Das Wichtigste auf einen Blick:
- Volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe
- Lohnt sich besonders für Personen mit Lebensmittelunverträglichkeiten
- Timer und Temperaturregelung wichtig
- Mit Portionsgläsern oder großem Behälter lieferbar
Mit einem Joghurtbereiter haben Sie die Möglichkeit, Ihre eigenen Joghurtvarianten ganz einfach selbst herzustellen – sei es Naturjoghurt, mit Früchten, Nüssen oder anderen Zutaten. (Bildquelle: amazon.de)
Joghurtbereiter werden häufig aus einem einzigen Grund angeschafft: Sie bieten volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe. Zudem lädt selbstgemachter Joghurt zum Ausprobieren verschiedener Geschmacksrichtungen ein – Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Weil die Geräte außerdem meist sehr einfach zu bedienen sind und die meisten von ihnen qualitativ hochwertigen Joghurt produzieren, sind sie zurecht beliebt.
Wie bereitet man Joghurt mit einem Joghurtmaker selbst zu?
Die Anschaffung eines Joghurtbereiters lohnt sich besonders für Personen mit Lebensmittelunverträglichkeiten, etwa gegenüber Laktose. Laktosefreie Joghurts aus dem Handel, oft sogar in Bio-Qualität, sind oft kostspielig. Mit selbstgemachtem Joghurt sparen Sie daher häufig bares Geld. Dasselbe gilt für vegane Joghurts: Pflanzliche Joghurt-Alternativen auf Basis von Soja, Hafer oder Mandel sind im Handel verbreitet, aber vergleichsweise teuer. Mit einem geeigneten Joghurtbereiter lassen sich auch diese Varianten problemlos zu Hause herstellen – und das zu einem Bruchteil der Kosten.Die Zubereitung ist bei allen Geräten ähnlich: Die (gegebenenfalls vorher abgekochte) Milch wird mit lebenden Bakterienkulturen „geimpft" und für mehrere Stunden unter konstanter Wärme fermentiert. Damit die Milchsäurebakterien optimal arbeiten, muss die Temperatur während des gesamten Prozesses stabil bleiben. Nur so entsteht ein cremiger Joghurt mit gleichmäßiger Konsistenz. In Tests variieren die Geräte in ihrer Leistung, aber die meisten liefern am Ende eine zufriedenstellende Textur.
GEHEIMTIPP Für die Herstellung von Joghurt zu Hause ist ein Joghurtbereiter nicht zwingend erforderlich. Einige Eismaschinen verfügen über eine entsprechende Funktion und bieten so zwei Geräte in einem. Top bewertete Beispiele sind etwa die Steba IC 180, Nemox Gelato NXT1 oder auch the Smart Scoop von Sage. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob das jeweilige Modell noch aktuell erhältlich ist.
Worauf sollten Sie beim Kauf eines Joghurtbereiters achten?
Aufgrund der langen Zubereitungszeit sind Modelle mit integriertem Timer nahezu unverzichtbar. Dieser schaltet das Gerät automatisch ab und signalisiert idealerweise das Ende des Prozesses akustisch. Sehr preiswerte Joghurtbereiter verzichten oft auf diese Funktion, sodass Sie die Garzeit manuell überwachen und gegebenenfalls eine Eieruhr oder den Smartphone-Wecker nutzen müssen.
Ein ebenfalls wichtiges Kriterium ist die Temperaturregelung. Einfache Geräte halten eine feste Temperatur (meist 40–42 °C für klassischen Joghurt). Hochwertigere Modelle erlauben die manuelle Einstellung in einem Bereich von etwa 20 bis 55 °C. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie verschiedene Produkte herstellen möchten: Klassischer Joghurt benötigt andere Temperaturen als Kefir, griechischer Joghurt oder veganer Joghurt aus Pflanzenmilch. Einige aktuelle Geräte – etwa der Rommelsbacher JG 80 Jona – bieten sogar vorprogrammierte Modi speziell für vegane oder laktosefreie Zubereitungen.
Darüber hinaus sind beschriftbare Gläser vorteilhaft – vor allem, wenn Sie unterschiedliche Sorten zubereiten oder jeder in der Familie seinen eigenen Becher hat. Zudem sollten die Gläser leicht und dennoch dicht verschließbar sein. In Tests haben sich Gläser mit Schraubverschluss gegenüber Druckkappen bewährt. Wichtig ist, dass der Schraubverschluss lang genug ist, damit der Deckel auch beim Transport sicher sitzt.
Als „Spezialisten" gelten Joghurtbereiter, die zusätzlich für die Herstellung von Quark, Frischkäse und Käse kompatibel sind. Während die Quarkfunktion gut ankommt, wird die Käsefunktion meist selten genutzt. Zunehmend verbreitet ist außerdem die Möglichkeit, Kefir herzustellen – ein fermentiertes Milchgetränk mit probiotischen Eigenschaften, das bei Gesundheitsbewussten wachsenden Zuspruch findet.
Veganen Joghurt selbst herstellen
Joghurtbereiter eignen sich nicht nur für Kuhmilch. Viele Modelle lassen sich problemlos mit pflanzlichen Milchalternativen wie Soja-, Hafer-, Mandel- oder Kokosmilch betreiben. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Gerät eine einstellbare Temperatur oder ein explizites Vegan-Programm bietet. Veganer Joghurt benötigt teilweise längere Fermentationszeiten (bis zu 10 Stunden) und etwas niedrigere Temperaturen als klassischer Milchjoghurt. Spezielle vegane Joghurtkulturen, die online oder im Reformhaus erhältlich sind, verbessern Konsistenz und Geschmack deutlich.Portionsgläser oder großer Behälter?
Joghurtzubereiter sind entweder mit einzelnen kleinen Gläsern – meist sechs bis acht Stück – oder mit einem einzigen größeren Behälter von etwa 1 bis 1,5 Litern Fassungsvermögen ausgestattet. In puncto Qualität der Joghurtherstellung gibt es hier keine wesentlichen Unterschiede.Einzelgläser haben den Vorteil, dass der Joghurt in üblichen Portionsgrößen von 160 bis 220 Millilitern vorliegt. Diese Geräte sind deshalb bei Singles, Paaren oder kleinen Familien beliebt, die größere Mengen auf Vorrat produzieren. Da für die Joghurtherstellung strikte Hygiene notwendig ist, welche zuhause nicht immer vollständig gewährleistet wird, kann es vorkommen, dass einzelne Joghurts vorzeitig verderben. Sind einzelne Gläser im Einsatz, bleibt wenigstens nicht die gesamte Charge ungenießbar.
Wenn Sie Joghurt mit Früchten oder Ähnlichem weiterverarbeiten möchten, eignet sich ein Einglas-Modell besser, da Sie das Umfüllen vermeiden.
Frisch hergestellter Joghurt hält sich nicht allzu lange, weshalb ein Behälter mit 1 oder 1,5 Litern rasch verzehrt werden sollte.
Tipp: Manche Modelle mit Einzelgläsern erlauben die Verwendung handelsüblicher Gläser passender Größe, sodass Sie auf teure Herstellerbehälter verzichten können. Einige Hersteller legen ihren Geräten sogar einen zweiten Satz Gläser bei, was besonders für größere Familien mit höherem Joghurtkonsum interessant ist.
Vor- und Nachteile stromloser Joghurtbereiter
Der stromlose Joghurtbereiter von My.Yo überzeugt Kunden mit ausgezeichneten Ergebnissen. (Bildquelle: myyo-joghurt.de)
Die Mehrheit der Joghurtbereiter arbeitet elektrisch. Modelle, die ohne Strom auskommen, sind dagegen seltener anzutreffen. Diese bestehen aus zwei ineinander verschachtelten Behältern: Im äußeren befindet sich heißes Wasser, im inneren das Milch- und Bakteriengemisch für den Joghurt. Obwohl sie keinen Stromanschluss brauchen, benötigen sie trotzdem Wärmeenergie. Die Ersparnis ist allerdings gering, da elektrische Geräte im Durchschnitt lediglich zwischen 9 und 15 Watt verbrauchen.
Für größere Mengen ist ein stromloser Joghurtbereiter auf Dauer jedoch durchaus eine interessante Alternative. Die Qualität des Joghurts ist laut Erfahrungsberichten hervorragend, denn auch diese Geräte liefern gute bis sehr gute Resultate. Außerdem lassen sich stromlose Modelle an beliebigen Orten aufstellen, was beispielsweise in kleinen Küchen eine praktische Lösung sein kann. Auch für die Herstellung von veganem Joghurt aus pflanzlicher Milch eignen sich stromlose Modelle gut, sofern die Ausgangsflüssigkeit ausreichend erhitzt und auf die richtige Temperatur abgekühlt wird.
























