Beim RH8857 Air Force Extreme handelt es sich um eine Version des zeitgleich neu ins Sortiment von Rowenta aufgenommenen RH8771. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Stielstaubsaugern liegt im Akku. Während die 8871-er-Version mit einem starken 25,2-Volt-Akku ausgestattet ist, leistet der Akku des schwächeren Modells nur 18 Volt. Unbeschadet davon jedoch sind beide Handstaubsauger mit einer Zyklon-Technologie ausgestattet, die groben und feinen Staub effizient aus der eingesaugten Luft herausfiltert.
Ein für die Saugleistung eines Staubsaugers entscheidendes Bauteil ist die Bodendüse, die im Fall des Rowenta mit gleich drei Besonderheiten aufwartet. Zum einen nämlich besitzt sie extra große Lufteinlasskanäle, so dass grobe Schmutzpartikel nicht von der Düse weggeschoben, sondern eingesaugt werden. Zweitens ist die Düse noch zusätzlich mit einer Elektrobürste ausgestattet, die mit 6.200 Umdrehungen rotiert und ebenfalls dazu beiträgt, dass die Staub-/Schmutzaufnahme verbessert wird. Wie Praxistests der 24-Volt-Version des Rowenta, die schon seit einiger Zeit zum Beispiel in Frankreich, Italien und Spanien vertrieben wird, belegen, meistert der Stielstaubsauger nicht nur Hart-/Glattböden außergewöhnlich gut, sondern liefert auch auf Teppichböden eine sehr gute Leistung ab – die mit Sicherheit zu einem Großteil auf die Bürstenwalze zurückzuführen ist. Allerdings haben Bürstenwalzen einen Nachteil, denn Haare zum Beispiel, aber auch Staubfussel, verfangen sich recht gern in den Bürsten, die dementsprechend einer sorgfältigen Wartung und Pflege bedürfen. Drittens schließlich weist die Düse eine Delta-, also Dreiecksform auf. Von Vorteil ist diese Bauform beim Saugen von Ecken und Kanten, für größere Flächen jedoch soll sie sich nicht so optimal eignen, zumal die Düse insgesamt auch recht schwer und relativ ungelenk sein soll. Das Handling des Stielstaubsaugers bedarf daher etwas Übung.
Zyklontechnologie
Der Staubsauger setzt die Fliehkraft ein, um Staub und Schmutz aus der eingesaugten Luft herauszufiltern, und in dieser Hinsicht stellen der 24-Volt-Version die meisten Kunden sowie Praxistest sehr gute Noten aus. Das System aus annähernd 1.000 Luftwirblern erfasst nicht nur grobe Partikel, sondern auch feinen Staub, der zusätzlich noch von einem Filter abgepasst wird. Obwohl dem Stielstaubsauger ein HEPA-Filter fehlt, eignet er sich daher vermutlich auch gut für Allergiker. Der Staub sammelt sich schließlich in einem Behälter, dessen Fassungsvermögen nicht allzu groß sein dürfte – bei der 24-Volt-Version beläuft sich das Volumen auf gerade einmal 0,5 Liter. Bei größeren Wohnflächen kann es also notwendig werden, den Behälter zwischendurch zu leeren. Diese Prozedur ist beim Rowenta jedoch recht komfortabel gelöst. Auf Knopfdruck öffnet sich der Boden des Behälters, so dass die ganze Angelegenheit vergleichsweise staubfrei über die Bühne geht. In den Praxistests wird zudem explizit erwähnt, dass der Staubsauger im Betrieb relativ leise sein soll – keine Selbstverständlichkeit für ein beutelloses Modell.
Fazit
In der Ankündigung beider Stielstaubsauger stellt Rowenta aufgrund der verbauten Akku-Technologie zum einen eine lange Laufzeit von bis zu 55 Minuten sowie eine Saugleistung in Aussicht, die der eines 2.200-Watt-Modells entsprechen soll. Im Blick ist dabei sicherlich die stärkere Version mit 25,2- Volt, also der RH 8771. Die 8857-er-Variante dürfte mit ihrem 18-Volt-Akku natürlich nicht ganz so leistungsstark sein. Genau wissen werden wir dies jedoch erst, sobald beide Staubsauger in den Handel gekommen sind und die ersten Praxistest durchlaufen haben. Die guten Testergebnisse sowie auch Kundenrezensionen der 24-Volt-Version lassen jedoch vermuten, dass es sich lohnt, die Geräte im Blick zu behalten, da sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Spitzengruppe in ihrer jeweiligen Leistungsklasse einreihen werden. Die 8771-er-Version soll für rund 250 EUR an den Start gehen, was für den kleineren Bruder bezahlt werden muss, steht zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht fest.