Das Wichtigste auf einen Blick:
- Tests beweisen: Optimales Kissen für alle Schlaf- und Körperbautypen gibt es nicht
- Höhe und Form nach der bevorzugten Schlafposition auswählen
- Stiftung Warentest: Wer oft verspannt ist, sollte ein höhenverstellbares Modell ausprobieren
- Kissen mit Memoryschaum steigern ihre Elastizität durch Körperwärme
- Kerne vieler Kissen bestehen aus entnehmbaren Schichten
- Vorgeformte Nackenkissen sollten nicht zu hoch sein
Stiftung Warentest zufolge können Rückenschläfer:innen und Menschen ohne Beschwerden bedenkenlos bei ihrem Federkissen bleiben. Dennoch gibt es Nackenstützkissen, die für viele spürbare Verbesserungen bringen. (Bildquelle: amazon.de)
Das Ziel eines Nackenkissens ist es, Kopf und Halswirbelsäule sanft in eine anatomisch optimale Position zu bringen – das ist wichtig, um bestehende Beschwerden zu lindern. Die speziellen Kissen beheben zwar keine Ursachen, verhindern jedoch eine Verschlimmerung von Verspannungen. Tests zeigen: Wer zu den besten Nackenkissen wie dem Paradies reVita Ergonomic greift, tut sich definitiv etwas Gutes. Gleichwohl können breitschultrige Seitenschläfer:innen, Schmalschultrige und Rückenschläfer:innen meist ohne Weiteres bei ihrem Federkissen bleiben. Das gilt ebenso für Personen ohne jegliche Beschwerden.
Höhe und Form je nach Schlafposition wählen
Ein Nackenkissen sollte vor allem Kopf und Nacken stützen, die Schulter jedoch frei lassen. Die richtige Höhe und Gestaltung richtet sich nach Ihrer bevorzugten Schlafposition. Rückenschläfer:innen kommen mit einer flachen Variante aus, da ein zu hohes Kissen die Wirbelsäule überdehnen kann. Seitenschläfer:innen brauchen ein höheres Kissen, um die Wirbelsäule möglichst gerade auszurichten. Bauchschläfer:innen sollten idealerweise gar kein Kissen verwenden; falls doch, dann sollte es besonders flach sein, um die Belastung im Halswirbelbereich zu minimieren. Hersteller wie The Third of Life berücksichtigen außerdem den Seitenkippschläfer-Typ, der auf sternförmigen Kopfkissen besser liegt und leichter atmen kann.Wie ermittelt Stiftung Warentest den individuellen Stützbedarf bei Rückenschläfer:innen?
In den Testtabellen differenziert die „test“-Redaktion zwischen Rückenschläfer:innen mit höherem und geringerem Stützbedarf für den Kopf.Mithilfe dieser Kurzanleitung können Sie Ihren Bedarf abschätzen:
- Stellen Sie sich aufrecht und entspannt hin. Ziehen Sie Ihre Schulterblätter an die Wand, ohne den Kopf anzulehnen.
- Halten Sie den Kopf so, dass Ihre Halsmuskeln entspannen, und schauen Sie geradeaus auf einen Punkt in Augenhöhe.
- Lassen Sie eine weitere Person den Abstand zwischen Wand und Kopf messen. Liegt er bei circa 2,5 cm, ist Ihr Stützbedarf gering. Bei etwa 7 cm ist ein höheres Kissen empfehlenswert.
- Schmalschultrige Seiten- und Rückenschläfer:innen sollten die Testergebnisse genau prüfen, da manche Kissen für sie zu hoch sind.
Tests zeigen: Höhenverstellbare Nackenkissen sind am sinnvollsten
Mit Seitenaussparungen für freie Atemwege beim Schlafen auf dem Bauch: das Tempur Ombracio Bauchschläferkissen in Schmetterlingsform. (Bildquelle: amazon.de)
Laut Stiftung Warentest gibt es kein universelles Nackenkissen, das allen Schlaftypen gleichermaßen gerecht wird – mit Ausnahmen wie dem Diamona, Paradies, Centa-Star und Werkmeister. Die besten Nackenkissen lassen sich in der Höhe anpassen. Besonders bei den flachen Kissen für Rückenschläfer:innen trifft das leider selten zu, obwohl auch hier die Lücke zwischen Hinterkopf und Schulter gut ausgefüllt werden sollte. Variabel einstellbare Seitenschläfer-Kissen, beispielsweise mit Einlegekeilen oder Schaumstoff-Rohren, sind dagegen häufiger erhältlich. Sie stützen die Halswirbelsäule und positionieren den Kopf ergonomisch vorteilhaft. Bauchkissen sind besonders dünn, oft schmetterlingsförmig mit Armaussparungen, und sind ebenfalls meist nicht höhenverstellbar.
Wer regelmäßig mit Verspannungen aufwacht, sollte ein höhenverstellbares Nackenkissen mit herausnehmbaren Einlagen testen. Ohne Beschwerden können Sie sorglos bei Ihrem Federkissen bleiben. – Stiftung Warentest
Vorgeformte Kopfmulde versus klassisches Kuschelkissen
Nackenkissen mit vorgeformter Mulde sollten nicht zu hoch ausfallen, damit die Halswirbelsäule nicht durchbiegt oder Nerven eingeklemmt werden. Auch hier gilt: Eine verstellbare Höhe ist eines der wichtigsten Auswahlkriterien. Außerdem sollte das Kissen nicht so groß sein, dass die Schultern darauf liegen. Meist genügen Modelle in 40 x 80 Zentimeter, einige sind noch kompakter. Manche Kissen sind mit Daunen oder Federn gefüllt und fühlen sich dadurch weicher an; sie lassen sich ähnlich wie ein herkömmliches Kissen knuddeln. Denn auch wenn Gesundheit Priorität hat, soll das Bett immer ein Ort zum Wohlfühlen bleiben.Stiftung Warentest: Kopf soll langsam einsinken und danach allmählich unterstützt werden
Im Vergleich zu üblichen Federkissen sind Nackenstützkissen recht fest. Viele bestehen jedoch aus thermoelastischem Schaum, der sich durch Körperwärme weicher und formbarer macht. So entsteht eine Mulde, die den Kopf stabil und anatomisch korrekt hält – auch über Stunden. Dennoch ist der „Memoryschaum“ nicht für alle geeignet und löst keine Schmerzen oder Verspannungen. Die Stiftung Warentest vergibt sogar ein „Mangelhaft“ für irreführende Gesundheitsversprechen unter dem Testpunkt Deklaration und Werbung.Angenehm ist, wenn der Kopf gleichmäßig in den Schaumstoff einsinkt und das Kissen ihn danach zunehmend stützt. Beachten Sie, dass der Memoryschaum erst durch Körperwärme aufweicht, was in kühlen Schlafzimmern etwas länger dauern kann. Alternativ bieten viele Kissen einen Kern aus Latex mit ähnlichen Eigenschaften. Diese Modelle sind häufig teurer, dafür aber auch langlebiger, was die Mehrkosten im Laufe der Zeit rechtfertigt.





















