Warnmelder mit Display sind besser lesbar und sollten in keinem Haushalt mit Kamin oder Gasheizung fehlen.
Wir beraten Sie unabhängig: In unserer Liste finden Sie die aktuell besten CO-Melder aus Tests und Meinungen. Durchschnittlich werden die Produkte mit Note 1,6 bewertet. Aktuell an der Spitze ist X-Sense CO03D.
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Zeigt die Konzentration und vorangegangene Alarme an
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Ratgeber: Kohlenmonoxid-Melder
Schutz vor dem Tückischsten aller Tode
Das Wichtigste auf einen Blick:
Kohlenmonoxidmelder sollten bei Besitzern von Kaminen und Gasheizungen nicht fehlen
Verhindern Erstickungstod
Am besten Geräte mit Display nutzen, die die Gaskonzentration anzeigen können
Auf die Lebensdauer der Geräte achten
Vernetzte Geräte können im Alarmfall Push-Benachrichtigungen z.B. senden oder andere smarte Aktionen auslösen
CO-Melder schützen Leben, indem sie vor dem geruchlosen Gas durch einen akustischen Alarm warnen. (Bildquelle: amazon.de)
Rauchmelder sind mittlerweile in allen 16 deutschen Bundesländern Pflicht. Gesetzliche Vorgaben schreiben sie vor, andernfalls kann im Brandfall der Versicherungsschutz erlöschen. So wichtig die Warnung bei Rauchvergiftungen auch ist: Andere häusliche Gefahren werden dadurch leicht übersehen. Besonders für Kaminbesitzer und Nutzer von Gasheizungen besteht nämlich eine andere, heimliche Bedrohung. Diese ist sogar noch heimtückischer als Rauch.
Kohlenmonoxid: geruchlos und unsichtbar
Kohlenmonoxid entsteht überall da, wo Verbrennung stattfindet. Das Gas ist besonders gefährlich, da es geruchlos, farblos und für den Menschen sonst nicht wahrnehmbar ist. Meist bemerkt man seine Wirkung erst, wenn es schon zu spät ist – das Bewusstsein schwindet und man erstickt. Dass in Deutschland vergleichsweise wenige Menschen durch Kohlenmonoxidvergiftungen sterben, ist vor allem der sorgfältigen Arbeit der Schornsteinfeger zu verdanken. Sie überprüfen regelmäßig Öfen und Brenner und sorgen dafür, dass kein CO-Gas entweicht.
Als Kaminbesitzer ist ein CO-Melder empfehlenswert
Trotz aller Vorsicht können Unfälle jederzeit passieren und niemand ist davor gefeit, dass die eigene Anlage irgendwann eine Fehlfunktion entwickelt. Moderne Gasheizungen sind inzwischen so sicher, dass solche Zwischenfälle äußerst selten sind. Anders verhält es sich bei Kaminen und Holzöfen: Dort übernehmen wir Nutzer selbst die Wartung, reinigen sie, befüllen sie mit Brennstoff und bedienen sie – und durch einen Bedienfehler kann schnell eine gefährliche Situation entstehen. Auch Besitzer von Wohnmobilen oder Haushalten mit Gaskocher und Petroleumheizung sollten vorsorgen.
Neue Risikofaktoren: Tiefgaragen und Elektrofahrzeuge
Wer eine Garage oder einen Kellerraum an das Wohngebäude angebaut hat, sollte ebenfalls über einen CO-Melder nachdenken – insbesondere dann, wenn dort Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor oder ältere Generatoren betrieben werden. Zwar emittieren reine Elektrofahrzeuge selbst kein CO, doch können im Brandfall von Lithium-Ionen-Akkus giftige Gase entstehen. In solchen Bereichen empfiehlt sich zusätzlich ein Kombimelder, der sowohl Kohlenmonoxid als auch weitere Schadstoffe erkennt.
Darauf sollten Sie bei einem CO-Melder mit Display achten
Für jeden Raum mit Kamin, Ofen oder Gasgerät empfiehlt sich die Installation eines CO-Melders. Dabei sollte man auf ein qualitativ hochwertiges Gerät setzen, das der europäischen Norm EN 50291 entspricht – dieses Prüfzeichen sollte auf der Verpackung erkennbar sein. Geräte ohne Zertifizierung nach dieser Norm bieten keine zuverlässige Sicherheit. Aktuelle Qualitätsmodelle sind ab etwa 30 bis 40 Euro erhältlich. Diese Modelle geben nicht nur sofort Alarm bei erhöhten CO-Werten (mindestens 85 dB gemäß Norm), sondern zeigen die aktuelle Konzentration in ppm (parts per million) auf einem Display an. Das ist praktisch, weil so bereits bei einem leichten Anstieg des Wertes rechtzeitig reagiert werden kann, bevor das Risiko zu groß wird.
Smarte CO-Melder: Vernetzung und App-Anbindung
Wer sein Zuhause smart vernetzt hat oder plant, sollte 2025/2026 auch bei CO-Meldern auf Vernetzbarkeit achten. Vernetzte Geräte – etwa über WLAN, Zigbee oder Z-Wave – können im Alarmfall nicht nur akustisch warnen, sondern auch Push-Benachrichtigungen auf das Smartphone senden oder andere smarte Aktionen auslösen, etwa Fenster öffnen oder die Heizung abschalten. Einige Modelle lassen sich in Systeme wie Amazon Alexa, Google Home oder Apple HomeKit einbinden. Auch rein mechanisch vernetzte Melder, bei denen mehrere Geräte im Haus gleichzeitig Alarm schlagen, erhöhen die Sicherheit erheblich – besonders in mehrgeschossigen Häusern.
Richtige Montage: Wo CO-Melder installiert werden sollten
Für eine optimale Wirkung sollte ein CO-Melder auf Atemhöhe, also zwischen 1,50 und 1,80 Meter Wandhöhe, oder an der Zimmerdecke montiert werden. Anders als Rauchmelder, die ausschließlich an der Decke montiert werden, kann Kohlenmonoxid aufgrund seiner nahezu gleichen Dichte wie Luft im gesamten Raum verteilt sein. Montieren Sie den Melder in der Nähe von Schlafzimmern und in jedem Raum, in dem eine Feuerstätte oder ein gasbetriebenes Gerät vorhanden ist. Vermeiden Sie die Installation in feuchten Bereichen wie Bädern oder direkt neben Kochstellen, da Feuchtigkeit und Dämpfe Fehlalarme auslösen können.
Achten Sie auf das Herstellungsdatum beim Kauf!
Ein wichtiger Hinweis betrifft die angegebene Lebensdauer: Hersteller beziehen sich meist auf eine Lebensdauer von 5 bis 7 Jahren ab Herstellungsdatum. Da CO-Melder nicht so regelmäßig gekauft werden wie preiswerte Rauchmelder, lohnt sich ein genauer Blick auf die Verpackung, um das Produktionsdatum zu prüfen. Sonst besteht die Gefahr, dass die Laufzeit durch Lagerung bereits deutlich reduziert ist. Nach Ablauf der angegebenen Lebensdauer muss das Gerät zwingend ersetzt werden – eine regelmäßige Funktionsprüfung per Testknopf (mindestens monatlich) sowie bei Batteriebetrieb der jährliche Batteriewechsel sind unbedingt empfohlen. Beachten Sie auch den Unterschied zwischen batteriebetriebenen Geräten und fest verdrahteten Modellen mit Backup-Batterie: Letztere bieten mehr Zuverlässigkeit und sind besonders für dauerhaft bewohnte Objekte zu empfehlen.
Mit CO2-Sensoren können Sie die Raumluftqualität im Blick behalten. Sie prüfen den Kohlenstoffdioxidgehalt in der Luft und können beim Erreichen von definierten Grenzwerten durch optische und akustische Signale anzeigen, wann Sie lüften müssen, um die Raumluftqualität wieder in den „grünen“ Bereich zu bekommen.