. Synthetikdecken isolieren aber oft schlechter als Feder-/Daunendecken und besitzen ein höheres Gewicht, da sie stärker befüllt werden müssen. Allerdings schreitet die Entwicklung in diesem Bereich rasch voran und die Überlegenheit von Naturmaterialien verringert sich zusehends. Mittlerweile gibt es sogar Synthetikfasern mit Umweltzeichen.

Daunendecken behaupten sich noch immer als Klassiker

Klassiker unter den Bettdecken sind aber nach wie vor Daunen- und Federbetten. Die Füllung stammt meist von Enten und Gänsen, wobei letztere teurer sind. Die Einteilung erfolgt in drei Klassen, je nach Daunenanteil und Federbruch. Ausschlaggebend für die Wärmedämmung (und das Preisniveau) ist das Verhältnis von Daunen zu Federn: je höher der Daunenanteil –  das besonders flaumige Untergefieder – , desto höher das Wärmeisolationsvermögen. Daunen-/Federbetten zeichnen sich jedoch generell durch gute Wärmedämmung aus, wobei insbesondere die besseren Qualitäten zugleich sehr leicht sind. Sie gelten daher als ideale Winterdecken, können aber aufgrund ihrer Fähigkeit zur Feuchtigkeitsabfuhr auch im Sommer benutzt werden.

Spezialdecken: Schaf, Kamel, Kaschmirziege ...

Eine gute Isolierung bieten auch Decken aus Schafschurwolle, allen voran aus Merinowolle. Außerdem haben Wolldecken eine hohe Selbstreinigungskraft, wirken temperaturausgleichend und feuchtigkeitsregulierend. Die Decken gibt es in unterschiedlichen Dicken für Sommer und Winter. Bettdecken aus Kamelhaar wiederum sind besonders leicht und weich und gelten gemeinhin als ideale Ganzjahresdecken, da sie Temperaturschwankungen sehr gut ausgleichen. Ob sie tatsächlich auch eine schlaffördernde Wirkung haben, ist unklar. Zu den teuersten Wolldecken zählen Kaschmirdecken, die ebenfalls sehr leicht sind und ein formidables Wärmerückhaltevermögen besitzen. Fröstler sollten die hohen Anschaffungskosten daher nicht scheuen.

... oder Seide, Pappelflaum, Baumwolle

Wildseide in Bettdecken wiederum ist das ideale Material für eine leichte Sommerdecke. Sie nimmt ferner bis zu 30 Prozent ihres Gewichts an Feuchtigkeit auf, sodass sie sich sehr gut für Personen eignet, die leicht und viel schwitzen beziehungsweise viel Körperwärme produzieren.  Alternativ dazu sind auch die eher seltenen Decken mit einer Füllung aus Pappelflaum gut für starke Schwitzer, da sie ebenfalls viel Flüssigkeit aufnehmen und atmungsaktiv sind. Decken aus Baumwolle hingegen nehmen zwar viel Feuchtigkeit auf, ihr Feuchtemanagement stolpert aber über eine vergleichsweise träge Feuchteabgabe. Sie sind daher besonders in kälteren Räumen nicht ideal, da sie sich schnell klamm anfühlen, können jedoch als Sommerdecken benutzt werden, zumal sie auch nicht so gut wärmen. Seidendecken dagegen geben ebenfalls gute Ganzjahresdecken ab.

Tests

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Sortiert nach Popularität und Aktualität
    • ÖKO-TEST

    • Ausgabe: 9/2014
    • Erschienen: 08/2014
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    Sch(l)af gut!

    Testbericht über 15 Naturbettdecken

    Wir haben Bettdecken, die mit Naturmaterialien wie Schafschurwolle oder Kamelhaar gefüllt sind, in die Labore geschickt. Viele Produkte waren in Ordnung ... Testumfeld: Im Rahmen eines Vergleichs wurden 15 Naturbettdecken in Augenschein genommen. In der Bewertung erreichten die Produkte Noten von „sehr gut” bis „ausreichend”. Grundlage der Bewertung war das Testergebnis der Inhaltsstoffe. Hier wurde u.a. auf Pestizide oder Fasermängel geprüft. Weitere Mängel konnten zur Abwertung führen. Waren diese nicht besser als „mangelhaft”, wurde das Gesamturteil um zwei Noten abgewertet. Eine Abwertung um eine Note im Gesamturteil wurde bei einer „befriedigenden” oder „ausreichenden” Bewertung der Weiteren Mängel vorgenommen. Die Bettdecken wurden in einem Zeitraum von Mai bis Juni 2014 im Handel erworben.

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    • HAUS & GARTEN TEST

    • Ausgabe: 2/2019
    • Erschienen: 02/2019
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    Decke für jede Jahreszeit

    Testbericht über 1 Decke
    Dieses Heft ist bis zum am Kiosk erhältlich.

    Im Test: BeCo Medibett Cotton Soft

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    • ICH LIEBE BERGE

    • Einzeltest
    • Erschienen: 10/2016
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    GoSnug Merino Wool Blanket

    Testbericht über 1 Wolldecke

    Im Test: GoSnug Merino Wool Blanket

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