Fahrradhelme im Vergleich: Kein Kopfzerbrechen

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Inhalt

Zzzzzzt hat es gemacht – und schon lag er da, der Redakteur, auf der winternassen Straße. Loch in der Hose, Helm kaputt, Kopf heil. Grund genug, die neuesten Helme einer Begutachtung zu unterziehen. Zwölf Helme zwischen 100 und 159 Euro im Test.

Was wurde getestet?

Es wurden 12 Fahrradhelme verglichen. Sie erhielten Endnoten von 1,15 bis 2,15. Zur Bewertung wurden die Testkriterien Tragekomfort, Belüftung, Gewicht, Verarbeitung sowie Features und Extras.

  • 1

    Mojito

    Kask Mojito

    • Geeignet für: Herren, Damen;
    • Einsatzbereich: Rennrad

    Note:1,15 – Testsieger

    „Kann man Kask, den Ausrüster von Team Sky, als Geheimtipp bezeichnen? Nun, der Mojito ist wirklich eine Macht. Die Passform mit der tief gezogenen Halterung ist überragend, die Belüftung exzellent. Gleiches gilt für die Verarbeitung und die Liebe zum Detail, wie der Kinnriemen aus Kunstleder zeigt. Zum großen Glück fehlt nur das Crash Replacement.“

  • 2

    Sweep

    Bell Sweep

    • Geeignet für: Herren, Damen;
    • Einsatzbereich: Mountainbike

    Note:1,35 – Kauftipp

    „Bell muss man probieren, denn kaum ein Helm sitzt auf vielen Köpfen so perfekt. Hier macht die sehr feinfühlige Hinterkopfhalterung sehr viel richtig. Auch die Belüftung kann sich sehen lassen. Obendrauf gibt es noch ein Visier für die Biker unter uns. Was uns nicht gefällt? Nun, hier und da könnte etwas sauberer gearbeitet werden. Und Ersatz-Pads würden nicht die Welt kosten.“

  • 3

    Vacuum

    Catlike Vacuum

    • Geeignet für: Unisex;
    • Einsatzbereich: City, Trekking, Rennrad

    Note:1,4 – Preis/Leistung

    „Auf den ersten Blick ist der Vacuum echt eine Schau. Er sieht einfach verdammt gut aus. Allerdings sind Catlike-Helme auf dem Kopf immer sehr wuchtig. Das ist Geschmackssache. Rein technisch glänzt der Helm durch exzellente Verarbeitung, mächtige Lufteinlässe und einen sehr guten Halt, obwohl die Halterung nicht höhenverstellbar ist.“

  • 4

    Ultrasonic Race

    Uvex Ultrasonic Race

    • Geeignet für: Herren, Damen;
    • Einsatzbereich: Rennrad

    Note:1,45 – Kauftipp

    Der exzellent verarbeitete Ultrasonic Race fällt optisch durch seine etwas längliche Form auf. Die Passform ist aber auch hier klasse. Allerdings könnte die nach vorn ragende Helmvorderseite auf manche störend wirken. - Zusammengefasst durch unsere Redaktion.

  • 5

    Propero 2

    Specialized Propero 2

    • Geeignet für: Herren, Damen;
    • Einsatzbereich: Rennrad

    Note:1,6

    „Passform und Belüftung des Propero sind überragend. Das Big Mouth in Stirnhöhe saugt mächtig Luft an, und zusätzlich sitzt der Helm richtig satt am Kopf. Allerdings steckt der Teufel im Detail. Zwei Aufkleber lösten sich schon beim Auspacken und die Höhenverstellung ist so streng, dass man sie beim Verstellen fast ausreißt. Auch auf der Ausstattungsliste könnte etwas mehr stehen.“

  • 6

    Tec-Tical Pro

    Abus Tec-Tical Pro

    • Geeignet für: Herren, Damen;
    • Einsatzbereich: Rennrad

    Note:1,8

    „Frischluft saugt der TecTical geradezu an. Auch gewichtsmäßig ist der Helm obenauf. Ein klein bisschen mehr Sorgfalt bei der Verarbeitung wäre allerdings gut (so ist etwa die Polsterung fransig). Die Passform wäre an sich sehr gut, doch macht sich beim TecTical insbesondere die fehlende Höhenverstellung bemerkbar. Wenn's die gäbe, würde er perfekt sitzen. Trotzdem: solider Helm für gutes Geld.“

  • 6

    Ares Road

    Casco Ares Road

    • Geeignet für: Herren;
    • Einsatzbereich: Trekking, Rennrad

    Note:1,8

    „Viel Licht, aber auch ein kleines bisschen Schatten bei Casco. Der Ares sitzt extrem gut auf dem Kopf, was nicht zuletzt an der Hinterkopfhalterung liegt. Die Belüftung ist auch top. Allerdings rutscht die Polsterung an der Stirn hin und wieder hoch – das kratzt dann etwas. Außerdem wirkt das Pölsterchen am Drehknopf etwas deplatziert. Sicherheitsbedingt ist der Ares einen Tick schwerer.“

  • 6

    Genesis

    Lazer Genesis

    • Geeignet für: Herren, Damen;
    • Einsatzbereich: Rennrad

    Note:1,8

    „Der älteste aktive Helmhersteller schickt mit dem Genesis einen alten Bekannten ins Rennen. Es gefällt die gute Passform dank Rollsys an der Helmoberseite, auch wenn die Höhenverstellung fehlt. Cool finden wir auch das Licht, das dort eingeclipst werden kann. Allerdings hat der Genesis insgesamt etwas Übergewicht im Vergleich zur Konkurrenz. Er wirkt damit im Vergleich fast einen Tick zu teuer.“

  • 9

    C-Bolt

    Cratoni C-Bolt

    • Geeignet für: Herren;
    • Einsatzbereich: City, Trekking, Rennrad

    Note:1,85

    „Schön sieht er aus, der C-Bolt. Das matte Schwarz mit den carbon-lackierten Inlays macht echt was her. Auch die Belüftung kann sich sehen lassen. Und die Ausstattungsliste ist ebenso wirklich lang. Bei der Passform sind wir allerdings zwiegespalten. Prinzipiell sitzt der C-Bolt echt gut, doch wäre es erst perfekt, wenn die Hinterkopfhalterung höhenverstellbar wäre.“

  • 10

    Monza

    Giro Monza

    • Geeignet für: Herren;
    • Einsatzbereich: City, Trekking, Rennrad

    Note:1,9

    „Auch mit dem vergleichsweise günstigen Monza spielt Giro passformtechnisch in der ersten Liga. Hier lassen die Amerikaner nichts anbrennen. Das inzwischen mit Drehknopf ausgerüstete RocLoc 5 ist sehr feinfühlig. In Sachen Belüftung gibt es aber etwas bessere Exemplare. Wer bei Giro bleiben will, muss rund 60 Euro mehr ausgeben und bekommt mit dem Pneumo deutlich mehr Luft.“

  • 11

    Razor

    Carrera Sport Razor

    • Geeignet für: Herren, Damen;
    • Einsatzbereich: Mountainbike

    Note:2,15

    „Trotz der fehlenden Höhenverstellung am Hinterkopf sitzt der Razor vergleichsweise gut. Allerdings verabschiedete sich bei unserem Testmodell schon bald der Ratschenmechanismus des Drehknopfes. Und in Sachen Verarbeitung könnte man noch eine Schippe drauflegen. Hervorragend ist aber die Belüftung. Hier muss man keinerlei Kompromisse eingehen.“

  • 11

    Syncro

    Mavic Syncro

    • Geeignet für: Herren, Damen;
    • Einsatzbereich: Mountainbike

    Note:2,15

    „Rein optisch ist der etwas wuchtige, mattschwarz-rote Syncro eines der edelsten Teile im Testfeld. Auch die Belüftung kann überzeugen. Rein von der Passform her gibt es auch wenig auszusetzen, jedoch kämpft der Syncro mit etwas Übergewicht. Das sind rund 150 Gramm mehr als beim Spitzenreiter in dieser Kategorie. In Sachen Ausstattung hätten wir uns zumindest Reflektoren gewünscht.“

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