Einschätzung unserer Autoren
Dell VenuePro
Windows-Schwergewicht mit Ausziehtastatur
Das UMTS-Smartphone wird von einem 1 GHz starken Chipsatz angetrieben und kann in allen vier GSM-Netzen verwendet werden. Es unterstützt allerdings nur GPRS, EDGE und HSDPA mit bis zu 7,2 MBit/s, hinzu kommen Bluetooth 2.1 und WLAN nach 802.11 b/g. Und hier überrascht Dell: Das erste Windows-Handy mit nach unten hin ausziehbarer Tastatur könnte ein echter Verkaufsschlager werden, doch warum wird dann auf moderne Standards verzichtet? Andere Hersteller bieten längst Smartphone mit WLAN nach 802.11n und HSDPA mit bis zu 14,4 MBit/s oder teilweise sogar mehr (HSPA+).
Die restliche Ausstattung entspricht im Wesentlichen dem aktuellen Standard dieser Geräteklasse. Dazu gehören eine 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED-Blitzlicht, ein GPS-Empfänger mit elektrischem Kompass und ein Media Player. Der interne Speicher fällt mit 16 Gigabyte zwar recht großzügig aus, andererseits kann er auch nicht per microSD-Karte erweitert werden, wie es bei Handys ohne Windows Phone 7 üblich ist. Als Akku kommt eine Batterie mit 1.400 mAh Nennladung zum Einsatz.
Das Dell Venue Pro kostet insgesamt 590 Euro, wenn man die Mehrwertsteuer und die Versandkosten hinzuzählt, die bei Dell zwangsweise mit anfallen. Damit ist das Handy für seine Ausstattung eigentlich schlichtweg zu teuer. Hinzu kommt, dass es sich um ein massives Schwergewicht handelt: Mit 192 Gramm ist es noch schwerer als der Backstein Nokia N900, der 181 Gramm wiegt. Auch die Abmessungen von 64,4 x 121,6 x 14,9 Millimetern unterstreichen den wuchtigen Eindruck.
Dell VenuePro
Windows-Slider mit AMOLED-Display
Damit ähnelt das Dell Venue Pro stark solchen Smartphones wie dem Palm Pre oder dem RIM BlackBerry Torch. Die vierzeilige Tastatur ist allerdings sehr eckig ausgeführt, es wird daher interessant zu sehen sein, wie der in dieser Form sehr langgezogene Riegel dann in der Hand liegt. Technisch gibt es nichts zu mäkeln: Das Smartphone bietet einen 4,1 Zoll großen AMOLED-Touchscreen mit 480 x 800 Pixeln Auflösung, einen 1 GHz starken Prozessor, eine 5-Megapixel-Kamera mit LED-Blitzlicht, GPS und WLAN.
Zum Verkaufsstart hat sich der Hersteller noch nicht geäußert, auch ein Preis ist derzeit noch unbekannt. Letzterer dürfte jedoch wie bei den meisten sehr ähnlich ausgestatteten Windows-Phones um rund 500 Euro zu finden sein.












