Schindelhauer Bikes Friedrich (Modell 2014) Test

(Herrenfahrrad)
Friedrich (Modell 2014) Produktbild
  • Sehr gut (1,0)
  • 2 Tests
1 Meinung
Produktdaten:
  • Typ: Citybike
  • Gewicht: 13,9 kg
  • Rahmenmaterial: Aluminium
Mehr Daten zum Produkt

Tests (2) zu Schindelhauer Bikes Friedrich (Modell 2014)

  • Ausgabe: 4/2014
    Erschienen: 06/2014
    Mehr Details

    „sehr gut“

    Preis/Leistung: 5 von 6 Punkten

    „Plus: Rahmen mit aufwändigen, außergewöhnlichen Details; sinnvolle Komponenten; leicht; flottes Fahrverhalten.
    Minus: Edel, aber teuer.“

  • Ausgabe: 9-10/2014
    Erschienen: 08/2014
    5 Produkte im Test
    Seiten: 11

    „sehr gut“

    „Plus: Designrad; hochwertige Ausstattung; pfiffige Details.
    Minus: klobiger Mittelständer.“

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Kundenmeinung (1) zu Schindelhauer Bikes Friedrich (Modell 2014)

1 Meinung
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  • Schindelhauer Freidrich/erste Erfahrungen

    von Hicube
    (Sehr gut)
    • Geeignet für: alltägliches Radfahren, Radweg, Straßen-Radfahren, lange Touren, Anfänger

    Ich habe mir vor einigen Monaten dieses Rad bestellt und möchte hierzu einmal meine bisherigen Erfahrungen mit dem Rad beschreiben, weil ich genau solche Berichte im Internet vor dem Kauf des Rades leider nicht finden konnte. Meine persönlichen Erfahrung sind rein subjektiv und mögen von anderen komplett anderes gesehen werden.

    Mein Anforderungen an das Rad vor dem Kauf:

    1. Das Rad sollte für den Alltagsgebrauch geeignet sein
    2. Es sollte bequem und für längere Strecken entspanntes Fahren ermöglichen, keine extreme Sattelüberhöhung etc.
    3. Es sollte sich von der breiten Masse sonstiger Räder deutlich abheben
    4. Es sollte soweit es geht minimalistisch, reduziert und „schick“ sein. Letzteres ist nicht ganz einfach wenn man so wie ich über 1,9 m groß ist und die Rahmengeometrie dennoch harmonisch und gefällig aussehen soll.
    5. Es sollte eine Nabenschaltung haben, ich mag dieses „Ketten-Schaltungsgedöns“ einfach nicht mehr.

    Nach längerer Suche im Netz und Besuchen diverser Radfachgeschäften bin ich auf Schindelhauer Räder gestoßen.
    Interessant fand ich im zweiten Blick dann auch den Riemenantrieb, also habe ich mich intensiver mit dem Einbau und der Umsetzung verschiedener Hersteller beschäftigt. Hier scheint Schindelhauer ein gutes System entwickelt zu haben, dass eine einfach Handhabung (Spannen des Riemes etc) entwickelt zu haben.

    Letztendlich schien mir das Friedrich von Schindelhauer meinen perönlichen Vorstellungen am Besten zu erfüllen und ich habe es gekauft.

    Nach einigen Wochen des Wartens kam das Rad.
    Erster Eindruck: Das Rad ist hinsichtlich Verarbeitung sahnemäßig und wirkt in Natura noch schöner als auf den Bildern! Wer ein wenig Wert auf Design in Kombination mit hoher Qualität legt wird hier nicht enttäuscht. Auch nach Monaten freue ich mich jedes Mal, wenn ich das Rad erblicke. Einfach toll.
    Die Verarbeitung ist perfekt bis ins Detail. Die Pulverbeschichtung satt und mit viel Farbtiefe (habe die dunkelblau met. Variante). Die geschliffenen Schweißnähte sehen sauber aus.

    Details wie der Vorbau, die Pedale etc sind allesamt sehr gelungen, stimmig und wirklich schick.

    Einzig die Farbe des Gepäckträger passt aus meiner Sicht nicht ganz so gut zu den sonst polierten Aluanbauteilen. Aber daran habe ich mich gewöhnt.
    Dennoch Note hier von mir insgesamt : eine glatte 1!

    Fahrverhalten

    Das Rad fährt sich im Vergleich zu meinem vorherigen Trekkingrad mit Rabeneick Stahlrahmen unheimlich „leichtfüßig“. Es beschleunigt viel besser (geringeres Gewicht). Die 8 Gang Shimano schaltet perfekt und in Verbindung mit dem Riemen passiert das Ganze komplett lautlos. Man hört wirklich nur das Abrollen der Reifen auf dem Asphalt. Ich konnte keinen erhöhten Tretwiderstand aufgrund des Riemenantriebes feststellen, im Gegenteil, alles ist ganz leichtgängig.

    Die Übersetzung der Shimano Nabenschaltung ist hingegen etwas gewöhnungsbedürftig. Die Abstimmung vom 4. bis 6. Gang ist etwas groß, aber man gewöhnt sich daran. Die Pedale geben guten Halt durch ihre Antirutschbeschichtung.

    Der Riemenantrieb verspricht was er hält, keine Wartung, kein Nachspannen (bisher 1000km) bisher, alles super. Er soll ja 40000km halten. Ich habe hier bisher nichts demontieren oder nachstellen müssen.

    Die ergonomisch geformten Handgriffe in Leder sind ausreichend weich und iin Kombination mit dem breiten Alulenker werden eventuelle Stöße recht gut abgefedert. Dennoch sollte man sich darüber klar sein, dass das Rad über keinerlei Federungskomfort verfügt, die polierte Alugabel ist recht „fett“ und damit wenig elastisch und auch der Brooks Sattel hat keine Federn, eventuelle Schlaglöcher schlagen schon einmal durch. Allerdings fahre ich mit dem Rad auch nicht mehr über sehr unebene Strecken, dafür ist es mir irgendwie zu schade. Besonderen Spass machen halt die glatte Asphaltstrecken, lautlos und schnell....
    Die Beleuchtung von Supanova ist einfach klasse und wurde ja bereits im Netz ausreichend gelobt. Zu erwähnen ist noch, dass die Anlage nach kurzer Fahrt eine ausreichende Standlichtfunktion hat, war mir nicht bewußt.
    Die mechanischen Scheibenbremsen von Shimano tun ihren Dienst. Ich war mir beim Kauf bewusst, dass sie an hydraulische Scheibenbremsen nicht herankommen, von daher wurde ich nicht wirklich entäuscht. Sie funktionieren einwandfrei, könnten nach meinem Geschmack etwas mehr Grip haben.

    Die Rahmengeometrie ist insgesamt ausgewogen, der Rahmen ist recht gestreckt, so dass auch große Leute mit entsprechend großen Füßen beim Treten nicht an die Satteltaschen stossen.
    Auch große Leute wie ich (1.94m) sollten auf dem größten (= 62iger) Rahmen gut klarkommen. Allerdings ist dieses Rad wie die meisten Räder, eher sportlich ausgelegt. Eine aufrechte Sitzhaltung ist nicht. Man sitzt aufgrund der, wenn auch sehr geringen, Sattelüberhöhung permanent leicht vorn gebeugt. Bei längeren Strecken kann das manchmal etwas störend sein. Kann auc an meinen normaltrainierten Rücken liegen, wer weiss. Leider bietet Schindelhauer keinen verstellbaren Vorbau oder eine etwas längere Vorbauerhöhung an, würde der Optik sicher nicht ganz so gut tun, aber für Trekkingkunden insgesamt ein noch entspannteres Fahren sorgen. Da sollte Schindelhauer mal drüber nachdenken.
    Ich werde mir ggf. aus dem Ersatzteilsortiment einen entsprechenden Vorbau montieren, auch wenn der die sonst so schlichte Eleganz damit etwas „verunziert“ wird.

    Gleiches gilt dem Ständer, den man verzweifelt sucht. Das Rad hat zwar als einizges Schindelhauer Rad eine entsprechende Grundplatte, es wird allerdings ohne Ständer ausgeliefert und schindelhauer hat auch keinen, auf das Gesamtkunstwerk abgestimmten Ständer im sortiment, wäre wünschenswert. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und lehne das Rad halt irgendwo an.

    Irgenwo im Netzt habe ich gelesen, dass es keine Schlosslösung für dieses Rad gibt. Ja, korrekt, aber mal ehrlich. wer braucht das? Ich habe mein Spiralschloss in der Satteltasche und benötigte keines im oder am Rahmen montiertes Schloss. Aber da sind Geschmäcker sicher verschieden.

    Einen wirklichen Kritikpunkt habe ich dann zum Schluss doch noch. Das Rad hat nach meinem Empfinden insgesamt einen guten Geradeauslauf, allerdings sind „Freihand-Fahrten“ dennoch nicht ganz einfach. Ich habe noch nicht genau herausgefunden, woran es liegt. Es hat nicht mit dem Vorderrad, einem schwergängigen Lenkkopflager o.ä. zu tun. Insgesamt kann man freihändig fahren, es bedarf aber einer höheren Grundgeschwindigkeit und einem erhöhten Ausbalancieren (im Vergleich zu meinem 20 Jahre alten Rabeneick, mit dem ich blind über Stock und Stein freihändig fahren konnte). Ich vermute, dass das Friedrich sich aufgrund der gestrecken Geometrie des Rahmens (längerer Radstand) einerseits nicht so leicht in die Kurve bzw. zu entsprechenden Korrekturen zwingen lässt, andererseits dadurch etwaige Korrekturen nicht so zügig durchgeführt werden können. Diese gewisse Trägheit ist vielleicht mit mehr Übung beherschbar, aber etwas störend und ich befürchte, dass man das auch mit viel Übung nie ganz weg bekommt. Ich werde das weiter untersuchen. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp, woran es sonst liegen könnte.

    Fazit:
    Insgesamt würde ich dem Rad nach mehrwöchigen Testfahrten eine 1 -geben.
    Ich bereue es jedenfalls keinen Tag dieses nicht ganz preisgünstige Rad gekauft zu haben, dass so manchen Blick von anderen Radfahrern auf sich zieht.

Datenblatt zu Schindelhauer Bikes Friedrich (Modell 2014)

Ausstattung Riemenantrieb, Gepäckträger, Lichtanlage, Schutzblech
Bremsentyp Scheibenbremse
Erhältliche Rahmengrößen 50 / 54 / 58 / 62 cm
Federung Keine Federung
Felgengröße 28 Zoll
Geeignet für Herren
Gewicht 13,9 kg
Modelljahr 2014
Rahmenmaterial Aluminium
Schaltgruppe Shimano Alfine 8 Gang
Schaltung Nabenschaltung
Typ Citybike
Zulässiges Gesamtgewicht 140 kg

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