Schaukeln

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Ratgeber zu Schaukeln

Standsicher, langlebig, ökologisch verträglich

SchaukelnWenn es ums Austoben in Freien geht, sitzen die Kids bei den Schaukeln in allererster Reihe. In Sachen Material repräsentieren zwei Outdoor-Klassiker die unterschiedlichen Philosophien der großen Gartenspielgeräte-Hersteller: Naturgewachsenes Holz, das sich gut ins Natur-Ambiente fügt und das langlebigere Metall, meist pulverbeschichtet und daher nichtrostend und wetterfest. Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch, sondern nur gute Gründe für das eine oder andere Modell – und viel mehr jenseits der grundlegenden Kriterien von TÜV-/GS-Prüfsiegeln und den zu beachtenden Aufstellmaßen inklusive Platz zum Anschubsen und Abspringen.

Schaukelgestelle aus Holz

Typisch für Holzgestelle ist ihr massiver Auftritt und die Widerständigkeit beim späteren Abbau, da Holz bei Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen „arbeitet“. Die weitaus meisten Holzschaukeln muss sich der Kunde vor Ort selbst zusammenbauen und Holzschaukelnfeststellen, dass nach der Druckimprägnierung nass gelagertes Holz aufgrund seiner Schwundneigung Risse bildet – und (weitere) Bohrungen eine gute Idee wären. Geringeres "Arbeiten" ist übrigens einer der Gründe, warum für Schaukelgestelle meist Nadelholz verwendet wird. Die Idee des Selbstbausatzes von großen Herstellern hat nicht nur bei den Spieltürmen und Gartenspielhäusern, sondern auch bei den Schaukeln Varianten mit Modulcharakter hervorgebracht. Wickey und Gartenpirat etwa heben auf Flexiblitität ab und bieten optional Brett-, Nest-, Bojen- oder Gondelschaukel-Elemente an. Letztgenannte und Wippschaukeln sind im Übrigen ideal für das „soziale Schaukeln“, bei dem es auf die Mitwirkung eines Schaukelpartners ankommt. Fußnote zur Sicherheit: Holzschaukeln bestehen aus Kant- oder Palisadenholz und müssen solide Verbinder und eine Bodenverankerung aufweisen. Die Ständerbalken sollten partiell einbetoniert werden, trotz der durch das höhere Eigengewicht höheren Grundstabilität von Holzgestellen.

MetallschaukelnSchaukelgerüste aus Metall

Erst recht ist bei den leichteren Metallschaukeln für soliden Stand zu sorgen, damit die Kleinen ordentlich aufschwingen können. In Foren taucht häufig die Frage auf, ob nicht Schaukelanker zum Eindrehen in den Boden genügen – insbesondere aus den Reihen von Mietern, denn für eine feste Verbindung eines Gartenspielgerätes mit dem Erdreich muss die Zustimmung des Vermieters her. Eine klare Faustregel lautet, um die äußeren Trägerelemente von Metallschaukeln auch dann ein Betonfundament zu gießen, wenn die Hersteller trickreich abwiegeln, um ihr Käuferpotenzial nicht zu schmälern. Denn nur gesteckt oder tiefer in den Boden gebuddelte Ständer-Palisaden können das Erdreich regerecht aufbohren und die Schaukel zu Kippen bringen. Auf Heimwerkerseiten werden Tipps mit Kunststoff-Eimern diskutiert, die man mitsamt den einbetonierten Ständerpfosten wie Postenschuhe ins Erdreich einbetonieren und beim Abbau leicht wieder herausheben kann. Ein dezidierter Nachteil von Metall gegenüber Holz bleibt: In der Sonne kann es sich gewaltig aufheizen und trotz Beschichtung rosten. Haltbarer als Holz ist Metall trotzdem, auch im Vergleich zum kesseldruckimprägnierten ("kdi"-) Holz. Im Gegenzug weisen zumindest die zertifizierten Holzprodukte eine günstigere Ökobilanz auf und führen zu mehr Nachhaltigkeit im Gartenbereich – für viele Verbraucher zunehmend wichtig.

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