Van­moof S5 Test

  • 4 Tests
  • E-​City­bike
  • Front­na­ben­mo­tor
  • Akku-​​Kapa­zi­tät: 463 Wh
  • Her­stel­ler­preis: 3000 Euro

Gut

2,0

Kult-​​Smart­bike mit neuen Stär­ken – und alten Schwä­chen

Unser Fazit 15.03.2023
Innovative Verbesserungen. Das S5-Modell überzeugt mit innovativen Verbesserungen und einer gesteigerten Performance, trotz fest verbautem Akku und höheren Kosten. Vollständiges Fazit lesen

Stärken

Schwächen

Im Test der Fach­ma­ga­zine

    • TommysTechReviews
    • 44.000 Abonnenten
    • Erschienen: 22.01.2023
    • Zum Test

    ohne Endnote

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    5 Produkte im Test

    „Pro: starker Motor; gemütlich.
    Contra: niedrige Reichweite.“

    • Erschienen: 08.04.2023 | Ausgabe: 9/2023
    • Details zum Test

    ohne Endnote

    „... elendig schwer, und für jedes Laden muss man es an die Steckdose schleppen. Lange Tagesausflüge bewältigt man nur in niedrigeren Unterstützungsstufen ... Stadtrad, das andererseits so viel Kraft entfaltet wie kaum ein anderes E-Bike.“

    Info:  Dieses Produkt wurde von c't in Ausgabe 11/2023 erneut getestet mit gleicher Bewertung.

    • Erschienen: 01.03.2023
    • Details zum Test

    4 von 5 Sternen

    Pro: fährt sich komfortabel; sehr spritzig durch Boost-Knopf; smarter Diebstahlschutz.
    Contra: Tempo nur in App ablesbar; kein manuelles Schalten möglich. - Zusammengefasst durch unsere Redaktion.


Unser Fazit

Kult-​Smart­bike mit neuen Stär­ken – und alten Schwä­chen

Stärken

Schwächen

Was ist neu beim Vanmoof S5?

Augenfällig sind zunächst die ungeschliffenen Schweißnähte, weshalb das S5 nicht mehr ganz so elegant wirkt wie die Vorgängermodelle. Außerdem wurde der Rahmen etwas verkleinert – gut für kleine Fahrer:innen, semigut für Personen an der Obergrenze, die Vanmoof weiterhin bei 2,10 m definiert. Auch die Laufräder wurden von 28 Zoll auf das nächstkleinere 27,5-Zoll-Format gebracht. Der durchgehende Kettenschutz ist geblieben und garantiert weiterhin ein sauberes Hosenbein, wurde aber optisch verfeinert und wirkt jetzt schlanker.

Der Ladeanschluss für den Akku befindet sich nun hinten zwischen den Verbindungsstellen der Sitzstreben und ist damit leichter erreichbar. Die Ladedauer liegt bei gut sechs Stunden. Diesmal gibt es aber auch einen Schnellladestecker, der allerdings dazugekauft werden muss. Der Ladestand wird nicht mehr über ein Dot-Matrix-Display im Oberrohr angezeigt, sondern über einen Leuchtring neben dem linken Griff. Davon gibt es auch rechts einen fürs Fahrtempo, wobei sich der Mehrwert nicht allen erschließen dürfte. Zwei Bedienteile mit jeweils zwei Knöpfen gibt es on top – rechts zur Einstellung der Unterstützungsstufe sowie fürs Zuschalten der Boost-Funktion, links zum Einschalten und Aktivieren der Klingel. Eine individuelle Konfiguration der Belegung ist (noch) nicht möglich. Über die App lässt sich aber der Sound der Klingel ändern. Ebenso können die Motoreinstellungen personalisiert werden.

Antrieb: Mehr Wumms und harmonischer

Der Antrieb ist nun etwas kräftiger und liefert im Boost-Modus knapp 70 Nm – ordentlich für einen Frontnabenmotor, der beim S5 noch leiser werkelt als bei den Vorgängern. Diese Kraftentfaltung kann bei unachtsamer Fahrweise aber auch ein Nachteil sein, weil das Vorderrad auf rutschigen Untergründen schnell durchdrehen oder in Kurven wegbrechen kann. Mit dem Launch des S5 hat der Motorcontroller außerdem einen Drehmomentsensor erhalten: Je kräftiger getreten wird, umso höher der Schub. Im Praxistest des Youtube-Kanals „TommysTechReviews“ wirkt dieses Antriebskonzept harmonischer und intuitiver. Auch das Zusammenspiel mit dem automatischen 3-Gang-Nabengetriebe gestaltet sich einwandfrei. Beim boosten wird der Drehmomentsensor außer Kraft gesetzt und das Bike ganz unabhängig vom Pedaldruck mit vollem Schub vorangetrieben.

Weitere Optimierungen: Die Bremsscheiben sind jetzt mit Kühlkanälen versehen, wodurch Überhitzung vermieden und die Bremsleistung erheblich verbessert wird. Auch die Bereifung ist neu: Das „Big Ben“-Gummi von Schwalbe wurde durch ein Eigenfabrikat ersetzt, wobei das vom Profil den Vorgängern stark ähnelt und im Test keine Schwächen aufweist. Zudem wurde der Lichtkegel des Scheinwerfers vergrößert und dessen seitliche Sichtbarkeit verbessert. Ein Lichtsensor aktiviert die Beleuchtung bei einsetzender Dunkelheit.

Das ist (immer noch) nicht optimal gelöst

All diese Features lässt sich Vanmoof aber auch deutlich mehr kosten. Der Preis des It-Bikes liegt inzwischen bei 3.000 Euro. Vergleich: Beim S3 waren nur 2.000 Euro fällig. Leider erbt die neue Generation aber auch einige Schwächen der Vorgänger. Nach wie vor muss nämlich das ganze Rad an die Steckdose, weil der Akku immer noch fest verbaut ist. Eine gegen Aufpreis erhältliche Click-On-Batterie, die als Power Bank für den Akku dient und auch schon für das vorangehende Modell erhältlich war, liefert hier nicht wirklich eine zufriedenstellende Lösung. Ein weiteres (gebliebenes) Manko ist das Markenzeichen der Vanmoof-Bikes schlechthin, nämlich das im vorderen Ende des Oberrohrs eingefasste Frontlicht, das nicht mit einlenkt.

von Daniel Simic

"Nie war Fahrradfahren leichter! Gute E-Bikes haben aber ihren Preis. Für ein rundum gutes Modell sollten Sie mindestens 2.000 Euro investieren."

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