Bettdecken: Tests & Testsieger

Die besten Bettdecken der Fachpresse

Unsere Bestenlisten zeigen die derzeit besten Bettdecken auf dem Markt. Dafür hat unsere Fachredaktion Testberichte aus 7 Testmagazinen für Sie ausgewertet.

Ratgeber zu Decken

Stiftung Warentest: "Warm ist nicht gleich warm"

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. große Auswahl an Füllungen wie Daunen, Federn oder Synthetik-Materialien
  2. Wärmeklassen bieten nur einen Anhaltspunkt für den Wärmefaktor einer Bettdecke
  3. Daunen-Bettdecken meist wärmer und schmiegsamer als Decken mit Synthetik-Füllung
  4. je höher der Daunenanteil, desto höher die Wärmeisolation
  5. Stiftung Warentest: Allergiker sollten vor allem auf Waschbarkeit bei 60 °C achten
  6. ausschlaggebend für die Wärmeisolation ist Anteil von Daunen zu Federn

Fast jeder kennt die nervenaufreibende Suche nach der perfekten Bettdecke – und sieht sich dabei mit einer schier unendlich wirkenden Auswahl konfrontiert. Und tatsächlich: Bettdecke ist nicht gleich Bettdecke. Je nach Füllung mit Naturmaterialien wie Daunen, Federn oder Baumwolle respektive Synthetik-Materialien unterscheiden sie sich in ihren Eigenschaften und damit auch in ihrer Verwendung. Zudem sind enorme Preisspannen auszumachen. Die Auswahl reicht von der einfachen 20-Euro-Decke bis zu gehobenen Modellen im dreistelligen Bereich. Doch was wäre eine gute Bettdecke?

Füllmaterialien im Vergleich: Synthetikdecken im Vormarsch?

Obwohl die Schmiegsamkeit von Daunen- und Federbetten seit jeher auf große Sympathie bei der Kundschaft stößt, holen Bettdecken mit Synthetikfüllung auf. Dies liegt zum einen im Preisvorteil begründet, denn häufig überweist man für Kunstfaser nur einen Bruchteil des Preises für eine Daunendecke. Tests zeigen außerdem, dass es gute Bett­decken für die kalte Jahres­zeit mit  beiden Füllungen gibt – Testsieger Lidl / Meradiso Duo-Steppbett Polygiene sogar schon für deutlich unter 20 Euro. Darüber hinaus sind die meisten Kunstfaser-Bettdecken maschinenwaschbar und verkraften diese Prozedur oft besser als Daunen- respektive Federbetten, deren Füllung beim Waschen häufig "auf Wanderschaft" gehen. Kunstfaser-Bettdcken sind teilweise sogar kochfest und erfüllen die Hygieneanforderungen von Allergikern. Synthetik-Bettdecken isolieren aber oft schlechter als Feder- respektive Daunendecken und besitzen ein höheres Gewicht, da sie stärker befüllt werden müssen. Allerdings schreitet die Entwicklung in diesem Bereich rasch voran und die Überlegenheit von Naturmaterialien verringert sich zusehends. Mittlerweile gibt es sogar Synthetikfasern mit Umweltzeichen.

Daunen-Bettdecken behaupten sich noch immer als Klassiker

Manteuffel Daunendecke Mit den Daunen von Enten und Gänsen gefüllte Bettdecken gelten als Empfehlung für Fröstler. Gibt es wie bei Manteuffel mehrere Wärmeklassen ("leicht", "warm", "extra warm") eignen sich Daunendecken prinzipiell aber auch für Menschen, die schnell schwitzen. (Bildquelle: amazon.de)

Heutzutage stehen Daunendecken in der Kritik von Tierschützern, die den Herstellern vorwerfen, die Gewinnung ihrer Füllmaterialien mit enormem Tierleid zu erkaufen. Trotzdem sind Daunen-Bettdecken  nach wie vor die Klassiker unter den Bettdecken. Ihre Füllung stammt meist von Enten und Gänsen, wobei letztere teurer sind. Die Einteilung erfolgt in drei Klassen, je nach Daunenanteil und Federbruch. Ausschlaggebend für die Wärmedämmung (und das Preisniveau) ist das Verhältnis von Daunen zu Federn: je höher der Daunenanteil – das besonders flaumige Untergefieder – , desto höher das Wärmeisolationsvermögen. Daunen-/Federbetten zeichnen sich jedoch generell durch gute Wärmedämmung aus, wobei insbesondere die besseren Qualitäten zugleich sehr leicht sind. Sie gelten daher als ideale Winterdecken, können aber aufgrund ihrer Fähigkeit zur Feuchtigkeits-Abfuhr auch im Sommer benutzt werden.

Bettdecken mit tierischem Füllmaterial: Schafschurwolle, Kamelhaar, Kaschmirziege ...

Eine gute Isolierung bieten auch Decken aus Schafschurwolle, allen voran aus Merinowolle. Außerdem haben Wolldecken eine hohe Selbstreinigungskraft, wirken temperaturausgleichend und feuchtigkeitsregulierend. Die Decken gibt es in unterschiedlichen Dicken für Sommer und Winter. Bettdecken aus Kamelhaar wiederum sind besonders leicht und weich und gelten gemeinhin als ideale Ganzjahresdecken, da sie Temperaturschwankungen sehr gut ausgleichen. Ob sie tatsächlich auch eine schlaffördernde Wirkung haben, ist unklar. Zu den teuersten Wolldecken zählen Kaschmirdecken, die ebenfalls sehr leicht sind und ein formidables Wärmerückhaltevermögen besitzen. Fröstler sollten die hohen Anschaffungskosten daher nicht scheuen.

Was hat es mit den verschiedenen Wärmeklassen auf sich?

Seinen persönlichen Wärmebedarf kennt eigentlich jeder, doch bei Bettdecken ist das Fehlkauf-Risiko nicht zu unterschätzen. Geht es etwa um die verschiedenen Wärmeklassen von Bettdecken, befallen auch gut informierte Käufer Zweifel. Eine einheitliche Regelung fehlt, und statt etwas Klarheit in die Sache zu bringen, treiben die Hersteller das Verwirrspiel noch auf die Spitze. Da zieren beispielsweise Zusätze wie "ultraleicht", "luftig leicht", "medium" oder "gut wärmend" (so etwa allnatura) die Produkt-Datenblätter; manchmal deutet auch nur die Anzahl von sogenannten "Wärmepunkten" (z. B. Lavida Duo-Steppbett Cotton Fields) das Wärme-Isolationsvermögen einer Bettdecke an; oder der Käufer soll sich unter "Wärmeklasse 3" (z. B. das aktuell von Stiftung Warentest getestete Vitalis Soft Duo Steppbett) selbst eine Vorstellung vom Wärmefaktor einer Bettdecke machen. Auch mit einer sogenannten Ganzjahresdecke, Jahreszeiten-Decke oder Duo-Decke ist man nicht automatisch richtig aufgehoben. Nur etwas Licht ins Dunkel bringt die Stiftung Warentest im aktuellen Bettdecken-Test vom Oktober 2019. In "test"-Heft 10/2019 teilt das von ihr beauftragte Prüfinstitut die getesteten Bettdecken in drei Wärmeisolationsklassen ein. Je höher der Wert, desto wärmer die Bettdecke. Doch wie die Warentester selbst einräumen, ist mit solchen Messwerten noch keine Aussage über die tatsächliche Wärmeisolation getroffen. "Warm ist nicht gleich warm", heißt es im aktuellen Test; Menschen nähmen Wärme oder Kälte verschieden wahr, zudem bedingten sich Atmungsaktivität einer Decke und die Wärmeisolation gegenseitig.

Bettdecken-Glossar: Kleine Typenlehre

  • Als Duo-Decken werden zwei aufeinandergenähte Einzeldecken bezeichnet, die nicht miteinander versteppt sind. Ihr Nutzen besteht inbesondere darin, dass sich mit relativ wenig Material warme und zugleich anschmiegsame Winterdecken herstellen lassen. Duo-Decken bringen Menschen weiter, die bei dicken Faserdecken bislang die Schmiegsamkeit von bauschigen Daunendecken vermisst haben.
  • Vier-Jahreszeitendecken sind Kombidecken aus zwei unterschiedlich wärmenden Einzeldecken. Je nach Jahreszeit können Sie beide einzeln oder in Kombinaton verwenden.
  • Auch Ganzjahres-Decken sind ganzjährig verwendbar. Grund hierfür ist aber nicht die Teilbarkeit in zwei Einzeldecken je nach Bedarf, sondern die Beschaffenheit der Füllung. Ganzjahres-Decken wirken in der Regel wärmeausgleichend, feuchteableitend und sind atmungsaktiv.


Bettdecken mit Seide, Pappelflaum, Baumwolle

Wildseide in Bettdecken wiederum ist das ideale Material für eine leichte Sommerdecke. Sie nimmt ferner bis zu 30 Prozent ihres Gewichts an Feuchtigkeit auf, sodass sie sich sehr gut für Personen eignet, die leicht und viel schwitzen beziehungsweise viel Körperwärme produzieren.  Alternativ dazu sind auch die eher seltenen Decken mit einer Füllung aus Pappelflaum gut für starke Schwitzer, da sie ebenfalls viel Flüssigkeit aufnehmen und atmungsaktiv sind. Decken aus Baumwolle hingegen nehmen zwar viel Feuchtigkeit auf, ihr Feuchtemanagement stolpert aber über eine vergleichsweise träge Feuchteabgabe. Sie sind daher besonders in kälteren Räumen nicht ideal, da sie sich schnell klamm anfühlen, können jedoch als Sommerdecken benutzt werden, zumal sie auch nicht so gut wärmen. Seidendecken dagegen geben ebenfalls gute Ganzjahresdecken ab.

Lässt sich eine Bettdecke bei mindestens 60 °C waschen, eignen sich auch natürliche Füllmaterialien wie Baumwolle für Allergiker und hygienebewusste Menschen. Hier im Bild die Badenia Trendline Clean Cotton. (Bildquelle: amazon.de)

Stiftung Warentest: Allergiker sollten auf Waschbarkeit ihrer Decke achten

Bettdecken hat auch die Stiftung Warentest getestet und auf ihre Eignung für Allergiker hin seziert. Dabei hat sich gezeigt: Einer bestimmten Füllung ist nicht unbedingt der Vorzug zu geben, Sie können ganz  nach persönlichem Empfinden wählen. Denn die Allergien auslösenden Spinnentierchen können sich prinzipiell auf jeder Bett­decke und in jeder Füllung tummeln – egal ob Synthetik, Federn, Daunen oder Baumwolle. Viel wichtiger seien die Wasch-Eigenschaften einer Bettdecke, heißt es in Tests. Das gilt auch für den Matratzenbezug, den Sie bei mindestens 60 °C regelmäßig in die Waschmaschine geben sollten. Am gesündesten schlafen Menschen, die allergisch auf den Kot der Hausstaubmilbe reagieren, mit sogenannten Encasings (Allergikerbezügen). In der Matratzen- und Bettwaren-Industrie steht der Begriff "Encasings" für spezielle, engmaschig gewebte Schutzbezüge, die Menschen mit Milben-Allergie vorbeugend über ihre Matratzen, Kopfkissen oder Bettdecken ziehen können.

Jahreszeiten-Bettdecken im Test: Wie urteilen die Testmagazine?

Prinzipiell lobend und als Decken mit hohem Nutzwert, weil "gemütlich zu jeder Jahreszeit" (Haus & Garten Test 5/2019). Eine Vier-Jahreszeiten- oder Ganzjahresdecke ist im Prinzip eine in drei Varianten verwendbare Kombi-Synthetik-Decke für das ganze Jahr. Sie besteht aus einer dünnen Sommerdecke und einer etwas dickeren Übergangs- oder Winterdecke. Ja nach Jahreszeit und persönlichem Kälteempfinden können Sie die beiden Decken miteinander verbinden oder wieder voneinander lösen. Mit den beiden unterschiedlich dicken Oberbett-Schichten stehen zugleich verschiedene Füllgewichte zur Auswahl. Dadurch ergeben sich drei Optionen: eine dünne Decke für die warmen Sommermonate, eine schwerere Decke für die Übergangszeit und die deutlich kuscheligere zusammengeknöpfte Kombination für den Winter. Als beste Ganzjahresdecken aus aktuellen Tests haben die Experten von Haus & Garten Test die BeCo-Modelle Active Duo, Wow und Medibett Cotton Soft ausgemacht. Diese Decken sind mit Polyester-Material gefüllt und bei mindestens 60 °C waschbar, das Modell „Wow“ ist sogar kochfest und eine besondere Empfehlung für Allergiker.

 

TIPP


Durch das Aufarbeiten Ihrer Daunendecke müssen nicht notwendig neue Füllmaterialien gewonnen und somit auch keine Enten und Gänse geschlachtet werden. Viele Bettfedernreinigungen geben Empfehlungen und rechnen aus, welche Maßnahme sinnvoll und lohnenswert wäre. Hersteller empfehlen, Daunen­decken alle ein bis zwei Jahre reinigen zu lassen, Synthetik­-Bettdecken etwas häufiger. Zumindest hoch­wertige Daunen-Bett­decken sollten Sie aber in jedem Fall im Abstand von fünf bis zehn Jahren in einem Betten-Fachgeschäft aufarbeiten lassen. Dort wird die Füllung auch auf Bruch hin untersucht, die übrige Füllung gereinigt und die Hülle mit frischen Daunen aufgefüllt. Tierschützern mag das Herz bluten. Doch man kann es auch so sehen: Mit einer Bettfedernreinigung erhalten Sie sich den bereits investieren Wert Ihrer Bettdecke und verringern auch den übermäßigen Verbrauch von Ressourcen.

 

 

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