Druckerpatronen

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Ratgeber zu Druckerpatronen

Original- oder Fremdtinte

Tests belegen es immer wieder: Wer statt zu Originaltintenpatronen zu Fremdtinte greift, kann eine Menge Geld sparen – zum Teil locken Einsparungen von 60 bis 90 Prozent. Einer der Gründe dafür liegt darin, dass Druckerhersteller über die Tintenpreise die teilweise extrem günstig angebotenen Drucker refinanzieren. Bei Tintenstrahldruckern der Preisklasse um 50 Euro kann mitunter sogar der Kauf eines Neugerätes fast rentabler sein als ein Satz Nachfüllpatronen.

Originalpatronen sind von Vorteil, wenn sie in Kombination mit den ebenfalls von den Herstellern vertriebenen, auf Tinte sowie Drucktechnik abgestimmten Papieren eingesetzt werden. Die auf die Technologie des Druckers hin optimierten Patronen garantieren eine gute Qualität sowie einen störungsfreien Betrieb. Vieldrucker sollten unbedingt einen Blick auf die neuerdings von einigen Herstellern angebotenen XL-Patronen mit größerer Reichweite werfen. Wenigdrucker hingegen laufen hier Gefahr, dass der Preisvorteil durch häufigere Spülvorgänge des Gerätes während des Reinigungslaufs nach Druckpausen zunichte gemacht wird, im schlimmsten Fall sogar die Düse eintrocknet oder das Ablaufdatum der Tinte überschritten wird. Generell sind daher (Standard-) Originalpatronen für Wenigdrucker empfehlenswert. Die hohen Seitenpreise machen sich nicht unmittelbar im Portemonnaie bemerkbar, sodass die Vorzüge der Originalpatronen auf lange Sicht überwiegen.

Fremdtinten gibt es in Form „kompatibler“ Patronen, das heißt, funktional mehr oder weniger identischer Nachbauten der Originale (beziehungsweise der Tintentanks, wenn die Permanentdruckköpfe im Gerät verbleiben). Einige dieser Patronen sind nicht nur preiswerter, sondern sogar qualitätiv besser als Originalpatronen. Noch günstiger kommen häufig „Refilled“-Patronen, also gebrauchte, gereinigte und wiederbefüllte Originalpatronen. Sie werden zwar bei einigen Herstellern vor dem Verkauf noch einem Funktionscheck unterworfen. Trotzdem kommt die Druckqualität aufgrund der Abnutzungserscheinungen am Druckkopf an die der Originalpatronen nicht heran. Refill-Patronen gibt es für Drucker, bei denen der Druckkopf fester Bestandteil der Patrone ist – eine patentierte Konstruktion, die den Nachbau verhindert und die Fremdtintenhersteller so zum Sammeln und Wiederbefüllen der Wegwerfpatronen zwingt. Vorsicht: Refill-Patronen unterliegen einem starken Wettbewerb – in der (vermeintlich) billigsten Patrone steckt daher manchmal eine Tinte minderer Qualität.

Für einige Druckerpatronen gibt es auch Nachfüllsets. Das Einfüllen der Tinte erfordert jedoch viel Geduld und Geschick. Eventuell vorhandene Chips für die Anzeige des Füllstands können nach dem Auffüllen meistens mit einem Trick überlistet werden. Damit der Chip dem Drucker keinen Leerstand, sondern den (tatsächlichen ja vorhandenen) vollen Füllstand meldet, wird er über ein Reset auf den Ursprungszustand zurückgesetzt. Dies geschieht über separate Geräte, sogenannten Resetter. Obacht: Für jeden Hersteller/Chip ist ein eigener Resetter notwendig.

Autor: Wolfgang

Produktwissen und weitere Tests zu Tintenpatronen

Vorsicht „Tintennepp“ - Drucker melden vermeintliche Leerstände Einen interessanten Fall von „Tinten-Nepp“ hat die Zeitschrift „PC Welt“ aufgedeckt und in ihrer Februarausgabe (2010) veröffentlicht. Das Magazin ist der Frage nachgegangen, ob die Tintenpatronen tatsächlich leer sind, wenn der Drucker einen Leerstand meldet und nach einer neuen Patrone verlangt. Fazit des Tests: In einigen Patronen war noch bis zu 30 Prozent Tinte vorhanden. Im Schnitt ermittelten die Tester eine Restmenge von sage und schreibe 22 Prozent.

Sonderfarben sinnvoll einsetzen Macwelt 7/2010 - Die Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz sind Standard. Geht es aber um Firmenlogos, Produktverpackungen oder so genannte Low-Budget-Drucke, sind zusätzliche Farben gefragt. Dieser 4-seitige Ratgeber der Zeitschrift Macwelt (7/2010) befasst sich mit Sonderfarben für den Druck von Werbe-Flyern, Plakaten und ähnlichem.

Fremdtinten im Vergleich - bis zu 90 Prozent Sparpotential sind drin Bei diesem Testfazit sollten Verbraucher aufhorchen: Bis zu 90 Prozent Sparpotential, so die Stiftung Warentest, sind drin, wenn man anstatt zu Originalpatronen zu Fremdtinte greift – und dies bei häufig fast annähernd gleicher Druckqualität. Bei mehr als der Hälfte der getesteten Alternativtinten betrug die Ersparnis mindestens 60 Prozent, und insgesamt gesehen verzeichnete Stiftung Warentest nur drei „Ausfälle", in denen die Fremdtinten entweder viel schlechter oder sogar teurer als die Originalpatronen waren. Der in der Zeitschrift „test“ abgedruckte Testbericht zählt die besten Alternativtinten für Drucker der Firmen Brother, Canon, Epson und HP auf.

Die besten Kompromisse Konsument 6/2015 - Eine Ersparnis von 30, 50 oder gar 70 Prozent gegenüber der Originaltinte ist schon eine Überlegung wert. Vergleichen sollte man trotzdem, denn eine Selbstverständlichkeit ist die Einsparung nicht. Die Emstar-Schwarzpatrone für Canon liegt preislich nur wenig unter dem Original. Mit den Pelikan-Farbpatronen für HP druckt man sogar teurer. Die in der Tabelle angegebenen Preise sind Mittelwerte, von denen ausgehend wir auch die Einsparung berechnet haben.

Mut zum Wechsel test (Stiftung Warentest) 3/2014 - Übertriebene Warnungen Seine Warnungen sind nur teilweise berechtigt. So funktioniert die Füllstandskontrolle beim Epson mit allen Patronen problemlos. Offenbar haben die Drittanbieter diese Funktion des Chips erfolgreich kopiert. Bei der Druckqualität müssen Sparfüchse tatsächlich Abstriche machen. Bei Fotos erreicht keine der Fremdtinten ganz die Qualität des Originals. Groß ist der Abstand jedoch nicht, und die Fremdtinten bieten immerhin bis zu 70 Prozent Ersparnis.

Ein bisschen was sparen test (Stiftung Warentest) 10/2012 - Schließlich sind die Kosten mit 3 Cent pro Textseite und 85 Cent pro A4-Foto selbst mit Originaltoner noch recht bezahlbar. HP- wie Samsung-Laserdrucker arbeiten mit dem Toner des Herstellers am besten, aber auch am teuersten. Beim HP-Laser sparen die Toner von AgfaPhoto, KMP und Pelikan 20 bis 40 Prozent, aber keiner erreicht die Qualität des Originals. Beim Samsung-Drucker verursacht der Toner von Digital Revolution die geringsten Kosten, kann aber qualitativ nicht recht überzeugen.

Kleckern statt klotzen test (Stiftung Warentest) 10/2012 - Die Füllstandskontrolle funktioniert daher immer nur bei der ersten Patrone im Dreierpack. Brother-Patronen ohne Chip Es geht aber auch ganz ohne Chip. Das zeigen die Drucker von Brother. Ihre Patronen haben ein kleines Sichtfenster. Daran kann der Drucker mit einem optischen Sensor ablesen, wie viel Tinte noch im Tank ist - ganz ohne elektronische Bauteile in der Patrone. Im Test funktioniert das bei Originalpatronen und Nachbauten bestens.

Undercover! FACTS 5/2012 - So ging es auch einem mit FACTS befreundeten Unternehmen, bei dem die Kosten für Druck und Kopie viel zu hoch waren und das daher die FACTS-Redaktion bei der Anschaffung von neuen Multifunktionsgeräten um Hilfe bat. Die Ausgangslage: Sechs ältere Multifunktionssysteme der unterschiedlichsten Hersteller sollten gegen neue, moderne Systeme inklusive eines Gesamtseitenpreiskonzepts ausgetauscht werden.

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Druckerpatronen

Das beste Druckbild ergibt häufig nur die original Herstellertinte. Pigmenttinte liefert hierbei ein matteres Druckbild, hält aber länger als Dye-Tinte, die sich vor allem für den Fotodruck eignet. Fremdanbietertinte ist häufig deutlich günstiger, liefert aber häufig schlechtere Druckbilder. Wieder-befüllbare Kartuschen sparen weiteres Geld. Ob Text- oder Fotoausdrucke – für die höchstmögliche Druckqualität ist bei einem Tintenstrahldrucker die richtige Tinte notwendig. Beinahe jeder Druckerhersteller hat seine eigenen Patronen entwickelt. Diese können mit unterschiedlichen Tintenarten gefüllt sein: Die so genannte Dye-Tinte besteht aus einer Trägerflüssigkeit, in der die Farbstoffe gelöst sind. Sie eignet sich besonders gut für Fotodrucker, da die Farben gut harmonieren. Bei der Pigmenttinte dagegen liegen die Farbstoffe in der Trägerflüssigkeit in Form von Farbpigmenten vor. Pigmenttinte ist zwar haltbarer, reflektiert jedoch das Licht recht ungeordnet. Dadurch entsteht ein matterer, stumpferer Druck als bei der Verwendung von Dye-Tinte. Beim Kauf eines Druckers sollte nicht nur auf den Preis des Geräts, sondern auch auf die Kosten der dazugehörigen Patronen geachtet werden. Nicht selten ist der Drucker zwar ein Schnäppchen, die dazugehörige Tintenpatrone aber kostet so viel wie der Drucker selbst. Diese Folgekosten machen das Drucken mit einem Tintenstrahldrucker im Vergleich zu einem Laserdrucker oft ausgesprochen teuer. Neben den herstellereigenen Tintenpatronen sind aber auch kompatible oder wieder-befüllbare Patronen von Drittanbietern erhältlich. Diese Tinten kosten teilweise nur einen Bruchteil des Preises, doch wie immer gilt auch hier: Qualität hat ihren Preis. Denn wer entsprechend kostengünstig drucken möchte, muss mit teils deutlichen Qualitätseinbußen im Druckbild rechnen – seien es Farbabweichungen oder Helligkeitsunterschiede. Aber es gibt auch Ausnahmen von der Regel – einige Fremdanbietertinten, liefern im Test sogar bessere Resultate als die Originaltinte. Natürlich hängt dies auch stets vom verwendeten Druckerpapier ab. Doch die Druckerhersteller halten dagegen: Einige moderne Drucker besitzen Tintenpatronen mit einem integrierten Chip. Das Gerät erkennt auf diese Weise, welche Tinte eingesetzt wird und ob diese „legitim“ ist. Bei negativer Antwort wird schlicht nicht mehr gedruckt. In einem solchen Fall bleibt nur noch das komplizierte Nachfüllen der Originalkartuschen. Allerdings ist das selten einfach bewerkstelligt, und die Bastelei kann schnell in einer kleinen Sauerei enden.