Zerkleinerer Das Multitalent im Miniformat
Stärken
Schwächen
Multizerkleinerer - auch Mini-Chopper oder Universalzerkleinerer genannt - sind in der Küche eigentlich unersetzlich, denn sie nehmen Ihnen lästige Arbeiten wie das Schneiden von Zwiebeln oder das Zerkleinern von Kräutern ab. Auch wenn Sie für einen solchen Minihäcksler meist weniger als 50 Euro bezahlen, gibt es vor dem Kauf einige Dinge zu beachten. Welche das sind, darüber geben die Fachzeitschriften in ihren Tests Aufschluss.
Zerkleinerer im Vergleich: Unterschiede vor allem beim Schneidergebnis
Ein Multizerkleinerer sollte natürlich in erster Linie eins können: jedwede Art von Lebensmittel in kleine Stücke schneiden – und zwar gleichmäßig. Gerade mit dem einheitlichen Schnittbild haben manche Kandidaten jedoch so ihre Probleme. Der Griff zu bekannten Herstellern wie WMF und Grundig lohnt sich hier definitiv. Der WMF Lineo Edelzerkleinerer beispielsweise ist in Vergleichstests stets auf den vorderen Plätzen, da er die Zutaten sehr fein und gleichmäßig häckselt.
In den restlichen getesteten Disziplinen weisen die verschiedenen Modelle keine großen Unterschiede auf. Durch ihren relativ simplen Aufbau ist die Bedienung fast überall recht unkompliziert: Einfach den Mixbehälter befüllen, Deckel aufsetzen und los geht's.
Auch die anschließende Reinigung ist beim Großteil der Geräte durch abnehmbare und spülmaschinengeeignete Elemente nicht sehr aufwendig. Teilweise können von Herstellerseite aus sogar die Messer in den Geschirrspüler gegeben werden. Das birgt jedoch die Gefahr, dass diese auf Dauer stumpf werden. Wenn Sie hier auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie die Messereinheit also lieber vorsichtig per Hand säubern.
Je mehr Leistung, desto besser?
Wie viel Leistung ein Chopper haben muss, hängt vor allem vom Einsatzzweck ab. Für das Zerhacken von festen Lebensmitteln sollte das Gerät 400 bis 500 Watt haben. Obacht: Modelle mit sehr hoher Leistung (um die 1.000 Watt ) sind zwar stark, sie zerkleinern die Lebensmittel oft aber viel zu sehr bzw. es ist sehr schwierig, unterschiedliche Feinheitsgrade mit ihnen zu erreichen. Außerdem sind sie sehr laut.
Von sehr schwachen Modellen, die weniger als 300 Watt haben, lassen Sie am besten ganz die Finger. Sie erreichen zufriedenstellend feine Ergebnisse oft erst nach mehreren Anläufen, was auf Dauer nerven kann.
Für kleine Portionen gedacht
Das maximale Fassungsvermögen eines Zerkleinerers beläuft sich je nach Modell auf 300 bis 1.000 ml, wobei im letzteren Fall meist nur etwa die Hälfte effektiv genutzt werden kann. Größere Mengen lassen sich daher nur in Etappen verarbeiten. Da die Geräte jedoch sehr schnell sind, ist dies durchaus vertretbar. Möchten Sie lieber große Mengen in einem Rutsch zerkleinert haben, empfiehlt sich die Anschaffung einer großen Küchenmaschine mit Schneid- und Reibeinsätzen.
Nicht die Messeranzahl zählt
Ob ein Mini-Häcksler zwei, vier oder sogar sechs Klingen hat, ist nicht ausschlaggebend für das Schnittergebnis. Sie beeinflussen lediglich die Schnelligkeit des Zerkleinerungsprozesses. Modelle mit nur einem Klingenpaar können genauso gute oder sogar bessere Ergebnisse erzielen wie Konkurrenten mit mehr Klingen.
Wichtig ist vor allem, dass die Messer bis an den Rand reichen und sich unter ihnen möglichst nichts verstecken kann.
Die Zutaten sollten zudem nicht am Gehäuserand oder Deckel kleben bleiben, sondern zu den Messern zurückgeworfen werden. Dabei spielt auch die Form des Mixbehälters eine gewisse Rolle. Wie bei den größeren Standmixern gilt auch hier: Ecken und Kanten sind besser als eine glatte, runde Form. Wir empfehlen zudem, vor dem Kauf Erfahrungsberichte von Kunden und Testergebnisse zu Rate zu ziehen.
Zubehör erweitert das Einsatzgebiet
Sie wollen mit Ihrem Zerkleinerer mehr als nur Kräuter hacken und Gemüse schneiden? Dank spezieller Einsätze ist das bei vielen Modellen kein Problem. Zum Beispiel können Sie mittels einer sogenannten Schlag- oder Emulgierscheibe im Handumdrehen auch Sahne schlagen oder selbstgemachte Mayonnaise herstellen. Das funktioniert in der Regel auch recht gut. Kleine Details, wie etwa eine Öffnung, über die weitere Zutaten zugefügt werden können, oder ein Deckel zum anschließenden Aufbewahren des Mixbehälters im Kühlschrank sind zwar für den Kauf nicht entscheidend, können sich im Alltag aber als sehr praktisch erweisen.
Kann ich mit einem Zerkleinerer auch Eis und Nüsse hacken?
Natürlich können Sie mit Ihrem Blitzhacker auch sehr feste Zutaten wie Eis und Nüsse klein häckseln. Doch dafür muss die Leistung stimmen: um die 500 Watt sind hier empfehlenswert. Achtung bei Modellen mit mehr Leistung, da diese oft so viel Power haben, dass sie die Nüsse direkt zu feinem Mehl oder das Eis zu Eisschnee pulverisieren. Sie haben also keinen Einfluss darauf, ob die Zutaten eher grob oder fein gehäckselt werden.
Smoothies und Babybrei - schafft ein Multihäcksler auch das?
Bei der Zubereitung von Smoothies und Babybrei kommt es vor allem darauf an, dass das verwendete Obst, Gemüse und sonstige Zutaten (u. U. auch Fleisch für Babybrei) so fein wie möglich zerkleinert werden. Daher sollte der Häcksler mindestens 500 Watt, eher mehr haben. Je höher die Leistung, desto feiner das Endergebnis. Zumal Sie hier nicht auf verschiedenen Feinheitsgrade achten müssen.



















