Canon HV20 Test

  • 19 Tests
  • 22 Meinungen

  • Opti­scher Zoom: 10x

Gut

2,0

Unsere Note basiert auf Tests und Meinungen.Wie wird die Note berechnet?

Im Test der Fach­ma­ga­zine

  • ohne Endnote

    4 Produkte im Test

    „Plus: High-End-HDV-Camcorder; Mini-DV als günstiges Speichermedium; Progressive Aufzeichnung.
    Minus: Relativ groß.“

  • „gut“

    „Kauftipp“

    6 Produkte im Test

    „... Die HV20 besitzt derzeit den besten Bildstabilisator. Pferdefuß ist der Ton: hörbare Laufwerksgeräusche stören vor allem Sprach- und bisweilen auch Musikaufnahmen. ...“

    • Erschienen: 11.05.2007 | Ausgabe: 4/2007
    • Details zum Test

    „gut“ (71 von 100 Punkten)

    Preis/Leistung: „hervorragend“, „Kauftipp“

    Info:  Dieses Produkt wurde von VIDEOAKTIV in Ausgabe 6/2007 erneut getestet mit gleicher Bewertung.

  • 5 von 5 Sternen

    5 Produkte im Test

    „Nicht schön, aber eindrucksvoll. Für anspruchsvolle Filmer ist die Canon definitiv die erste Wahl.“


Kun­den­mei­nun­gen

3,7 Sterne

22 Meinungen in 2 Quellen

5 Sterne
8 (36%)
4 Sterne
8 (36%)
3 Sterne
2 (9%)
2 Sterne
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1 Stern
2 (9%)

3,7 Sterne

21 Meinungen bei Amazon.de lesen

4,0 Sterne

1 Meinung bei Testberichte.de lesen

  • von Wiedereinsteige

    Überzeugende Bildqualität wird bezahlbar

    Nach drei Wochen kann man eigentlich keinen endgültigen Erfahrungsbericht schreiben. Aufgrund der kurzen Produktzyklen halte ich es aber für wenig sinnvoll noch ein halbes Jahr damit zu warten.

    Der HV20 ist nach dem vor ca. 5 Jahren erworbenen Panasonic NV-DS29EG mein zweiter Camcorder. Ich hatte die Entwicklung der letzten Jahre verschlafen und wurde neugierig, als ich kürzlich entdeckte daß nun Filmen in HDTV greifbar ist. Da die frustrierende Bildqualität der alten DV-Cams mit Pal-Auflösung
    meine Filmwütigkeit stets in Grenzen hielt, sollte es unbedingt ein HD-Gerät sein.

    Meine Entscheidung erneut auf's DV-Band zu setzen rührte aus der Überlegung, daß es momentan noch keine soliden Archivierungsalternativen gibt. DV-Bänder sind preiswert und bewährt, man kann sie direkt ohne Konvertierungsorgien lagern. Nach meinen Inet-Recherchen blieben im Grunde nur zwei bezahlbare Geräte übrig - die neue Sony HC7E sowie die Canon. Ich konnte Beide ausprobieren, zwei Dinge ließen mich schließlich von der Sony Abstand nehmen. Das Bedienkonzept per Touchscreen finde ich nur noch dreist und von einem Standard-Zubehörschuh hält Sony wohl generell nichts. Im übrigen hatten mich diverse aus dem Internet gesaugte Fullqually-Clips der HV20 extrem begeistert. Von der indiskutablen Bauform des Vorgängermodells hat man dankenswerter Weise Abstand genommen, ansonsten wäre die HV20 für mich kein Thema gewesen. Die Kamera ist zwar klein, läßt sich aber halbwegs ergonomisch halten, ohne daß man nach ein paar Minuten Aggressionen bekommt.

    Die Schattenseiten:
    Zuerst einmal finde ich es erschreckend was man für 1000,- Doppelmark im Videobereich haptisch geboten bekommt - Billigplastikbomber mit wackligen Fummelknöpfchen durch die Bank. Wer den Zoomhebel des HV20 designt hat gehört hart bestraft. Um ein Haar hätte ich das Garät nicht gekauft. Wider Erwarten schaffe ich es aber doch mit dem "Fummelrändelchen" weiche Zoomschwenks hinzulegen. Aber Vorsicht - nichts für Leute mit schwacher Feinmotorik, unbedingt vor dem Kauf ausprobieren! Daß man in dieser Preisklasse nicht mal einen vernünftigen T-Hebel geboten bekommt ist schon ein starkes Stück. Blende, Verschlußzeit, Belichtungkorrektur, Mikropegel - alles über Menu! Wenn man das manuelle Arbeiten mit
    Spiegelreflex-Kameras gewohnt ist, muß man seine Ansprüche Kellertief zurückschrauben. Der HV20 verfügt über eine manuelle Belichtungskorrektur - soweit lobenswert. Leider arbeitet diese im Gegensatz zu Fotokameras nicht relativ sondern absolut. Das bedeutet die Belichtungsautomatik wird komplett deaktiviert und ein fester Wert eingestellt!

    Das eingebaute Mikrofon ist (wie in dieser Kameraklasse üblich) brauchbar - mehr aber nicht. Da ich regelmäßig Motorsport filmen möchte, war ein externes Mikro Pflicht. Ich habe mir ein Stereomikro der Firma Rode gekauft. Das Teil nennt sich Stereo Videomic, verfügt über eine entkoppelnde Aufhängung, eigene Stromversorgung und ein echtes Katzenfell als Windschutz. Pegelfest, überzeugende Stereowirkung, super verarbeitet - bis jetzt bin ich begeistert. Die 200 Euro sind wohl sehr gut angelegt. Dank vorhandener manueller Tonaussteuerung und diesem tollen Zusatzmikro steht einwandfreien Tonaufzeichnungen nichts mehr im Wege. Die Rennboliden donnern mit markerschütterndem Sound durchs Wohnzimmer - so solls sein. 8-)

    Da man es auch bei dieser Kamera nicht für nötig hielt eine Streulichtblende mitzuliefern, war abermals Eigeninitiative gefragt. Ich entschied mich für eine ausziehbare Universal-Gummiblende mit 52mm Fotogewinde - dazu ein Gewindeadapterring von 43mm auf 52mm. Optimal wäre natürlich eine rechteckige Blende, aber da die Kamera über relativ wenig
    Weitwinkel verfügt, schattet die runde Universalblende die Ecken nicht ab und ist ein guter Kompromiß.

    Die Akkulaufzeit fällt etwas bescheiden aus, daher habe ich mir noch 4 Ersatzakkus + Ladegerät bei Ebäh besorgt.

    Viele der aufgeführten Mängel sind für die meisten User evtl. irrelevant, aber Kameras wie die HV20 makieren das obere Ende der Konsumerklasse - da sollte man schon ein wenig kritischer sein.

    Nun das Positive:
    Der entscheidende Kaufgrund für die Canon war neben den manuellen Eingriffsmöglichkeiten die Bildqualität. Und in diesem Punkt weiß die HV20 wirklich zu überzeugen - Auflösung wie Farbdarstellung sind wirklich gut. Die ersten Aufnahmen entsprechen den Beispielclips aus dem Internet. Die Verschlußzeit kann man manuell bis auf 1/6 runterregeln, was relativ cleane Lowlightaufnahmen (z.B. in Kirchen) ermöglicht. Bewegung darf dann freilich nicht mehr in's Spiel kommen. ,-) Der optische Bildstabilisator weiß ebenfalls zu begeistern - kein Vergleich zu den alten Dingern wie in meiner Panasonic. Ich nutze zwar ein Stativ mit Neiger, aber nicht immer ist es angebracht bzw. möglich dieses zu nutzen. Freihandaufnahmen mit maximaler Brennweite sind mir nun Seegangsarm möglich, selbst Schwenks sind mit ein wenig Übung noch drin. Hier hat sich wirklich viel getan in den letzten Jahren. Das Schwenkdisplay ist im Vergleich zu meinem alten Gerät ebenfalls ein Quantensprung, die Ergebnisse lassen sich gut einschätzen. Die Kamera ist kompatibel zum alten DV-Standard und verfügt über alle wichtigen Ein- und Ausgänge.

    Noch ein Tip: Wer im Makrobereich filmen möchte, sollte sich mal den 150er Makro-Konverter von Raynox anschauen. Das Teil verfügt zufälligerweise über ein 43mm Gewinde und läßt sich somit direkt am Objektiv anschrauben. Selbst bei maximalem Zoom bekommt man einen großen Abbildungsmaßstab bei erstaunlich guter Qualität. Im Internet gibts das Ding allerorten für ein paar Euronen. Außerdem kann man den Konverter dank mitgeliefertem Klemmadapter an fast allen Kompakt-Fotokameras hervorragend einsetzen. Es gibt auch noch eine extremere 250er Variante.

    Fazit: Wer auf der Suche nach maximaler Auflösung/Bildqualität ist und die Kosten für ein zusätzliches Mikro nicht scheut liegt hier richtig. Die Schwächen beim Bedienkonzept und der Verarbeitung treffen mehr oder weniger auf alle Kompaktgeräte zu - diese Pille muß man schlucken. Die Probleme bei der weiteren Verarbeitung des Bildmaterials sind nur eine Frage der Zeit, dank DV-Band lassen sich die Filme erstmal streßfrei archivieren. 5 Sterne kann man eigentlich keiner Consumercam verpassen, aber im Vergleich zu anderen Geräten bekommt man hier sehr viel für's Geld geboten. Daher kann ich die Kamera jedem Ambitionierten an's Herz legen. Spaß macht sie auf alle Fälle und die Ergebnisse begeistern. Und keiner vermutet, daß so ein kleines Pupsgerät jeden Pickel festhält. ,-)
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