Isotonische Getränke Der Nutzen isotonischer Getränke
Sportgetränke dienen der Elektrolytzufuhr beim intensiven körperlichen Tätigkeiten. Sie sollen den Körper mit den nötigen Kalorien versorgen und die Nährstoffe so schnell wie möglich in den Blutkreislauf bringen. Daher sind Sportgetränke so aufgebaut, dass eine möglichst schnelle Magenpassage erfolgt, denn erst im Dünndarm werden Flüssigkeit und Kalorien resorbiert. Die Sportindustrie bewirbt daher massiv sogenannte isotonische Getränke, die genau diese Eigenschaft aufweisen sollen.
Sportgetränke werden leichter vom Körper aufgenommen
Isotonische Sportgetränke besitzen nämlich das gleiche Verhältnis von Nährstoffen zu Flüssigkeit wie das menschliche Blut. Das heißt, der osmotische Wert entspricht dem des Blutes. Daher können die Elektrolyte im Darm besonders schnell aufgenommen werden. Die Energie steht unmittelbar wieder zur Verfügung. Je nach Mischungsverhältnis verschiedener Zucker (Glucose, Fructose, Saccharose oder Kohlenhydratbeimischungen) mit Natrium wird es ermöglicht, dass der Kohlenhydratmangel – der beim Ausdauersport in jedem Fall auftritt – erst möglichst spät Auswirkungen zeigt.
Iso-Drinks: Wirkung ja, Nutzen nein?
Die Wirkung isotonischer Getränke wird in der Wissenschaft meist nicht in Zweifel gezogen, der tatsächliche Nutzen ist allerdings stark umstritten. Denn gute isotonische Getränke sind vergleichsweise teuer. So wird immer wieder darauf verwiesen, dass Freizeitsportler mit ihren maximal ein, zwei Stunden Sport am Tag gar nicht in jene Region kommen, in welcher eine ernsthafte Schwächung durch den Verbrauch der Glykogenspeicher auftritt. Kohlenhydrate muss man also gar nicht zuführen, und die benötigten Mineralien erhält man in ausreichender Menge aus einfachem Mineralwasser mit hohem Natriumanteil.
Mineralwasser und Apfelschorle reichen für die Masse aus
Und selbst Menschen, die zwei bis drei Stunden joggen gehen, kommen in der Regel gut mit einer preiswerten Apfelschorle hin. Diese besitzt nämlich von Natur aus ziemlich genau den osmotischen Wert des Blutes und versorgt einen Sportler mit allen wichtigen Mineralien und Elektrolyten. Daher raten viele Sportmediziner folgendes:
Auf die genaue Zusammensetzung von isotonischen Drinks achten!
Und selbst dann muss man beim Kauf genau hingucken. Denn in Deutschland ist die Zusammensetzung der Produkte – anders als etwa in Österreich – nicht geregelt. Isotonisch meint hier lediglich, wie schnell die Inhaltsstoffe aufgenommen werden, nicht um welche es sich dabei handelt. Für Freizeitsportler ist es also schwer möglich, das wirklich passende Getränk ohne medizinische Analysen ausfindig zu machen. Denn jeder Organismus reagiert anders auf Sport und benötigt andere Nährstoffverhältnisse. Ferner fällt der osmotische Druck bei jedem Menschen leicht unterschiedlich aus: Die nach einem fixen Mittelwert gemischten isotonischen Drinks müssen also nicht bei jedem gleichermaßen schnell wirken. Dann bleibt doch nur der Griff zur Apfelschorle: Die kann man sich nämlich auch selbst perfekt zurechtmixen, indem man den Wasseranteil schrittweise justiert.



















