Für wen eignet sich das Produkt?
Eigentlich ist der Anbieter des Flexson VinylPlay (FLXVP1011EU) ein Zubehör-Spezialist, dessen Sortiment komplett auf die Audio-Streaming-Lösungen der kalifornischen Marke Sonos ausgerichtet ist. Um es vorwegzunehmen: Der Plattenspieler macht sich auch ohne die Einbindung in eine Sonos-Anlage hervorragend. Offenbar wird das Gerät vom renommierten britischen HiFi-Hersteller Rega zugeliefert - und der beherrscht sein Fach, technisch wie optisch. Wer auf minimalistisches Design steht ist vom Anblick wohl spontan begeistert und vielleicht sogar etwas zu unkritisch, was das Hörerlebnis angeht. Keine Sorge, das Gerät klingt tatsächlich brillant und hochklassig. Und es kann dank A/D-Wandler plus USB-Anschluss die von Vinylplatten abgetasteten Töne digitalisieren und direkt in einen Rechner einschleusen. Ohne den Umweg über die jeweilige Soundkarte. Für Profis sind solche Plattenspieler generell zu sensibel, Privatanwender könnten sich aber schnell verlieben.
Stärken und SchwächenEin eingebauter Vorverstärker macht das analoge Audiosignal des Tonabnehmers stark und verzerrungsfrei genug, um es an gewöhnliche Line- und Aux-Eingänge weiterreichen zu können. Zwar besitzen gängige Verstärker meist einen gesonderten Phono-Eingang mit eigener Signalverstärkung, viele andere Geräte wie Kompakt-HiFi-Anlagen oder Aktivboxen jedoch oft nicht. Verständlicherweise wird in den anbieterseitigen Informationen die besondere Kompatibilität zu Sonos-Komponenten wie dem PLAY:5 betont - die im Falle des Plattenspielers aber sowieso keinen proprietären Charakter hat. Immerhin wirken die in glänzendem weiß und schwarz erhältlichen Apparate äußerlich so, als seien sie gezielt auf das für Sonos typische Erscheinungsbild abgestimmt worden. Die beiden Standard-Abspielgeschwindigkeiten 33 1/3 und 45 rpm beherrscht das Gerät, die für manche Platten-Raritäten eventuell erforderlichen 78 rpm nicht.
Preis-Leistungs-VerhältnisAuf der Rechnung von Amazon würden für das hier besprochene Gerät je nach Ausführung knapp 300 Euro stehen. Audioqualität, Ausstattung, Verarbeitung, Formgebung, Marktumfeld - nichts spricht dagegen, diesen Kurs für einigermaßen angemessen zu halten. Die Designsprache erkennt man allerdings auch beim Rega RP1 wieder, der von manchen Händlern eine Spur zurückhaltender kalkuliert wird, jedoch keinen USB-Anschluss und A/D-Wandler besitzt.



































