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Ratgeber zu Haarfarben

Koloration, Intensivtönung oder Tönung?

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Tönung als sanfte Veränderung ohne chemische Reaktion
  2. Intensivtönungen und Naturfärbungen ohne aufhellende oder grauabdeckende Wirkung
  3. Intensivtönung für das Haar meist weniger strapaziös als Koloration
  4. für den Hausgebrauch ist unkomplizierte Anwendung wichtig
  5. Kolorierungen nicht auswaschbar
  6. perfekte Grauabdeckung von Haarstruktur abhängig

Was verraten mir Tests über Haarfarben?

Poly Palette Perfect Gloss Color Testsieger Am besten im Haarfarben-Test schnitt die Tönung Poly Palette Perfect Gloss Color ab. Der Testsieger im Farbton Honigblond triumphiert durch ein besonders intensives Farbergebnis, eine gute Deckwirkung und lange Haltbarkeit. (Bildquelle: amazon.de)

Leider legen Tests immer wieder schonungslos offen, dass es mit der Farbgenauigkeit von Haarfarben nicht zum Besten steht. Oft müsssen Sie damit rechnen, dass die Farbe sogar deutlich dunkler ist als auf der Verpackung angegeben. Widerstreitend stehen sogenannte Re-Nature-Produkte da, mit denen erstes Grau billiger als beim Friseur schwinden soll: Bei mittelblondem bis dunkelbraunem Haar klappt das im Test ganz gut, nicht aber bei hellblondem, rotem, gefärbtem oder blondiertem Haar. Ein Anfärben der Kopfhaut rächt sich mit einem schlechten Urteil im Testkapitel Anwendung und Handhabung; bei Färbelösungen begutachten die Tester auch das Tropfverhalten und wie leicht sich das Haarfärbemittel anrühren und auswaschen lässt. Schlusslichter bilden Haarfarben, die in mehreren Schlüsselkriterien nicht gut abschneiden – im Testbericht also in den Kapiteln Grauabdeckung, Farbausdruck und -intensität sowie Gleichmäßigkeit patzen. Hält die Haarfarbe nicht lange vor, senken die Tester auch hierüber den Daumen. Denn dann muss vom Ansatz her häufig nachgefärbt werden. Hinweise auf einem Haarfärbemittel, dass etwa bei mehr als kinnlangem Haar zwei Packungen erforderlich werden, gefallen den Testmagazinen ebenso wie Produkte, die trotz der Bezeichnung „Men“ auch für Frauen geeignet sind.

Schwarzkopf Re-Nature Re-Pigmentierung für Frauen Zurück zur Naturhaarfarbe – das klappt im Test bei mittelblondem bis dunkelbraunem Haar gut, schlechter bei hellblondem, rotem, gefärbtem oder blondiertem Haar. (Bildquelle: amazon.de)

Haarfarben und Tönungen im Test: Wie sieht die Testvorbereitung bei Stiftung Warentest aus?

Den Sachverstand zur Qualität von Haarfarben holt sich die Stiftung Warentest aus verschiedenen Quellen: Mehrere Friseure beurteilen Farbergebnis, Kämmbarkeit, Griff und Glanz nach dem Färben sowie die Haltbarkeit an bis zu 180 Probandinnen; in Fachbeiräten sitzen zusätzlich Experten mit Laborerfahrung, die Farbergebnis und Farberhalt anhand von Naturhaarsträhnen beurteilen. Die Labortests zeigen, wie schnell ein Färbemittel unter dem Einfluss von Licht verblasst. Bei Kolorationen erweist sich die Lichtbeständigkeit einer Haarfarbe als notorischer Schwachpunkt.

Tönen, Intensivtönen oder Kolorieren – welche Methode hat welche Vor- und Nachteile?

Hier gibt es eine Faustformel, die man sich merken kann: Wer beim Färben Neuland betritt, sollte mit einer temporären Tönung beginnen, denn eine Farbveränderung im Hausgebrauch kann schnell ins Auge gehen. Während sie mit einer Tönung auch mit Nuancen spielen können, ist die große Verwandlung nur mit einer Koloration zu erreichen. Und während Tönungen oder Tönungswäschen nur für kurze Zeit im Haar verbleiben, werden Sie Kolorationen (oder Colorationen, wie die Branche sie meist nennt) so schnell nicht wieder los – jedenfalls nicht durch Auswaschen. Die Farbpigmente wachsen mit der Zeit heraus oder verblassen mit der Zeit. Entspricht das Ergebnis nicht Ihren Vorstellungen, müssen Sie bei einer Koloration gezwungenermaßen mehrere Monate lang mit der ungeliebten Farbe leben.

Haarfarbe Syoss Professional Performance Das Magazin Öko-Test hat ein etwas anderes Herangehen an Haarfarben-Tests als die Stiftung Warentest. In Colorationen wie Syoss Professional Performance fahnden die Tester nach allergisierenden Färbechemikalien – und werden oft fündig. (Bildquelle: amazon.de)

Zu einer Tönung greifen Sie am besten, wenn Sie von einer sanften Veränderung träumen. Diese sogenannten temporären Haarfärbemittel lagern sich nur oberflächlich am Haar an, der erzielte Farbton wäscht sich bereits nach drei bis acht Haarwäschen restlos heraus. Dabei finden keine chemischen Reaktionen mit anderen Bestandteilen statt. Nachteilig ist unter Umständen, dass Sie mit einer Tönung keine starke Veränderung erzielen und die Haare lediglich einen dunkleren Farbton annehmen können. Aufhellen ist nicht möglich. Tönen ist übrigens auch eine gute Möglichkeit, die Haare etwas zu kräftigen und ihnen einen schönen Glanz zu verleihen – oder schlicht, um mit Farbtönen zu spielen, ohne um den Zustand der Haare oder Kopfhaut fürchten zu müssen.

Eine Intensivtönung ist eine Zwischenlösung zwischen Tönung und Koloration. Auch hier wird nicht im herkömmlichen Sinn gefärbt, doch hält sie deutlich länger als eine Tönung. Sie ist weniger strapaziös als eine Koloration, denn sie enthält einen geringeren Anteil an Oxidationsmitteln, baut die natürlichen Pigmente im Haar nicht ab und erhält die Haarstruktur. Aufhellung ist allerdings auch hier nicht möglich. Vor allem Jugendliche unter 16 Jahren, die gern mit ihrem Schopf experimentieren, greifen verstärkt auf Intensivtönungen zurück, da ihnen seit 2011 der Erwerb von Oxidationshaarfärbemitteln per EU-Kosmetikverordnung verboten ist – insbesondere wegen der Allergiegefahren. Wohl deshalb liegen auch Naturhaarfarben stark im Trend. Doch sollten Sie beim Kauf genau hinsehen. So warnte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Jahr 2011 vor Henna-Färbeprodukten aus Asia-Shops, in denen das kritische p-Phenylendiamin (PPD) nachgewiesen werden konnte. Auch in Intensivtönungen können Allergieauslöser stecken. Der Verpackungshinweis "Nicht geeignet unter 16 Jahren" sollten Sie daher durchaus ernst nehmen.

Mit einer Koloration sind dauerhafte und auch extreme Veränderung möglich. Hier werden mehrere Komponenten zusammengemischt, auf der Verpackung sind diese sogenannten permanenten Haarfarben durch Klasse 3 kenntlich gemacht. Die Wirkstoffe brechen die Haarstruktur auf, ziehen die vorhandenen Farbpigmente aus dem Haar und färben es komplett durch. Dadurch können Sie auch hellere Haarfarben als Ihren Originalton und eine gute Grauabdeckung erreichen. Eine Koloration ist für das Haar allerdings keine Wohltat. Spätestens nach vier bis sechs Wochen müssen Sie außerdem zum Nachfärben antreten, denn dann ist der Haaransatz zu einem mehr oder weniger kontrastreichen Streifen herausgewachsen. Schädlich ist Haarefärben mit permanenten Haarfarben nach aktuellen Wissenstand übrigens nicht. Niemand muss mehr befürchten, durch Haarfarben Blasenkrebs zu bekommen.

Was kann ich gegen angefärbte Kopfhaut tun?


Gleich nach dem Anfärbungen können Sie die Kopfhaut mit etwas Wasser, später mit Haarshampoo, alkoholgetränkten Pads oder Zigarettenasche auf einem Wattebausch entfernen. Besser ist es, Anfärbungen vorzubeugen. Das klappt meist ganz gut mit einer auf die Gesichtskonturen und Ohren aufgetragenen fetthaltigen Creme.

Naturhaarfarbe Khadi Haarfarben ohne Chemie liegen im Trend. Naturfärbungen können aber die eigene Haarfarbe nur um etwa einen Ton abdunkeln. Auch Aufhellen klappt nur mit Oxidationsfarben. (Bildqelle: amazon.de)

Wie gut färben Naturhaarfarben?

Im Test überraschen immerhin einige Pflanzenfarben mit gleichmäßigen, satten Tönen. Doch während Chemiehaarfarben den natürlichen Farbton aus dem Haar ziehen und neue Farbpigmente einlagern, legen sich Henna, Walnuss, Indigo und Co nur oberflächlich ab – daher schimmern auch graue Haare als wie von der Sonne ausgeblichen durch. Aber welche Naturhaarfarben tönen am besten? Gut lassen sich Braun- und Rottöne aufs Haar legen, Aufhellen oder Blondieren funktioniert im Test dagegen gar nicht; deutlich dunkler als die Ausgangshaarfarbe ist mit Naturfärbungen nicht oder sehr viel zeitaufwendiger durchzuführen als mit chemischen Haarfarben. Auch kräftige, von Natur aus dunkle Haare benötigen eine längere Einwirkzeit als hellere Ausgangslagen – in jedem Fall deutlich länger als bei chemischen Haarfarben. Chemisch vorbehandeltes Haar lässt sich mit Naturfarben besser tönen als unbehandeltes Naturhaar, feines besser als kräftiges. Treffen Natur­haar­farben auf chemisch gefärbtes Haar, kann es allerdings zu Fehlfärbungen kommen. Die Stiftung Warentest rät, vorher eine Probesträhne zu färben. Wer ein Chemieprodukt im eigenen Farbton trägt, kann schrittweise auf Natur­farben umsteigen, indem er nur den Ansatz färbt.

Von Braun zu Blond – was muss ich beachten?

Beim Aufhellen von dunklen Farbtönen zu Blond gilt es vor allem, Färbeunfälle und Haarschäden zu vermeiden. Experten raten vom Selbstversuch zuhause ab. Das Blondieren insbesondere von dunkel gefärbten Mähnen sollte einem Profi überlassen werden, heißt es im Netz. Der Friseur müsse nicht nur die Haarstruktur genau analysieren und die Färbetechnik darauf abstimmen. Auch werde er prüfen, ob er es mit bereits geschädigtem Haar zu tun hat oder mit häufig gefärbtem Haar. Je mehr chemische Farbpigmente das Haar umüllen, umso aufwendiger – und riskanter – erweist sich das Aufhellen hin zur gewünschten Blond-Nuance.

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