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Unser Fazit
18.10.2013
Singer SVCB 5021
Ein Kraftbolzen alter Schule
In einem Quartett-Spiel wäre der SVCB5021 eindeutig die beliebteste Karte. Denn der Bodenstaubsauger sticht mit seinen technischen Daten jeden seiner fünf Kollegen im Sortiment des Herstellers Singer aus. Das hierzulande eigentlich hauptsächlich für seine Nähmaschinen bekannte Unternehmen hat mit dem Modell einen Kraftbolzen alter Schule aufgenommen, der zwar eine hohe Saugkraft an den Tag legen soll, sich dafür aber auch satt an der Steckdose bedient.
Verbesserungswürdige Energieeffizienz
Anbetracht der Tatsache, dass sich derzeit die Hersteller förmlich darin überbieten, ihre Modelle noch sparsamer zu machen und fast jeder dritte oder vierte Staubsauger daher in seinem Produktnamen die Auszeichnung „ECO“ führt, erscheint der Singer wie aus der Zeit gefallen. Satte 2.400 Watt genehmigt er sich auf maximaler Stufe an der Steckdose, das heißt, gut und gern doppelt so viel wie seine Eco-Konkurrenten. Etwas weniger als ein Fünftel davon setzt er in reine Saugkraft um, nämlich 450 Watt, was wiederum bedeutet, dass seine Energieeffizienz durchaus verbesserungswürdig ist.
Von allem etwas mehr
Doch nicht nur in der Leistungsaufnahme sticht der Staubsauger seine Kollegen aus. Auch der Staubbeutel ist etwas voluminöser – 3,5 Liter anstatt 2,5 Liter im Vergleich zum Kronprinzen SVCB4527 (ECO) – und der Aktionsradius einen Meter größer (7 statt 6 Meter langes Kabel). Leider ist er auch einen Tick lauter, die Differenz beläuft sich bei 72 dB(A) auf 2 bis 3 dB(A). Trotzdem darf auch dem Flaggschiff bescheinigt werden, sich angenehm von seinen lärmenden Kollegen aus der Vorgängergeneration abzugrenzen, die sich mitunter eine Geräusch- beziehungsweise genauer gesagt Lärmkulisse von nicht selten über 80 dB(A) geleistet haben. Ein HEPA-13-Filter, der den Staubsauger uneingeschränkt für Allergiker tauglich macht, rundet das Paket sinnvoll ab.
Fazit
Singer zielt mit dem Staubsauger vermutlich auf Kunden ab, denen der Hype um stromsparende Modelle spanisch vorkommt und den Eco-Modellen keine soliden Saugleistungen zutrauen. Aktuelle Praxistests widersprechen dem zwar, die sparsamen Kollegen wissen – zumindest teilweise – durchaus zu beeindrucken. Bis sich das jedoch auf breiter Front herumgesprochen hat, werden viele Hersteller wohl kaum darauf verzichten, mindestens ein Modell mit hoher Leistungsaufnahme in ihr Programm aufzunehmen – 2.400 Watt suggerieren wie hohe PS-Zahlen Leistung satt. Dafür muss auf der anderen Seite dann auch tiefer in die Tasche gegriffen werden, dass Flaggschiff ist mit 150 EUR um 20 bis 30 EUR teurer als seine beiden Hauptkonkurrenten SVCB4527 (120 EUR) und SVCB4527ECO (130 EUR). Diese beiden Staubsauger liefern eine Saugleistung von bis zu 420 Watt ab, also nur unwesentlich weniger, die Eco-Version erreicht diese Power sogar mit 1.600 Watt maximalem Stromverbrauch. Wer zu Hause also beim Saugen nicht unbedingt Maserati fahren muss, sollte die drei Staubsauger genau miteinander vergleichen.