Welche Ausstattung wird geboten?
Digitale Bilderrahmen können sehr unterschiedlich ausgestattet sein. Während einige einfach Fotos zeigen, sind andere die reinsten Multitalente. Der Preis bestimmt dabei maßgeblich über den Umfang der Ausstattung. Die zunächst wichtigste Frage für den Kaufinteressenten ist allerdings die nach den verwendeten Speicherkarten und den Bildformaten, die der Rahmen anzeigen können soll:
Die besten digitalen Bilderrahmen können einfach von allen gängigen Speicherkarten Fotos herunterladen. Damit bleiben sie auch nutzbar, wenn eine neue Kamera angeschafft wird. Andere nehmen nur eine beschränkte Auswahl von Speicherkarten auf. Eine Ausnahme bilden Rahmen, die sogar SIM-Karten erkennen: Diese Modelle können Bilder vom Handy gesendet bekommen, wobei der Bilderrahmen eine eigene Telefonnummer erhält. Wer einige Bilder auch im Rahmen selbst speichern möchte, sollte beim Kauf auf den internen Speicherplatz achten. Die Kapazitäten reichen hier von 15 bis 232 Megabyte, wobei 15 Megabyte kaum brauchbar sind. Selbst die durchaus üblichen 120 Megabyte reichen vielen Nutzern nicht aus. Sehr gute Bilderrahmen bieten einen internen Speicher mit einer Kapazität von einem Gigabyte.
Anschlussmöglichkeiten: Von kabellos bis verdrahtet
Doch ein digitaler Bilderrahmen muss nicht zwangsläufig von Speicherkarten oder dem internen Speicher Bilder empfangen – die Übertragung kann auch kabellos erfolgen. Dazu muss der Bilderrahmen beispielsweise über einen WLAN-Anschluss verfügen. Diese Rahmen sind oft zusätzlich in der Lage, bestimmte Inhalte aus dem Internet anzuzeigen, wie Feed-Reader oder auch Videos. Sie können so eingestellt werden, dass sie die Fotos aus dem Email-Eingang anzeigen. Hat also jemand ein Foto mit elektronischer Post versendet, wird es prompt auf dem Bilderrahmen eines anderen angezeigt. An den Computer können aber auch die Bilderrahmen angeschlossen werden, die über ein Firewire-Kabel oder einen USB-Anschluss verfügen. Per Bluetooth lassen sich wiederum kabellos Bilder von Handys übertragen. Das geht allerdings recht langsam vonstatten. Eher ungewöhnlich sind Bilderrahmen, die über einen DVB-T-Anschluss verfügen. Sie können digitales Fernsehen empfangen, wenn sie zusätzlich mit einer Antenne ausgestattet sind. Auch AV-Anschlüsse sind hin und wieder an digitalen Bilderrahmen zu finden, wodurch sie mit dem Fernseher verbunden werden können. Dann kann das Fernsehgerät Fotos oder der Rahmen das laufende Programm wiedergeben.
Fotoformate:
Noch genauer hinschauen sollte der Fotograf, wenn es um die angezeigten Fotoformate geht. Einige Bilderrahmen zeigen alle Formate, andere lediglich JPEGs. Einige wenige Bilderrahmen können mittlerweile auch RAW-Fotos anzeigen. Wer oft Bilder in einem unpassenden Format vorliegen hat, kann diese aber auch konvertieren. So bietet zum Beispiel der SAD Fotokonverter die Möglichkeit, Fotos passend für Bilderrahmen in andere Formate umzuwandeln oder auch die Auflösung der Aufnahmen anzupassen.
Weitere Ausstattungmerkmale:
Bilderrahmen können entweder einfache LCD- oder TFT-Monitore sein. TFTs zeigen dabei mehrere Vorteile: Sie bilden Kontraste und Bewegungen besser ab. Zudem strahlen die Bilder auf TFT-Monitoren mehr, da sie über eine Hintergrundbeleuchtung verfügen – stromsparend sogar mit LEDs. Noch brillantere Bilder werden von Rahmen geboten, die auf OLED-Technik basieren – wie beispielsweise einige Bilderrahmen von Kodak, die allerdings entsprechend teuer sind.
Wichtig für die Stromzufuhr ist, dass ein Bilderrahmen über ein Netzteil verfügt. Dann kann zum richtigen Stromsparen einfach der Stecker gezogen werden, ohne dass eine Standby-Funktion im Hintergrund Strom frisst. Bilderrahmen, die einen eingebauten Akku vorweisen können, sind ebenfalls empfehlenswert. Sie können besser herumgereicht werden und ersetzen somit das gute, alte Fotoalbum. Wer es noch ein wenig nostalgischer mag, kann auch ein so genanntes digitales Fotoalbum anschaffen: Das sind digitale Bilderrahmen, die in einem Etui – beispielsweise aus Leder – stecken und somit noch mehr an ein ''richtiges'' Album erinnern. In Tests haben sich die Akkus von Bilderrahmen oft als sehr unterschiedlich erwiesen: Die guten hielten etwa zwei Stunden lang durch, die schlechten hingegen nur eine halbe Stunde.
Wie ein Bilderrahmen bedient wird, kann ebenfalls ganz unterschiedlich ausfallen. Sehr praktisch sind Fernbedienungen, die für mehr Abwechslung auf dem Display sorgen, ohne dass man dafür aufstehen und herumlaufen müsste. Andere Rahmen wiederum bieten berührungsempfindliche Leisten oder Tasten oder sogar einen Touchscreen. Auch wenn diese Form der Bedienung sehr elegant ist, führt sie doch zu vielen Fingerabdrücken auf den glänzenden Oberflächen.