Stärken
Schwächen
Mittlerer Abrieb plus Fluorid: Das ist die Erfolgsformel der Siegerpaste dm / Dontodent Kräuter. (Bild: dm.de)
dm / Dontodent Zahnpasta im Test: Was können die günstigen Tuben wirklich?
Zahnpasta muss nicht teuer sein, um gut zu sein. Das zeigen Tests von Stiftung Warentest immer wieder. In der Kategorie Universalzahnpasten landen Produkte von Drogerien und Discountern regelmäßig ganz vorne. Auch die dm / Dontodent Zahncreme Kräuter und die Dontodent Fluor Fresh gehören dazu. Beide kosten nur wenige Cent pro Tube und sind trotzdem Spitzenreiter im Zahnpasta-Vergleich.Das entscheidende Merkmal: Alle dm-Dontodent-Pasten enthalten Fluorid. Der Stoff gilt als wichtigster Wirkstoff in der Zahnpasta. Neben dem regelmäßigen Zähneputzen mit einer geeigneten Zahnbürste ist Fluorid der wirksamste Schutz gegen Karies. Stiftung Warentest und Öko-Test empfehlen fluoridhaltige Zahnpasten deshalb ausdrücklich. Wissenschaftliche Studien belegen diese Wirkung; für andere Substanzen mit angeblichem Kariesschutz fehlen überzeugende Nachweise bislang.
Fluoridfreie Produkte wie Logona Logodent oder Karex – die mit dem Slogan „moderner Kariesschutz ohne Fluorid“ werben – schneiden in unabhängigen Zahnpasta-Tests regelmäßig schlechter ab, weil ihnen dieser zentrale Schutzstoff fehlt.
Fluorid: Was steckt hinter der Debatte?
Fluorid wird gelegentlich mit dem giftigen Gas Fluor verwechselt, doch das ist nicht dasselbe. In den zugelassenen Mengen gilt Fluorid in Zahnpasta als unbedenklich. Wichtig: Bei Kindern sollte die Dosierung altersgerecht sein, da sie beim Zähneputzen mehr Paste schlucken als Erwachsene. Mehr dazu im Interview: Zahnmedizinerin Kiana Meier-Friedhoff erklärt: „Fluorid ist ein heikles Thema“Wie viel Fluorid braucht eine gute Zahnpasta?
In Kosmetika sind bis zu 1.500 ppm (parts per million) Fluorid erlaubt, das entspricht 150 Milligramm pro 100-Milliliter-Tube. Für Erwachsene empfehlen Zahnprofis und Testredaktionen, möglichst nahe an diesem Wert zu bleiben. Nur wer ausreichend Fluorid verwendet, schützt seinen Zahnschmelz wirksam vor Karies.Der wichtigste Wirkstoff in der Zahnpasta ist Fluorid. – Stiftung Warentest
Goldene Verpackung, solider Inhalt: dm / Dontodent Shiny Gold punktet weniger mit dem Goldanteil als mit seinem Fluoridgehalt. (Bild: dm.de)
Aktivkohle-Zahnpasta im Test: Was kann dm / Dontodent Black Shine?
Schwarze Zahnpasta klingt zunächst paradox, soll sie doch die Zähne aufhellen. Die dm / Dontodent Black Shine nutzt Aktivkohle als Schleifmittel: Die feinen Partikel entfernen Verfärbungen durch mechanischen Abrieb – ähnlich wie klassische Weißmacher-Pasten. Im Test überzeugte die Black Shine: Stiftung Warentest beurteilte die Kariesprophylaxe mit „sehr gut“, das Gesamtergebnis fiel „gut“ aus.Wer sich vom Aktivkohle-Prinzip erhofft, dass Schmutz wie von einem Schwamm aufgesogen wird, liegt allerdings falsch. Aktivkohle wirkt in der Zahnpasta vor allem durch Abrasion, nicht durch Absorption. Und strahlend weiß werden die Zähne damit nicht: Die Paste entfernt Verfärbungen bis zum natürlichen Zahnton und der ist von Natur aus selten reinweiß.
Wer Verfärbungen durch Kaffee, Tee, Rotwein oder Rauchen loswerden möchte, ist mit der Black Shine besser beraten als mit der Dontodent Brillant Weiss: In einem Stiftung Warentest-Vergleich von 20 Zahnpasten mit Weißmacher-Versprechen schnitt die Brillant-Paste nur „befriedigend“ ab. Wer hauptsächlich auf Kariesprophylaxe setzt und sparen will, macht aber auch mit ihr nichts falsch.
Tests und Kundenstimmen: Was sagen Testmagazine und Käufer:innen?
Stiftung Warentest hat Universalzahnpasten mehrfach unter die Lupe genommen. Die Dontodent-Kräuter-Paste von dm gehörte dabei zu den Siegern – trotz des niedrigen Preises. Auch Öko-Test hat Dontodent-Produkte bewertet und dabei vor allem den Fluoridgehalt und die Abwesenheit bedenklicher Inhaltsstoffe positiv hervorgehoben.Kundenmeinungen bestätigen das Testergebnis weitgehend: Käuferinnen und Käufer loben den frischen Geschmack, die gute Verträglichkeit und das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis der Dontodent-Pasten. Kritik kommt gelegentlich von Menschen, die sich stärkere Aufhell-Effekte erwartet haben. Das überrascht jedoch angesichts der naturgemäßen Grenzen von Zahnpasten wenig.























