In den meisten Wohnungen sind große Teppichflächen eher Mangelware. Ab und an ein Läufer oder ein Stück Auslegware – und das war's dann meistens auch schon. In diesem Fall muss ein Staubsauger her, der sich vor allem mit Hart-/Glattböden gut auskennt – und genau dies behauptet der AVBG300 aus dem Hause AEG von sich.
Zertifizierte Leistung
Der zur „Vampyrette“-Serie gehörende Stielstaubsauger mit Netzkabel konnte diesen Anspruch schon bekräftigen, indem er die Prüfer des EU-Energie-Labels von sich überzeugt hat. In den normierten Leistungsprüfungen scheint er sich keinerlei Blöße gegeben zu haben, was abschließend mit der Einstufung in die höchste Klasse, nämlich „A“, bei der Hart-/Glattbodenprüfung belohnt wurde. Wenig verwunderlich ist dagegen, dass es in der Leistungsprüfung auf Teppichböden „nur“ zur Klasse „D“ gelangt hat. Die Anforderungen sind hier generell deutlich höher, weswegen die wenigsten Staubsauger sehr gut abschneiden. Von Vorteil wäre eine Bodendüse mit Bürstwalze gewesen, die AEG aber nur bei den Stielstaubsaugern mit Akku der Baureihen „Ergorapido“ und „Ultrapower“ serienmäßig anbietet. Wer größere Flächen mit Teppichen zu saugen hat, sollte sich hier umsehen.
Hoher Bedienkomfort – mit Ausnahme der Lautstärke und Abluft
Knapp über fünf Kilogramm schwer ist der Staubsauger, und da dieses Leichtgewicht nur vor sich her geschoben werden muss und zudem wendig zu manövrieren ist, kann ihm auch ohne konkret vorliegendes Prüfergebnis ein hoher Bedienkomfort nachgesagt werden. Dazu trägt übrigens auch die bequeme Saugkraftregulierung im Stehen bei, nämlich über einen Wahlschalter am Handgriff. Zum Lieferumfang gehören außerdem ein praktischer Tragegurt sowie ein Saugschlauch, die das Absaugen höher gelegener Stellen erleichtern. Ein hoher Bedienkomfort beinhaltet für viele Kunden aber leider auch eine angenehme Lautstärke sowie eine saubere Abluft. In diesen beiden Disziplinen patzt der AEG jedoch, mit bis zu 84 dB(A) ist er deutlich lauter als viele aktuelle Modelle. Für die Leistung bei der Abluftfilterung schließlich hat es bei der EU-Prüfung nur für die Klasse „F“ gereicht – Hausstauballergiker gehören eindeutig nicht zur Zielgruppe des Geräts.
Fazit
Wo hauptsächlich Hart-/Glattböden zu reinigen sind und ein Akku-Modell aufgrund der physisch begrenzten Laufzeit zu Zwischenstopps zwingen würde, fühlt sich der AEG zu Hause – sei es als Zweitgerät, sei es als Komplettersatz für einen Bodenstaubsauger. Laute Betriebsgeräusche sollten dabei aber nicht als störend empfunden werden, seine Stärken in puncto Bedienkomfort wiederum spielt der AEG besonders dann aus, wenn viele Möbel zu umrunden sind – schließlich ist es mühselig, in einem voll gestellten Wohnzimmer einen Schlittenstaubsauger hinter sich her zu ziehen. Kostenpunkt aktuell: moderate 120 Euro (Amazon).