Endlich erschwinglich
Mit der starken Verbreitung der Full-HD-TVs nahm auch das allgemeine Interesse an Blu-ray zu, da endlich die hohe Bildqualität der Filme verlustfrei dargestellt werden kann. Neben den reinen Abspielgeräten nahm auch der Anteil der BD-Brenner deutlich zu und gleichzeitig sanken die Anschaffungskosten für die Rohlinge. Wer seinen PC zwischenzeitlich aufrüsten möchte, denkt kaum noch über einen DVD-Brenner nach, wenn für geringe Mehrkosten ein Brenner für Blu-ray-Disks zur Verfügung stehen kann.
Technisches
Für die Aufrüstung eines Desktop-PCs schafft man sich entweder eines der vielen externen Geräte an oder man verbaut den BD-Brenner gleich in einem freien 5,25-Zoll-Schacht. Letzteres verringert die Kosten bei der Anschaffung und beansprucht keinerlei zusätzlichen Platz. Als Anschluss sollte lediglich ein SATA-Port am Mainboard frei sein und das Netzteil einen SATA-Stecker besitzen. Weitere Konfigurationen sind nicht erforderlich, wenn das BIOS des Mainboards die Default-Einstellungen nutzt. So gut wie alle Hersteller benutzen die Schubladentechnik zum Aufnehmen der Rohlinge. Will man hingegen das Notebook mit einem BD-Brenner bestücken, beschränkt sich die Auswahl des passenden Geräts auf eine kleine Stückzahl. Hier sollte man auf eine Passgenauigkeit des Brenner-Gehäuses achten.
Datensicherheit
Die Brenngenauigkeit kann bei den Multimedia-Dateien leicht vernachlässigt werden und Fehler beim Brennen werden wiederum beim Abspielen intern korrigiert. Heikel wird es jedoch bei wichtigen Daten, die meist in Backups verborgen sind. Hier erwartet man eine hohe Datensicherheit, die nicht immer gegeben ist. Das liegt aber nicht allein am Brenner, sondern vielfach auch an der Qualität der Rohlinge, die gerne im Sonderangebot erworben werden und keinerlei Sicherheit bieten. Die viel gepriesene Langlebigkeit der Daten auf DVD- und BD-Rohlingen wird oft genug herb enttäuscht, wenn ein Medium bereits nach einem Jahr sachgerechter Lagerung nicht mehr lesbar ist. Bei wichtigen Datenlagerungen sollte man über die Anschaffung eines M-Disc-Brenners nachdenken, der auch im Blu-ray-Format erhältlich ist. Das besondere Material der Rohlinge garantiert eine Lebensdauer von 1.000 Jahren und ist dermaßen robust, dass man sich damit auf der sicheren Seite fühlen darf.
Ausstattung
Neben der Benutzbarkeit der M-Discs sollte der Brenner auch die 3D-Wiedergabe beherrschen, die meist die mitgelieferte Software offeriert. Zum Lieferumfang sollte auch die passende Brennsoftware vom Hersteller bereitgestellt werden, die alle Grundfunktionen des Brennens von Blu-rays ermöglicht. Wenn dann noch Lightscribe zur Laserbeschriftung der Rohlinge im Ausstattungspaket enthalten ist, kann man den Brenner als komplett ansehen. Wer an die Zukunft denkt oder auch viele große Backups erstellen möchte, kommt um das BD-XL-Format nicht herum. Die Rohlinge aus Japan werden immer erschwinglicher und bieten Kapazitäten bis 120 GByte an.
Kaufempfehlung
Ein echter Allrounder für alle Medien, der auch M-Disc beherrscht, stellt sich als LG BH16NS40 mit bis zu 16-facher Brenngeschwindigkeit vor und kostet bei amazon nur rund 75 EUR.

