Bügel­bret­ter: Tests & Test­sie­ger

Gute Bügelbretter sind standfest und saugen sich nicht mit Wasser voll. Das ist insbesondere bei dampfstarken Bügeleisen und Dampfstationen wichtig. Wir zeigen Ihnen die derzeit besten Bügelbretter am Markt. Dafür haben wir Tests und Meinungen ausgewertet und zu einer Gesamtnote verrechnet.

5 Tests 57.600 Meinungen

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Ratgeber: Bügelbretter

Kleine Typen­lehre

Das Wichtigste auf einen Blick:
  1. Billig-Brettet nässen schnell durch oder sind wackelig
  2. Metallgitter und üppiger Bezug sind Pflich
  3. Achten Sie unbedingt auf eine passende Höhe des Bretts
  4. Bei Dampfstationen ist ein aktiver Bügeltisch zu empfehlen

So bügelt es sich entspannter - mit einem guten Bügelbrett. Bildquelle: Vileda

Sicherlich reicht zum gelegentlichen Aufbügeln ein einfaches Bügelbrett für 20 Euro vollkommen aus. Doch sobald unter Einsatz von viel Dampf, also mit einem kräftigen Dampfbügeleisen, gebügelt wird oder die Bügelwäsche hochalpine Formen annimmt, empfiehlt sich die Investition in ein solides, mit Komfortfunktionen ausgestattetes Modell. Und wer sogar mit einer Dampfbügelstation arbeitet, sollte auf gar keinem Fall auf einen Aktiv-Bügeltisch verzichten – auch wenn die Investition dafür mindestens so teuer kommt wie die Dampfstation selbst.
Doch zuerst zu den einfachen Bügeltischen. Im Unterschied zu den Mitnahme-Modellen aus dem Discounter-Markt besteht die Bügelfläche nicht aus einem Holzbrett mit einem meistens sogar nur aufgetackerten Bezug. Die Basis bildet vielmehr ein Metallgitter, das mit Schaumstoff oder Filz gepolstert und abschließend mit einem abnehmbaren und waschbaren Bezug versehen ist. Die Polsterung sollte nicht zu dünn ausfallen, da sich sonst das Gittermuster durchdrücken kann. Außerdem gleitet das Bügeleisen über ein dickes Polster besser. Aufgrund der Gitterstruktur kann ferner der Dampf nach unten entweichen, der Bezug saugt sich weniger stark mit Wasser voll. Bezüge mit einer metallischen Oberfläche wiederum reflektieren zwar die Hitze besser und bügeln daher quasi „von unten“ mit. Vielen Benutzern sind sie aber zu rutschig, außerdem kann der Dampf nicht entweichen. Sie sind daher eher für Trockenbügeleisen zu empfehlen.

Praxischeck: Was ist wichtig bei einem Bügelbrett?

Bügelbrett vom Marktführer Leifheit Machen Sie ruhig einen Härtetest - ein Bügelbrett muss standfest sein. Bildquelle: Leifheit

Das A und O jedes Bügeltisches ist die Standfestigkeit. Er sollte eine möglichst verwindungssteife Konstruktion aufweisen, einige Modelle besitzen sogar an den Standfüßen die Möglichkeit zum Bodenausgleich. Fällt der Abstand zwischen den Füßen großzügig aus, kann sogar im Sitzen gebügelt werden – für ältere Menschen oder bei Wäschebergen mitunter eine Wohltat. Dazu muss der Bügeltisch allerdings auch in der Höhe verstellbar sein, was in der Regel der Fall ist. Größere Personen sollten dabei auf eine maximale Höhe des Bügeltischs von ungefähr einem Meter achten, optimal ist eine stufenlose Verstellmöglichkeit. Hydraulisch verstellbare Bügeltische sind zwar das Nonplusultra an Komfort, können aber nicht zusammengeklappt werden. Und apropos Zusammenklappen: Nur ein Bügeltisch mit einer Transportsicherung klappt sich nach dem Verstauen nicht aus Versehen auf.

Welche Bügelbretter eignen sich besonders für Dampfstationen und Vielbügler

Vielbügler sowie Besitzer einer Dampfbügelstation sollten sich einen Tisch mit Komfortausstattung gönnen. Zu ihr zählt eine möglichst stabil befestigte Steckdose, die mehr Freiraum beim Bügel ermöglicht, sowie einen flexiblen Kabelhalter. Hilfreich kann auch eine schwenkbare Ablage für das Bügeleisen sein sowie eine eingearbeitete Schulterpassform und eine (zumindest optional erhältliche) Ärmelauflage, die das Bügeln von Blusen und Hemden erleichtern. Für Linkshänder wiederum gibt es spezielle Bügeltische mit spitz zulaufenden Enden, denn nicht auf jedem herkömmlichen Tisch lässt sich mit Links gut bügeln. Als ideale Größe wiederum gelten Bügeltische mit einer Breite von 40 bis 45 Zentimetern und einer Länge von 130 bis 150, um auch größere Wäschestücke komfortabel auflegen zu können.

Das Kondenswasser nässt nicht Ihren Fußboden ein, sondern sammelt sich in einem Behälter - wie beim Brabantia. Bildquelle: Brabantia

Wer schließlich mit einem leistungsstarken Dampfbügeleisen oder sogar einer Top-Dampfbügelstation arbeitet, sollte sich unbedingt einen Aktiv-Bügeltisch zulegen. Die Geräte besitzen eine Ansaug- und Absaugfunktion, das heißt, der überschüssige Dampf kann nicht kondensieren oder sich im Bezug sammeln. Außerdem werden empfindliche und leichte Stoffen auf die Bügelfläche angesaugt und damit gleichsam fixiert, damit sie sich leichter faltenfrei bügeln lassen. Die Ansaugfunktion zieht auch den Dampf durch das Gewebe und steigert damit die Effektivität des Dampfbügeleisens, was bei schweren Stoffen einen Vorteil mit sich bringt. Einige Modelle blasen den Bezug außerdem auf und erzeugen dadurch eine Art Luftkissen, auf dem das Bügeleisen leichter über die Wäschestücke gleitet. Beheizbare Bügeltische schließlich unterstützen das Bügeln ebenfalls, da sie einer Durchnässung der Wäsche entgegenwirken. Allerdings haben Aktiv-Bügeltische einen großen Nachteil: Sie sind nicht selten teurer als das Dampfbügeleisen oder die Bügelstation selbst, weswegen viele vor einem Kauf zurückschrecken. Doch ohne eine zusätzliche Unterstützung durch die diversen Saug- und Blasfunktionen läuft man Gefahr, dass die positive Wirkung der hohen Dampfproduktion geradezu verpufft, da sowohl die Wäsche als auch der Bügeltisch nur durchnässt und nicht faltenfrei glatt gebügelt werden.

Schwer im Trend: Dampfbürsten machen Bügelbretter überflüssig

Sie bügeln lediglich ab und zu ein paar Hemden oder, noch genauer, frischen diese kurz auf: Dann können Sie sich eigentlich die Anschaffung eines Dampfbügeleisens sowie eines Bügelbretts sparen. Als Alternative bieten sich Dampfbürsten , Stand-Dampfglätter oder sogar Bügelpuppen an, die seit ein paar Jahren schwer im Trend sind. Für Perfektionisten, was Bügelwäsche betrifft, sind diese Geräte allerdings definitiv ein Fehlkauf.

von Wolfgang Rapp

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