Es mag daran liegen, dass Filterkaffeemaschinen derzeit eine kleine Renaissance erfahren. Fest steht jedenfalls, dass etliche Hersteller sich zur Zeit darum bemühen, ihren neuen Filtermaschinen eine vom Standard abweichende Form zu geben. Der britische Hersteller Kenwood etwa bringt in Kürze mit der CMM610 eine Maschine auf den Markt, die nicht, wie gewohnt, wie eine runde Tonne in die Höhe wächst, sondern ein fast quadratisches Design besitzt. Zusammen mit dem verwendeten Edelstahl avanciert die zur „Persona“-Serie gehörende Filtermaschine damit zum Designobjekt, das die Blicke auf sich zieht.
Komfortausstattung mit „Programmierung“
Der zweite aktuelle Trend bei Filtermaschinen lautet: „Programmierung“, und auch ihm huldigt das neue Gerät. Gemeint ist damit in erster Linie, dass sich die Kaffeestärke in drei Stufen vorab einstellen und diese Auswahl abspeichern lässt. Diese sogenannte „Aromafunktion“ bringt vor allem bei kleinen Kaffeemengen, gewöhnlich bis zu vier Tassen, den Vorteil, dass die bei der Auswahl „stark“ verlangsamte Brühgeschwindigkeit dem heißen Wasser ein längeres Rendezvous mit dem Kaffeepulver beschert, wodurch der Kaffee stärker/aromatischer wird. Bei vielen gewöhnlichen Maschinen ohne Aromawahlschalter fällt dagegen der Kaffee bei kleinen Mengen tendenziell lau aus. Darüber hinaus kann bei der Kenwood der Kaffee auch vorbestellt werden, denn ein 24-Stunden Timer ist ebenfalls vorhanden. Die Einstellungen lassen sich, wie gesagt, abspeichern, eine Option, die derzeit nur wenige Filtermaschinen bieten.
Bedienung
Die Bedienung wiederum erfolgt über Tasten, die Einstellungen dagegen lassen sich auf einem Display ablesen. Ob dieses permanent leuchtet und damit auch im unbenutzten Zustand Strom verbraucht, kann derzeit noch nicht beantwortet werden. Es ist aber zu befürchten, dass dem so ist – mit der Folge, dass in der Küche permanent ein kleiner „Leuchtturm“ steht, worüber sich bei vergleichbaren Maschinen schon etliche Kunden mokiert haben. Dafür lässt sich der Signalton, der das Ende des Brühvorgangs bekannt gibt, bei Nichtgefallen abstellen – immerhin.
Fazit
Mit dem Quader-Design steht Kenwood nicht allein, ähnlich gebaute Maschinen bieten zum Beispiel Philips in der Avance-Serie oder Grundig in der Black-Sense-Serie an, wobei hier der dritte aktuelle Trend, dem die Kenwood ebenfalls folgt, zu erkennen ist. Filtermaschinen gibt es nämlich immer öfter gleich in zwei Ausführungen, nämlich mit Glaskanne (
Philips HD7688 /
Grundig KM 7280) sowie mit Thermokanne (
Philips HD7698/
Grundig KM8280), wobei die Grundig zwischen 50 und 60, die Philips zwischen 65 und 80 Euro zu haben sind. Aufgrund der besseren Ausstattung an Komfortfunktionen sowie des Edelstahls muss dagegen für die Kenwood tiefer in die Tasche gegriffen werden. Die 610-er-Version mit Glaskanne kommt momentan auf knapp einen Hunderter (
Amazon), die Version Kenwood Persona CMM 620 mit Thermokanne wiederum ist etwa ein Zehner teurer.