Auch Asus bietet nach Dell und HP ein ausgewachsenes 15-Zoll-Notebook unter 300 Euro (siehe Angebot amazon) an. Der Haken daran ist jedoch, dass nur ein FreeDOS als Betriebssystem installiert, dessen Nutzen nahe Null einzustufen ist. Für Linux-Freunde stellt das weiter kein Problem dar, denn dieses ist kostenlos und nach eigenem Geschmack schnell installiert. Wer jedoch auf Windows angewiesen ist, muss nach einer günstigen XP- oder 7-Version suchen, die gut und gerne 70 Euro und mehr kosten kann.
Asus legt dem A52F ein Treiber-CD bei, die nach Installation von Windows schnell alle Komponenten funktionsfähig macht. Waren bislang ähnlich billige Geräte des Herstellers mit einem Intel Pentium P6100 Prozessor ausgestattet, findet man in dem Amazon-Angebot einen Intel Core i3-380M mit 2,5 GHz Grundtakt vor. Der 64-Bit-Prozessor besitzt zwei physikalische Kerne und beherrscht HyperThreading, sodass insgesamt vier Threads für die Berechnungen zur Verfügung stehen. Allein diese Bestückung macht das Billig-Notebook zu einem interessanten und leistungsstarken Gerät. Kauft man für rund 15 Euro (amazon) noch einen zweiten 2-GByte-Speicherriegel hinzu, erledigt das Betriebssystem zügig seine Aufgaben. Lediglich die 320 GByte große Festplatte gehört nicht zu den schnellsten seiner Art und stellt den User auf so manche Geduldsprobe. Angesichts der niedrigen Anschaffungskosten kann man dieses Manko in Kauf nehmen.
Das Nadelstreifenmuster im silbergrauen Design macht optisch einiges her und lässt nicht vermuten, dass dieses Notebook weniger als 300 Euro kostet. Die Verarbeitung kann man als gut bezeichnen und nur der reflektierende Display-Rahmen stört etwas. Die Tastatur mit Ziffernblock entspricht dem Durchschnitt und genügt den Ansprüchen von Gelegenheitsschreibern. Besonders angenehm ist die leicht angeraute Oberfläche des Multi-Gesture-Touchpads, das seinen Dienst exakt verrichtet. Besonders angenehm ist die kaum wahrnehmbare Geräuschkulisse des recht kühl bleibenden A52F-Notebooks. Und auch in puncto Mobilität kann es sich mit rund 3,5 Stunden durchaus mit teureren Konkurrenten messen.
Eine so gute Hardware-Ausstattung für so wenig Geld muss man schon suchen gehen – bleibt abzuwarten wie die konkurrierenden Hersteller darauf reagieren.
-
- Erschienen: 28.12.2010
- Details zum Test
„gut“
Preis/Leistung: „gut“


















