Bosch Serie 6 KGE364LCA

  • (54 Meinungen)

  • Kühl-​Gefrier-​Kom­bi­na­tion
  • Stand­ge­rät
  • Gesamt­nutz­vo­lu­men: 308 l
  • 38 dB

Gut

1,6

Fris­che­funk­tio­nen mit Abstri­chen

Unser Fazit 31.03.2021
Energieeffiziente Frischebewahrung. Ideal für mittelgroße Haushalte: Ausreichend Platz, spezielle Fächer für längere Frische und energieeffizient. Lediglich die fehlende No-Frost-Funktion ist ein kleiner Minuspunkt. Vollständiges Fazit lesen

Stärken

Schwächen

Kun­den­mei­nun­gen

4,4 Sterne

54 Meinungen in 2 Quellen

5 Sterne
36 (67%)
4 Sterne
11 (20%)
3 Sterne
3 (6%)
2 Sterne
3 (6%)
1 Stern
1 (2%)

4,4 Sterne

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2,0 Sterne

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  • 2,0 von 5 Sternen

    von deralois

    Vita-Fresh 0-Grad-Fach ist Fake - und weitere Konstruktionsfehler

    • Vorteile: cooles LED-Licht im Innenraum, günstiges Preis-Leistungsverhältnis, großes Gemüsefach
    • Nachteile: einfallsloser Innenraum, billige Verarbeitung, im Normalfall sehr teuer, kein echtes 0-Grad-Fach
    Unsere alte Kühl-Gefrierkombination von Siemens hatte ein 0-Grad-Fach, das diese Temperatur unabhängig vom Kühlschrank eingehalten hat. Das hatte ich eigentlich auch von der neuen Kombi erwartet, zumal es eine Vita-Fresh-Schublade mit der Aufschrift 0 Grad und zwei Pfeilen nach oben und unten hat. Mein Thermometer zeigte aber keinen wesentlichen Unterschied zum restlichen Kühlschrank, weshalb ich bei Bosch reklamierte. Der Techniker sagte, ein normales Thermometer sei zu ungenau und bot mir an, eine Langzeitmessung von einer Woche mit drei Sensoren zu machen. Sollte sich dann jedoch herausstellen, dass das Gerät ordnungsgemäß funktioniert, würde mich das über 170€ kosten. Im weiteren Gespräch und Rückfragen seinerseits in der Zentrale haben ergeben, dass im Vita-Fresh-0-Grad-Fach nicht um die 0 Grad herrschen, sondern die Temperatur lediglich 2 Grad niedriger sein soll, als im restlichen Kühlraum. Die Langzeitmessung hätte also wohl ergeben, der Kühlschrank funktioniert, wie er soll, und ich wäre 170€ ärmer gewesen.
    Also habe ich dankend abgelehnt und mir ein elektronisches Kühlschrank-Thermometer mit zwei Sensoren gekauft, im Kühlraum und dem "0-Grad-Fach" verteilt und über einen Zeitraum mehrerer Wochen verschiedene Temperatureinstellungen ausprobiert.
    Meine Erwartung nach den Aussagen des Technikers war, dass im Kühlraum die eingestellte Temperatur herrscht und es im 0-Grad-Fach 2 Grad kühler ist.
    Meine Messungen (meist morgens, nachdem der Kühlschrank 12 Stunden nicht geöffnet worden ist) haben jedoch folgendes Bild ergeben:
    Im 0-Grad-Fach wird gerade mal die eingestellte Temperatur (z.B. 6 Grad) erreicht, während die Temperatur im restlichen Kühlschrank dank des Ventilationssystems oft gleich oder maximal 1 bis 2 Grad höher ist. 0 Grad sind demnach überhaupt nicht zu erreichen, da man die Kühlschranktemperatur auf minimal 2 Grad einstellen kann, was ich auch ausprobiert habe.
    In der Bedienungsanleitung heißt es dagegen: "Im Kaltlagerfach herrschen tiefere Temperaturen als im Kühlraum. Es können auch Temperaturen unter 0 Grad auftreten".
    Und im Datenblatt liest man gar: "Temperatur liegt bei etwa 0 Grad". Kein Hinweis auf eine etwaige Abhängigkeit zur eingestellten Temperatur im Kühlraum. So etwas nennt man irreführende Werbung.

    Darüberhinaus habe ich einen Temperatur- und Feuchtigkeitsmesser in der unteren Vita-Fresh-Schublade platziert und verschiedene Einstellungen am Schieberegler ausprobiert, konnte aber keine grundsätzlich höhere oder niedrigere Feuchtigkeit messen. Anhand der von der FritzBox aufgezeichneten Verlaufskurve war lediglich festzustellen, dass die Luftfeuchtigkeit entsprechend der Kühlzyklen variiert.

    Nach drei Monaten habe ich festgestellt, dass sich in einer Mulde unter der unteren Vita-Fresh-Schublade 300ml Wasser gesammelt hat. In der Rückwand des Kühlschranks ist zwar ein Tauwasserablauf vorhanden, allerdings oberhalb der Schublade. Das Kondenswasser, das sich unterhalb des Lochs bildet, kann nicht ablaufen. Vielleicht ist deshalb diese Wassersammelmulde eingebaut, im Vertrauen, dass der Kunde spätestens beim Reinigen das Wasser entdeckt und mit einem Lappen aufsammelt und als "works as designed" stillschweigend hinnimmt. Denn in der Bedienungsanleitung steht lapidar: "es kann sich im Gemüsebehälter Kondenswasser bilden". Es steht nichts von: unter dem Gemüsebehälter.
    Den zusätzlichen Hinweis, man solle kälteempfindliches Obst und Gemüse außerhalb des Kühlschrankes bei 8 bis 12 Grad lagern, finde ich etwas irritierend. In einer Wohnung ist es üblicherweise wärmer, gerade im Hochsommer. Das Problem hätte man nicht, wenn man den Kühlschrank auf 8 Grad einstellen könnte und ein funktionierendes 0-Grad-Fach hätte.

    Ein Flaschenregal als zusätzliche Ablage und ein Butterfach für die Türe habe ich nachträglich dazugekauft. Leider sind die Möglichkeiten für die Platzierung der Türfächer sehr begrenzt, sodass durch das zusätzliche Butterfach der Platz zwischen den beiden unteren Ablagen so schmal ist, dass man kaum hineingreifen kann.

    Im Gefrierteil sind leider nur die oberen Schubladen gegen Herausfallen gesichert. Die untere, noch dazu kürzere Schublade knallt regelmäßig auf den Boden, wenn man nicht aufpasst, sodass es wohl nur eine Frage der Zeit ist, bis sie bricht.

    Über den Nutzen eines Alarms, der erst angeht, wenn die Türe mehr als 8 cm geöffnet ist, lässt sich streiten. Sobald das Licht im Kühlraum ausgeht, erlischt der Warnton, auch wenn die Türe noch einen Spalt breit offen ist.

    Die Türen haben keine Griffe oder Griffstangen, sondern seitliche Griffmulden, sodass man sein Handgelenk ziemlich verrenken muß oder einen starken Daumen braucht, wenn man mit der einen Hand öffnen und der anderen etwas herausnehmen will.

    Das Gerät hat einen so geringen Bodenabstand, dass man sich beim Öffnen der Gefrierteiltüre leicht die Zehen einzwicken kann. Also habe ich das Gerät auf ein 2 cm hohes Podest gestellt.

    Gut finde ich die Ausleuchtung des Kühlschrankes, das wirklich sehr leise Geräusch (absolut kein Brummen), und die exakte Einhaltung der eingestellten Temperatur, vor allem im Gefrierteil.

    Habe extra im Geschäft eingekauft, um den Einzelhandel zu unterstützen. Leider war aber kein Ausstellungsstück vorhanden, so musste ich mich auf die Angaben im Prospekt und Internet verlassen, und viele Mängel werden ohnehin erst im Betrieb offenkundig. Dieses und bauähnliche Modelle sind regelmäßig im Sonderangebot - heute weiß ich, warum. Lieber ein paar Euro mehr ausgeben und im Geschäft unter die Lupe nehmen.
    Antworten

Unser Fazit

Fris­che­funk­tio­nen mit Abstri­chen

Stärken

Schwächen

Bosch präsentiert mit der Kühl-Gefrier-Kombination KGE364LCA aus der Serie 6 ein Gerät für mittelgroße Haushalte. Sie nutzen 214 Liter im Kühl- und weitere 94 Liter im Gefrierteil. Dieses ist in drei große Boxen aufgeteilt. Die Kühlfächer verfügen über zwei unterschiedlich große Vita-Fresh-Fächer, in denen Gemüse, Obst und Fleisch länger frisch halten sollen. Ausziehbare Glasböden erlauben einen einfachen Zugriff auf die Lebensmittel. Der Energieverbrauch liegt bei circa 149 kWh im Jahr und damit im grünen Bereich. Der Wert entspricht dem aktuellen Effizienzwert C (auf einer Skala von A bis G). Leider verzichtet Bosch auf eine No-Frost-Funktion und setzt auf Low-Frost. Sie tauen den Gefrierraum folglich weiterhin ab, wenn auch seltener. Das kleine Manko trübt den ansonsten guten Eindruck kaum, zumal der Preis mit rund 700 Euro stimmt.

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