Für wen eignet sich das Produkt?
Vom tragbaren Kombi-Musikwiedergabegerät Blaupunkt BB6VL geht etwas Beruhigendes aus. Hier braucht man keine Apps laden oder sich mit Streaming-Abos herumschlagen, nur um beispielsweise am Arbeitsplatz, in der Küche oder im Garten ein bisschen Unterhaltung zu haben und Nachrichten zu empfangen. Für nicht zu kleine Kinder könnte es die erste, zur selbständigen Verwendung überlassene Hörmaschine sein. Die verfügbaren Medien sind simpel - und den meisten von uns seit Jahrzehnten vertraut: UKW-Radio und CD-Player. Für Letzteren gibt es sogar einen MP3-Decoder, der in diesem Format gebrannte CDs erklingen lässt. Und der auch mit MP3-Dateien umgehen kann, welche über die integrierte USB-Schnittstelle erkannt werden - auf Speichermedien wie dem USB-Stick. Bei der Bedienung sämtlicher Funktionen unterstützt zwar ein winziges LC-Display, aber die ist wirklich kein Hexenwerk: Gefühlt reichen hinstellen, anschalten, lauschen.
Stärken und SchwächenAllzu große Räume lassen sich mit dem ziemlich kleinen Ding nicht beschallen. Deshalb sollte es sich nahe der Menschen befinden, die was hören wollen. Kein Problem, wenn dazu häufiger der Platz gewechselt werden muss, es wiegt weniger als eine große Wasserflasche und besitzt einen ausklappbaren Traggriff. Soweit möglich wird man für die Energieversorgung gewöhnlichen Netzstrom heranziehen, aber in vielen Situationen bietet sich natürlich der Batteriebetrieb an. Allerdings benötigt man dafür gleich sechs Batterien des Typs C/UM-2, bekannt als Baby-Zelle, die relativ voluminös und schwer sind - und wahrscheinlich nicht sehr lange durchhalten, eine Schätzung des Herstellers scheint es nicht zu geben. Im besten Fall erhält man über die Lautsprecher ein Stereo-Signal, das trotz der geringen Lautstärke eine beachtliche Klangfülle aufweist. Ein bisschen nostalgisch kann die Teleskop-Antenne des UKW-Radios machen, meist werden in dieser Geräteklasse heute Wurfantennen eingesetzt.
Preis-Leistungs-VerhältnisAuch wenn der Markenname Blaupunkt mit dem deutschen Traditionshersteller von einst nichts mehr zu tun hat: Das sympathische Design, lieferbar in zwei poppigen Farbvarianten, vermittelt eine gewisse Hochwertigkeit. Verarbeitungsqualität und Technik lösen das optische Versprechen immerhin teilweise ein. Die Amazon-Taxe liegt für beide Ausführungen bei um die 50 Euro, das ist okay. Für knapp 80 Euro kriegt man aber schon den Grundig RCD 1450 DAB+, der echtes Digitalradio empfangen kann.





























