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Unser Fazit
06.05.2014
Hoover Athos TAT2520
Kraftprotz, aus der Zeit gefallen
Der Athos TAT 2520 hält nicht gerade damit hinterm Herd, dass er von den Kunden als wahrer Kraftprotz wahrgenommen werden möchte. Doch leider ist der aus dem Hause Hoover stammende Bodenstaubsauger mit dieser Attitüde etwas aus der Zeit gefallen. Denn Saugkraft hin oder her – ein Stromverbrauch von bis zu 2.500 Watt ist nicht mehr zeitgemäß und verletzt darüber hinaus sogar die ab Herbst 2014 von der EU verbindlichen Grenzwerte für den Stromverbrauch von Neumodellen.
Saugkraft pur – mit schlechtem Wirkungsgrad
Auf der Habenseite steht dafür natürlich eine – laut Herstellerangaben – enorme Saugkraft an der Bodendüse von 490 Watt, womit sich der Hoover rein nominelle unter die stärksten Bodenstaubsauger am Markt katapultiert. Der hohe Wert soll natürlich signalisieren, dass der Staubsauger auch höheren Anforderungen, etwa auf Teppichböden oder bei der Aufnahme von Fasern, Fussel und (Tier-) Haaren, locker gewachsen ist. Bei Letzterem unterstützt ihn außerdem eine Turbodüse, die über eine durch den Luftstrom angetriebene Bürstenwalze besitzt, und mit der die Düse Haare, festgetretenen Schmutz sowie Staub förmlich aus den Teppichfasern kämt. Auf der anderen Seite genehmigt sich der Staubsauger eine Leistungsaufnahme von bis zu 2.500 Watt, das heißt, unter Vollast wird nur jedes fünfte Watt in Saugleistung umgesetzt – der Wirkungsgrad ist demnach nicht gerade hoch.
Weitere Ausstattungsmerkmale
Die Abluft reinigt der Hoover dank eines HEPA-12-Filters zu über 99,9 Prozent von allergenen Bestandteilen. Hausstauballergiker dürfen den Staubsauger also auf die Wunschliste setzen. Außerdem ist das Gerät für große Flächen ausgelegt, denn der Aktionsradius beläuft sich aufgrund des langen Netzkabels auf satte 11 Meter und im Staubbeutel haben bis zu fünf Liter Staub und Schmutz Platz. Bewegliche 360-Grad-Rollen, ein flexibel angebrachter Saugschlauch sowie ein relativ niedriges Gehäusegewicht von sechs Kilogramm sollten wiederum eine komfortable Manövrierbarkeit sicherstellen.
Fazit
Die EU schreibt ab Herbst 2014 für alle Neumodelle einen maximalen Stromverbrauch von 1.600 Watt vor – eine Latte, die der Hoover locker reißt. Dass diese Vorgabe weder unrealistisch ist noch, wie leider oft vermutet, eine reine Öko-Schikane darstellt, haben mittlerweile viele Hersteller schon unter Beweis stellen können. Etliche ihrer Eco-Modelle, die teilweise sogar deutlich unter dem EU-Limit bleiben, haben auf dem Prüfstand in puncto Saugkraft kaum Federn gegenüber den Stromfressern lassen müssen. Das heißt: Selbst bei hohen Ansprüchen muss nicht zwangsweise auf einen Staubsauger mit über 2.000 Watt geschielt werden, weniger tut es auch. Wer diesen Testergebnissen trotzdem (noch) nicht traut, kann sich den rund 200 Euro (Amazon) durch den Kopf gehen lassen.