Stärken
Schwächen
Ideal für den privaten Einsatz und mit vergleichsweise geringem Stromverbrauch: das Einhell Hauswasserwerk GC-WW 8042 ECO. (Bildquelle: amazon.de)
Üblicherweise sind Gebäude an das öffentliche Wassernetz angeschlossen und erhalten somit Brauch- und Trinkwasser. Ein Hauswasserwerk kommt dann zum Einsatz, wenn keine kommunale Versorgung besteht oder keine Anschluss- und Benutzungspflicht im öffentlichen Wassernetz herrscht – wie es in Deutschland fast immer der Fall ist. Während Trinkwasser hier die Ausnahme ist, setzen immer mehr Hausbesitzer auf eigene Brunnen oder Regenwassersammelsysteme zur Versorgung mit Brauchwasser, da dies eine günstige Alternative zu Leitungswasser darstellt. Neben dem Verwendungszweck steht die Qualität der Pumpe besonders im Fokus.
Eindeutiger Vorteil: Wasser sparen und Kosten senken
Vor allem die WC-Spülung und die Waschmaschine werden in den meisten Haushalten mit Leitungswasser betrieben. Hier lässt sich das teure Trinkwasser durch Regen- oder Brunnenwasser ersetzen. Diese Methoden sind nicht nur unkompliziert, sondern auch kostensparend und ressourcenschonend. Besonders bei der Waschmaschine funktioniert das sehr gut: Regen- oder Brunnenwasser enthält weniger Kalk, schont das Gerät und reduziert den Waschmittelverbrauch um bis zu 50 Prozent – was auch den Geldbeutel entlastet. Ein weiteres sinnvolles Einsatzgebiet ist die Bewässerung des Gartens, wo oft Hauswasserautomaten genutzt werden, da sie einen gleichmäßigen Wasserdruck gewährleisten. Auch die Druckerhöhung im Hauswassersystem ist eine häufige Anwendung. Wenn Sie ein Hauswasserwerk für die Trinkwasserversorgung nutzen möchten, muss das System jedoch speziellen Trinkwasservorschriften entsprechen und regelmäßig überwacht werden.Wichtig: Rechtliche Pflichten bei Regenwassernutzung im Haus
Wer Regenwasser nicht nur für die Gartenbewässerung, sondern auch für WC-Spülung oder Waschmaschine nutzen möchte, muss einige gesetzliche Vorgaben beachten. Seit der Novellierung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) im Juni 2023 gilt: Jede neu errichtete Regenwassernutzungsanlage im Einfamilienhaus muss spätestens vier Wochen vor Baubeginn dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden. Außerdem ist eine strikte Trennung von Regen- und Trinkwassernetz vorgeschrieben – Leitungen müssen dauerhaft farblich unterschiedlich und Entnahmestellen als Nichttrinkwasser gekennzeichnet sein. Eine direkte Verbindung beider Systeme ist unzulässig und kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Für die Einspeisung in die Hausinstallation ist ein sogenannter freier Auslauf gemäß DIN 1988 Teil 4 vorgeschrieben. Seit 2025 priorisiert zudem die EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) die lokale Nutzung und Versickerung von Regenwasser – was Regenwassernutzungsanlagen zusätzlich attraktiv macht und in manchen Kommunen sogar förderungsfähig ist.Top-Leistungs-Hauswasserwerke im Überblick
| Leistung | Unser Fazit | Stärken | Schwächen | Bewertung | Angebote | |
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ab 199,00 € ![]() Sehr gut 1,2 |
1400 W |
Leistungsstark mit Edelstahlkessel und Filter Weiterlesen |
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18 Meinungen 1 Test |
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ab 168,95 € ![]() Sehr gut 1,4 |
1200 W |
Langlebiges Edelstahlgehäuse trotz günstigem Anschaffungspreis Weiterlesen |
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4 Meinungen 1 Test |
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ab 204,99 € ![]() Gut 1,6 |
1200 W |
Hohes Leistungsvermögen bei ebenso hohem Stromverbrauch Weiterlesen |
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1.772 Meinungen 1 Test |
Welches Hauswasserwerk passt zu welchem Zweck?
Handelt es sich vorwiegend um die Förderung von Brauchwasser, so pumpt das Hauswasserwerk Regen- oder Brunnenwasser aus einer Zisterne in das Wassernetz. Für die Trinkwasserversorgung wird meist ein externer Tank verwendet. Grundsätzlich besteht ein Hauswasserwerk aus einer Pumpe, einem Druckausgleichsbehälter und einem Manometer. Die Pumpe läuft über eine Drucksteuerung, die bei einem definierten Minimaldruck – meist etwa 3 bis 3,5 bar – anspringt. In der Regel sind Kreisel- oder Tauchpumpen direkt im Wasserbehälter verbaut; seltener kommen Jetpumpen in der Zuleitung zum Druckbehälter zum Einsatz. Der Druckbehälter sorgt dafür, dass der voreingestellte Wasserdruck an den Entnahmestellen möglichst konstant bleibt. Je größer der Behälter, desto seltener muss die Pumpe anspringen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Pumpe dafür jedoch länger läuft, bis der Behälter wieder gefüllt ist. Für den Betrieb von WC, Dusche und Waschmaschinen genügen meist kleine Druckbehälter; Modelle mit einem Volumen von rund 25 Litern schalten sich etwa bei jeder dritten Toilettenspülung ein.Moderne Hauswasserwerke sind zunehmend mit frequenzgeregelten Pumpen ausgestattet. Diese passen ihre Drehzahl stufenlos an den aktuellen Bedarf an, statt immer mit voller Leistung zu laufen. Das spart Energie, reduziert Druckschwankungen und schont die Pumpe mechanisch. Für Haushalte mit variablem Wasserverbrauch ist diese Technik heute die empfehlenswertere Wahl gegenüber klassischen Ein-Aus-Systemen.
Die Pumpe verdient besondere Beachtung
Das Angebot der Hersteller ist breit gefächert, ebenso wie die Preisklassen. Eine Vielzahl verschiedener Materialien kann die Wahl kompliziert gestalten. Grundsätzlich ist eine hochwertige Pumpe immer die bessere Entscheidung. Günstige Pumpen verursachen mitunter störende Betriebsgeräusche und zeichnen sich meist durch eine kürzere Lebensdauer aus. Oftmals gehen sie kurz nach Ablauf der Gewährleistung kaputt oder es fallen teure Reparaturen an.Ein unverzichtbares Merkmal ist ein Trockenlaufschutz, der die Pumpe vor Schäden durch Wassermangel bewahrt. Ebenfalls wichtig sind ein hoher Wirkungsgrad und energiesparender Betrieb. Mehrstufige Kolben- oder Kreiselpumpen erfüllen diese Ansprüche besonders gut: Sie sind selbstansaugend, leise und haben eine hohe hydraulische Leistung. Tauchpumpen besitzen ähnliche Vorteile. Außerdem können Sie sie unmittelbar und ohne Entlüften in Betrieb nehmen und dank Pumpensteuerung automatisch an- und abschalten, wenn Wasser benötigt wird.









