Wählen Sie ein Kissen, das zu Ihrer Schlaf­position, Ihrer Statur und der Härte Ihrer Matratze passt. Nackenkissen betten nicht ausnahmslos gut. Wir zeigen Ihnen die derzeit besten Kissen am Markt. Dafür haben wir Tests und Meinungen ausgewertet und zu einer Gesamtnote verrechnet. Der letzte Test ist vom .

15 Tests 171.300 Meinungen

Die besten Kissen

1-20 von 201 Ergebnissen
Neuester Test:

Infos zur Kategorie

Das gute Kis­sen für alle bleibt ein Traum

Das Wichtigste auf einen Blick:
  1. Kernaufgabe ist Ausfüllen des Abstands zwischen Kopf und Matratze
  2. Öko-Test: Wegen ihres Selbstreinigungseffekts eignet sich Schafschurwolle gut für Schwitzer
  3. Kissenhöhe bemisst sich u. a. nach der Schulterbreite
  4. Stiftung Warentest honoriert Anpassungsmöglichkeiten eines Nackenkissens
  5. für Bauchschläfer: je flacher, desto besser
  6. wichtige Textil-Labels: GOTS, kbA, Oeko-Tex Standard 100

Welche Kissenfüllung ist laut Stiftung Warentest für Kopfkissen am besten?

Kopfkissen Allnatura Cotona-Medicott mit Baumwollfüllung Wer vermeiden will, dass die Kunststoff-Füllung beim Waschen als Mikroplastik in die Umwelt gelangt, kann zu Baumwollfüllungen greifen. Das Magazin Öko-Test empfiehlt Materialien aus kontrolliert biologischem Anbau wie beim „sehr guten“ Allnatura Cotona Medicott. (Bildquelle: allnatura.de)

Bei Materialien und Füllungen ist die Gestaltungslust der Hersteller groß: Kaltschaum, Formschaum, Visco-Schaum, Daunen, Latex, Baumwolle, Schurwolle und sogar Zirbenholz können Sie unter den Kissen-Bezügen ausmachen. Die Füllungen sind zu flachen, gewellten oder genoppten Platten, Fasern, Kügelchen oder Bällchen geformt. Wie sollen VerbraucherInnen da eine sichere Kaufentscheidung treffen? Doch erfreulicherweise widmen sich die Testmagazine von Zeit zu Zeit auch den Kopfkissen. In erster Linie sind es die Öko-Tester und Stiftung Warentest, die in unregelmäßigen Abständen Kissen-Tests durchführen. Getestet werden die Kissen und insbesondere orthopädische Nackenstützkissen anhand von Schlüsselkriterien wie Abstützeigenschaften für Rücken- und Seitenlieger oder für Köpfe mit mehr oder weniger Stützbedarf; in den Testlaboren geht es den Kissen dann in puncto Klimaeigenschaften, Haltbarkeit und Schadstoffgehalt an den Kragen.

Kissen müssen in allen Schlafpositionen bequem sein

Die Hersteller erwähnen in ihrer Werbung gern das gute Bauch-, Rücken- oder Seitenschläferkissen und die gesundheitlichen Vorteile für den jeweiligen Schlaftyp. Doch beim Blick auf die Testtabellen der Waren- und Öko-Tester fällt auf, dass es weniger auf das Füllmaterial als auf die formgerechte Anpassung an die Halswirbelsäule ankommt. Kopfkissen, deren Füllmenge Sie auf Ihre Bedürfnisse anpassen können, bieten Seiten- wie Rückenschläfern mit schmalen oder breiten Schultern gleichermaßen eine ergonomische Körperunterstützung. Auch wenn es die Kissenhersteller gern anders hätten (Kissen sind ein hochinteressantes Feld für die Schlaf-Zubehörindustrie): Welcher Füllmaterialien sich die Hersteller bedienen, spielt für die bevorzugte Schlafposition eine untergeordnete Rolle.

Tipp

Das Kopfkissen muss auch zur Matratze passen. Probieren Sie nach Möglichkeit im Geschäft mehrere Kissen in Kombination mit einer Matratze aus, die ähnlich hart ist wie die Ihre. Auch beim Onlinekauf sind Sie nicht gleich festgelegt. Sie können das bestellte Kissen zu Hause testen und im Zweifel von Ihrem Rück­gaberecht Gebrauch machen.


Wissen über Kissen: Von Weichheit, Wärmespeicherung und Atmungsaktivität

Von der Füllung hängt es allerdings ab, wie hart ein Kissen ist und wie gut es den Kopf stützt. Daunen sind Unterfedern mit kurzem Kiel und sehr weichen, langen Federästen ohne Häkchen. Dadurch verleihen sie dem Kissen viel mehr Elastizität als zum Beispiel Federn oder auch Kunststoffe. Bei einer Mischung aus Federn und Daunen, wie sie oft bei der Kissenfüllung verwendet wird, sollten Sie daher besonders gut auf das Verhältnis achten. Als Faustregel gilt: Federn machen ein Kissen härter, Daunen sind weicher und elastischer.

Andererseits: Daunen und Federn sind zwar schön weich, für Schwitzer aber nicht optimal. Dann bieten sich Füllmaterialien mit hoher Luftdurchlässigkeit wie Dinkel oder Hirse an, beide binden und leiten Feuchtigkeit gut weiter und sorgen so für ein angenehmes Schlafklima. Aber auch Schurwolle leitet Feuchtigkeit zügig nach draußen weiter und bietet zugleich eine gute Luftisolation. Diesen Vorteil teilt sie mit manchen Kunstfasern wie zum Beispiel Hollofil. Hollofil nimmt Feuchtigkeit gut auf und wirkt Temperatur-ausgleichend, kommt daher auch bei der Herstellung von Schlafsäcken zum Einsatz.

Setzen Sie lieber auf Naturmaterialien, bietet sich Schafschurwolle an. Naturbelassene Schafschurwolle, etwa in Kügelchen-Form und am besten aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT), transportiert Feuchtigkeit sehr gut, wirkt klimatisierend und bleibt dank ihres selbstreinigenden Effekts hygienisch. Waschen ist nicht nur unnötig, sondern sollte sogar vermieden werden, um die Schmutz- und Bakterien-abweisende Schicht aus Lanolin (Wollwachs) nicht zu entfernen. Lesen Sie aber bitte immer die Waschhinweise am Kissenbezug.

Tipp: Wer viel Wert auf Wärmespeicherung bei guter Atmungsaktivität legt, kann zu einem Kissen mit Daunen von der Eiderente greifen. Im Gegensatz zu Schafschurwolle ist Daune allerdings nicht selbstreinigend.

Ist das Kunst oder kann das weg?

Grundsätzlich ist die Wahl der Materialien Geschmackssache. Sind Sie Schwitzer, passen Voll- oder Mikrofasern aus Polyester eventuell aber besser zu Ihnen. Synthetische Hohlfasern haben eingebaute Luftkanäle, die den Stoff nicht nur luftdurchlässiger, sondern auch flauschiger und weicher machen. Insgesamt betrachtet müssen Verbraucher keine Vorbehalte gegen die günstigeren Kunststoff-Kissenfüllungen haben, weder hinsichtlich Hygiene noch Verarbeitungsqualität. Die meisten Kunststoff-Kopfstützen sind waschbeständig bis 60 oder sogar 95 °C. Naturkissen mit Daunen und Federn, aber auch Kamel- und Rosshaar, Hanf, Kapok, Schafwolle, Baumwolle, Naturlatex, Dinkel- und Obstkernen hingegen dürften vor allem Menschen liegen, die ganz bewusst auf ökologisch verträgliche Materialien achten.


Damit auch Allergiker gut in den Schlaf finden ...

... empfehlen sich pflegeleichte und hautschonende Materialien, die hohe Waschtemperaturen bis mindestens 60 °C aushalten. Hygienisch waschbar sind aber die meisten der auf dem Markt erhältlichen Kopf- und Nackenstützkissen. Daher verliert auch die frühere Warnung, dass etwa Füllungen aus Federn und Daunen nichts für Allergiker seien, zunehmend an Schlagkraft. Im Normalfall können Sie also frei wählen, ob Ihnen ein Kissen mit Federn, Daunen oder synthetischer Füllung mehr zusagt. Achten Sie auch auf den Bezug: Ist er abnehmbar und waschbar, steht ein Nackenkissen auch im Test von Stiftung Warentest gut da. Positivbeispiele sind etwa Testsieger-Nackenkissen Diamona Climatic oder das ebenfalls „gute“ Dormabell Cervical. Deren Bezüge laufen nach dem Waschen nicht ein und zeigen eine gute respektive ordentliche Verarbeitungsqualität.

Tipp: Speziell für Hausstaubmilben-Allergiker empfehlen sich spezielle Schutzbezüge, sogenannte Encasings. Sie sorgen dafür, dass keine Hautschuppen ins Innere des Kissens gelangen und entziehen so den Milben die Nahrungsgrundlage. Ist das nichts für Sie – das Liegegefühl erinnert an Bratfolie –, können Sie zu komplett waschbaren Kissen greifen. Solche mit Wollfüllungen sind dafür aber meist ungeeignet, nur die Bezüge sind waschbar.

Schlafpositionen im Vergleich: Welches Kissen für Bauch-, Rücken- oder Seitenschläfer?

Je nach Schlafposition stellen Schlafende unterschiedliche Ansprüche an ihre Unterlage. Das betrifft nicht nur die Matratze, sondern auch das Kopfkissen. Über alle Schlaftypen hinweg hat das Kissen die Aufgabe, den Zwischenraum zwischen Kopf und Matratze auszufüllen, damit die Halswirbelsäule in einer geraden Position liegt. Dieser Zwischenraum wird bestimmt durch die Breite der Schultern, die Matratzen-Einsinktiefe und Ihre Schlafposition. Breitschultrige Seitenschläfer benötigen beispielsweise auf einer harten Matratze ein vergleichsweise hohes Kissen. Rückenschläfer dagegen bringt ein eher niedriges Kissen weiter; Bauchschläfer brauchen oft gar keines. Die Stiftung Warentest bildet nicht nur typische Schlaftypen in ihren Testtabellen ab, sondern auch Körperbau- und Matratzentypen.

Ein schmales Nackenstützkissen mit Kopfmulde von TEMPUR Gegen verspannte Nacken: Ein schmales Nackenstützkissen mit Kopfmulde kann die Halswirbelsäule in eine gerade Position bringen. (Bildquelle: tempur.com)

Vorsicht bei irreführenden Heilsversprechen

Das eine „richtige“ Kissen für Bauch-, Rücken- oder Seitenschläfer gibt es nicht. Tendenzen lassen sich aber ausmachen, wenn auch eher banale. So sind Seiten- und Rückenschläfer meist auf einem Nackenkissen gut gebettet. Hier bleiben die Schultern auf der Matratze, während der Kopf höher liegt. Insbesondere zu Seitenschläfern kann ein 40-x-80-cm-Format besser passen als das althergebrachte 80-x-80-cm-Modell, auf dem auch die Schultern zu liegen kommen. Das kann den Körprer in eine ungünstige Schlafposition bringen. Für gewohnheitsmäßige Bauchschläfer gilt die Wohlfühlformel: Je flacher das Kissen, desto besser. Bauchschläfer wollen zumeist die Arme unter dem Kissen verschränken. Das kann gut gelingen, wenn sie auf ein spezielles Bauchschläfer-Kissen in Schmetterlingsform zurückgreifen.
Dass aber Spezialkissen für diesen oder jenen Schläfer gegen die unterschiedlichsten Wehwehchen helfen können – Migräne, schwaches Bindegewebe, Rheuma oder Magen-Darm-Beschwerden –, sollte Sie skeptisch stimmen. Solche Heilsversprechen sind oft irreführend und im Einzelfall sogar unzulässig.
Nicht immer löst ein Nackenkissen Verspannungen. Und nicht jeder kommt damit klar. – Stiftung Warentest im August 2017

Kopfkissen oder Nackenstützkissen – welches ist laut Stiftung Warentest das bessere?

Das traditionelle Kopfkissen mit Feder- oder Daunenfüllung ist nicht automatisch den vorgeformten Nackenstützkissen unterlegen. Hatten Sie bislang keine Probleme mit Ihrem Nacken­, brauchen Sie auch kein Nackenstützkissen, lautet eine Empfehlung von Stiftung Warentest. Haben Sie ein Nacken­stützkissen bereits ausprobiert und kommen Sie mit den vorgeformten Kissen nicht gut zurecht, sollten Sie sich nicht weiter quälen – und stattdessen auf ein normales, „knautschbares“ Kopfkissen zurückgreifen oder Alternativen wie zum Beispiel ein Körnerkissen für sich testen. Vielen gilt es als angenehmer, weil flexibler. Tatsächlich teilen sich viele Käufer die Erfahrung, dass sich ein federkissengewöhnter Kopf in den ersten Wochen mit dem festeren Schaumstoff erst anfreunden müsse. In Größe 40 x 80 cm kann ein normales Kopfkissen zumindest Seitenschläfer ergonomisch günstig abstützen. Im 80-x-80cm-Format ist es auch für einen Bauchschläfer eine akzeptable Lösung.

Wie steht es mit den Kaufkriterien bei Sofakissen?

Sofakissen sind vornehmlich zur Dekoration oder zum Kuscheln gedacht. Aus diesem Grund müssen Sie beim Kauf nicht so sehr auf Ergonomie, Anpassungsfähigkeit oder Stützkraft achten. Wichtiger sind hier Formstabilität, Hautverträglichkeit, Verarbeitung und ästhetische Aspekte.

Textil-Label und Zertifikate wie Global Organic Textile Standard (GOTS), kontrolliert biologischer Anbau (k.b.A.), FAIRTRADE Certified Cotton und Oeko-Tex Standard 100 informieren Verbraucher über den Herstellungsprozess des jeweiligen Produkts. Sie zeigen unter anderem, ob ein Kissen als gesundheitlich unbedenklich eingestuft ist oder ob es gemäß bestimmten ökologischen Richtlinien produziert wurde.

Zur Kissen Bestenliste springen

Tests

Sortiert nach Popularität und Aktualität

Alle anzeigen

Benachrichtigung

Wir benachrichtigen Sie kostenlos bei neuen Tests zum Thema Kissen.

Testsieger der Fachmagazine

Aktuelle Kissen Testsieger

Häufig gestellte Fragen (FAQ)