Fluorid, Aminfluorid, Chlorhexidin? Um durchzublicken im Markt der Mundwässer, braucht man ein Chemielexikon. Wichtig: Kinder sollten zinkfrei spülen. Wir zeigen Ihnen die derzeit besten Mundspülungen am Markt. Dafür haben wir Tests und Meinungen ausgewertet und zu einer Gesamtnote verrechnet.

5 Tests 2.400 Meinungen

Die besten Mundspülungen

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Ratgeber: Mundspüllösungen

Wel­che Inhaltss­toffe machen ein Mund­was­ser zum Test­sie­ger?

Das Wichtigste auf einen Blick:
  1. Hauptinhaltsstoff Fluorid mineralisiert die Zahnoberfläche und schützt vor Karies
  2. Aminfluorid wirkt Studien zufolge besser als Natriumflourid
  3. nach aktueller Studienlage ist Flourid kein Auslöser für Krebs
  4. Vorsicht bei erhöhter Fluoridaufnahme während der Schwangerschaft
  5. Chlorhexidin und Cetylpyridiniumchlorid bekämpfen Bakterien und Zahnbelag
  6. Mundspüllösungen für Kinder sollten zinkfrei sein

Was sagen die aktuellen Tests zu Mundspülungen?

In Zeiten des E-Bürsten-Booms und von Mundpflege-Centern wirken Mundspüllösungen wie ein Mittel aus der guten alten Zeit. Lange Zeit galten Mundwasser tatsächlich als Zahnpflege zweiter Klasse, nach zweimal täglich Zähneputzen mit der Zahnbürste und der Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürstchen. Doch angesichts dessen, dass viele Menschen mit Zahnseide Probleme haben, sich dabei tendenziell eher verletzen und zudem die Anwendung als lästig empfinden, beginnt auch in der Zahnmedizin ein Umdenken. Und im Vergleich zu Mundduschen haben Mundspülungen den Vorteil, dass sie in die Zahnzwischenräume gelangen, ohne zugleich Speisereste in Zahntaschen zu drücken. Besonders erfreulich: In aktuellen Tests schneidet die Mehrheit der Mundspüllösungen gut ab, Spitzenreiter ist mit der dm Dontodent Mundspülung sogar eine der günstigsten. Doch welche Inhaltsstoffe machen ein Mundwasser zum Testsieger?

Kariesschutz im Vergleich: "Bioprodukte" mit Fluorid-Alternativen

dm Dontodent Mundspüllösung Eine Mundspülung ohne Fehl und Tadel: Die dm Dontodent Antibakterielle Mundhygine bekommt im Test der Stiftung Warentest die Note "sehr gut". (Bildquelle: dm.de)

Für den maximalen Schutz vor Mundraumerkrankungen steht Ihnen im Markt der Mundspülungen eine ganze Batterie an Wirkstoffen zur Verfügung, die allerdings längst nicht in allen Zahnpflegemitteln gleichermaßen zum Einsatz kommen. Lediglich zum Schutz gegen Karies setzen fast alle Lösungen auf Fluoride. Weil Flourid als möglicher Auslöser für Krebs aber immer wieder für Diskussionsstoff sorgte, verzichten manche „Bioprodukte“ bewusst darauf und setzen auf andere Substanzen. Doch die aktuelle Studienlage, so die Fachbeiräte der Stiftung Warentest in "test"-Ausgabe 1/2018, spreche gegen ein gesteigertes Krebsrisiko durch die Fluoridaufnahme bei Zahnpflegeprodukten. Zwar könne eine deutlich erhöhte Aufnahme von Fluorid durch Schwangere die Gesundheit des Kindes beeinträchtigen; weil aber fluoridhaltige Mundspülungen nach der Anwendung wieder ausgespuckt würden, komme es im Normalfall gar nicht zur Aufnahme im Körper.

Mundspüllösungen für Kinder: Fluorid als problematischer Inhaltsstoff

Weniger sorglos urteilt die Testpresse bei Kindern. Kinder sollten fluoridhaltige Mundspüllösungen erst verwenden, wenn sie die Flüssigkeit wirklich wieder ausspucken, heißt es in der Zeitschrift "test". Das ist erst mit etwa sechs Jahren der Fall. Und wie bei Kinderzahncremes gilt auch hier: Perfekt gepflegte Kinderzähne brauchen keine zinkhaltigen Produkte. Geben Sie Kindern zum Schutz vor Karies in jedem Fall eine Mundspülung ohne Zinksalze. Überdosierungen von Zinksalzen in Mundwasser können das Immunsystem schwächen, heißt es beispielsweise im Wirkstoffglossar der Stiftung Warentest ("Wer kann was: Die wichtigsten Zahnpfleger"). Nach einer Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung beugt ein Verzicht auf Zinksalze Überdosierungen vor, die langfristig das Immunsystem schädigen und neuromotorische Schäden hervorrufen können.

Gegen entzündetes Zahnfleisch: Chlorhexidin und alternative Wirkstoffe

Zum Schutz gegen Plague und Gingivitis, also bakteriellen Zahnbelag und Zahnfleischentzündungen, sollte Ihre Mundspüllösung in jedem Fall Chlorhexidin enthalten. Dieser Wirkstoff gilt als universelle Wunderwaffe gegen Mundgeruch, wirkt anti-bakteriell und haftet lange an Schleimhäuten und Zähnen, ohne sie schädlich zu penetrieren. Doch auch hier sollten Sie Vorsicht walten lassen. Zwar ist eine zu hohe Konzentration nicht ungesund. Sie sollte aber auf Dauer vermieden werden, da sich die Zahnhälse sonst unschön verfärben könnten. 0,2 Prozent gelten hierbei schon als hoch; unbedenklich, aber noch wirksam sind Werte um 0,05 Prozent. Alternative Wirkstoffe sind Cetylpyridiniumchlorid und Listerine-Öle; Aminfluorid-Zinnfluorid-Kombinationen sind nach aktueller Studienlage ein besonders wirksames Schutzschild gegen Bakterien.

Atemerfrischende Mundwasser: Tun sie auch etwas für Ihre Zähne?


Der frische Duft einer atemerfrischenden Mundspülung im Mund könne über den wirklichen Zustand rund um Zähne und Zahnfleisch täuschen, warnt die Kassenärztliche Bundesvereinigung KZBV. Solche Mundspüllösungen könnten eine Sauberkeit vortäuschen, die in Wirklichkeit gar nicht vorhanden ist. Wenn Sie diese Zusammenhänge aber kennen und Ihre Zähne sorgfältig pflegen, können Sie mit einem atemerfrischenden Mundwasser nichts falsch machen.



Rossmann Prokudent Mundspülung für Kinder ohne Zink Der fruchtige Wildbeerengeschmack der Rossmann Prokudent Mundspülung weckt die Neugier; er sollte Kinder aber keinesfalls zum Verschlucken animieren. (Bildquelle: rossmann.de)

Und auch gegen Zahnstein gibt es Abwehrwaffen in Mundspüllösungen

Wenn Sie Ihr Gebiss auch gegen Zahnstein schützen möchten, den Ihr Zahnarzt ansonsten schmerzhaft entfernen muss und der seinerseits Zahnfleischentzündungen und Zahntaschen hervorrufen kann, sollten Sie auf die Inhaltsstoffe Zinkchlorid oder Pyrophosphat in Mundspüllösungen achten. Sie hemmen zumindest die Bildung von Zahnstein. Haben Sie sensible Zähne, sollten sollten Sie mit Kaliumverbindungen spülen. Bei täglichem Gebrauch können diese eine spürbare Verminderung von überempfindlichen Schmerzreaktionen bewirken. Im Vergleich zu Mundspülungen speziell gegen Zahnbelag (z. B. Listerine Zahnsteinschutz) sind Mundduschen gegen Zahnbelag übrigens machtlos.

Mundspülung vs. Zahnpasta: leider auch unglücklich neutralisierende Stoffe

Unglücklicherweise kann der ganze Aufwand vergebens sein, wenn Ihre Zahnpasta Natriumlaurylsulfat oder Triclosan enthält. Denn diese Stoffe heben zumindest die Wirkung von Chlorhexidin auf und neutralisieren sich gegenseitig. Aus diesem Grund sollten Sie auf Zahnpasta mit diesen Inhaltsstoffen verzichten – oder zwischen Mundspülung und dem Zähneputzen einen Zeitraum von einer Stunde einlegen.

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