Ein sich selbst justierendes Scharnier soll beim FG 29 verhindern, dass die obere Heizplatte des Kontaktgrills das Grillgut zusammen quetscht – wie dies bei nicht wenigen Kontaktgrills der Fall ist. Dabei hat das von Steba vertriebene Gerät einen Spielraum von bis zu 2,5 Zentimetern, so dass es sich zwar gut für Steaks und Co sowie zum Überbacken von relativ dünn belegten Sandwiches eignet, bei Paninis hingegen könnte es mitunter eng werden.
Kontaktgrills, die dem Grillgut gleich von zwei Seiten kräftig einheizen, sind eine feine Sache – aber nur, so lange das Fleisch oder auch Sandwiches & Co nicht durch das Eigengewicht der oberen Heizplatte nicht in Mitleidenschaft gezogen, sprich: buchstäblich zusammen gequetscht werden. Einige Kontaktgrills, und zu diesen gehört erfreulicherweise auch das Modell von Steba, verfügen aus diesem Grund über ein Scharnier, damit die obere Platte nicht auf das Grillgut drückt, sondern arretiert wird. Entscheidend ist dabei für den Kunden natürlich der Spielraum, den das Scharnier zur Verfügung hat. Denn da Kontaktgrills auch gerne zum Überbacken verwendet werden, sollte er recht großzügig dimensioniert sein – vor der Anschaffung sollte man sich demnach genau überlegen, was alles in dem Kontaktgrill überbacken werden soll. Die sehr beliebten Paninis zum Beispiel können mitunter sehr hoch ausfallen, wenn sie üppig belegt werden. In diesem Fall wäre das Scharnier des Steba nutzlos. Wer das Gerät allerdings lediglich zum Grillen von Fleisch oder Würstchen einsetzen möchte und sich beim Belegen von Sandwiches & Co eher zurückhält, darf beim Steba zuschlagen.
Die Grillfläche beträgt pro Heizplatte 31 mal 20 Zentimeter, der Kontaktgrill lässt sich aber leider nicht komplett aufklappen und als Tischgrill benutzen. Die Grillfläche selbst ist leicht geneigt, wobei die Neigung sogar noch vom Benutzer selbst reguliert werden kann, da sich die Standfüße des Grills praktischerweise in der Höhe verstellen lassen. Die Neigung dient natürlich dazu, dass austretende Flüssigkeiten leichter in die – übrigens integrierte – Auffangschale abfließen. Steba spricht daher von einem „Low-Fat“-Grill und hat in gewisser Hinsicht damit auch selbstverständlich recht. Über die Heizleistung des Steba liegen bislang keine gesicherten Informationen vor, die Leistungsaufnahme von 1.400 Watt allein wiederum hat für sich genommen kaum einen Aussagewert. In der Regel werden die elektrischen Grills des Herstellers allerdings speziell für ihre Grillfähigkeiten hoch gelobt, und es ist daher sehr unwahrscheinlich, dass ausgerechnet der Kontaktgrill eine unrühmliche Ausnahme innerhalb des Sortiments ist. Die oben angesprochene Einschränkung ausgenommen, ist der Steba daher sicherlich eine Überlegung wert. Zu haben ist er momentan ab rund 40 EUR (Amazon).
02.04.2012





























