Heizkissen

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Ratgeber zu Heizkissen

Gezielt Wärme für einzelne Körperbereiche

Heizkissen lassen sich nicht nur als kuschelige Wärmespender auf Sofa und Sessel einsetzten, sondern auch bei Verspannungen oder Schmerzen. Ihr Vorteil gegenüber einer Wärmflasche oder einem (Kirsch- ) Kernkissen ist die gleichmäßige Wärmeabgabe über einen längeren Zeitraum, außerdem lässt sich die Temperatur in den meisten Fällen regulieren.

Heizdecken en miniature

Technisch gesehen unterscheiden sich ein Heizkissen und eine Heizdecke kaum. In ihrem Innern sitzen wasserdicht ummantelte Heizdrähte, die elektrischen Strom in Wärme umwandeln. Ein in der Regel wohlig-weicher, kuscheliger Bezug sorgt für eine angenehme Haptik. Er sollte sich abnehmen und waschen lassen, vereinzelt kann sogar das ganze Kissen in der Maschine gewaschen werden. Außerdem kann die Temperatur der Heizdrähte über einen Handregler variiert werden. Je mehr Stufen dabei zur Verfügung stehen, desto feinfühliger kann das Kissen für bestimmte Zwecke eingesetzt werden. Und wie bei den Heizdecken sollte bei einer Anschaffung die Sicherheit absoluten Vorrang haben. Modelle ohne ein GS-, VDE- oder CE-Sigel sollten links liegengelassen werden, unverzichtbar sind außerdem ein Überhitzungsschutz sowie eine Abschaltautomatik. Bei einigen Modellen kann diese vom Benutzer selbst „programmiert“ werden, andernfalls schaltet sich das Gerät nach einer festgelegten Zeit von selbst einfach aus. Hochwertige Modelle verfügen außerdem über eine interne Temperaturregelung, wobei mehrere Sensoren zum Einsatz kommen, die die Temperatur, teilweise unter Berücksichtigung der Umgebungstemperatur, ständig kontrollieren. Diese Sicherheitsfunktionen, die bei den Top-Modellen unabhängig voneinander das Gerät überwachen, stellen sicher, dass Unfälle wie etwa ein Brand so gut wie unwahrscheinlich sind. Trotzdem besteht natürlich die Gefahr, dass ein zu heiß eingestelltes Kissen beim Benutzer schmerzhafte Spuren hinterlässt. Aus diesem Grund wird davon abgeraten, Heizkissen unter die Decke mit ins Bett zu nehmen, vor allem nicht in einem Kinderbett.

Formenvielfalt für gezielte Anwendungen

Während sich hingegen Heizdecken meist nur in der Größe unterscheiden, gibt es die Kissen in einer großen Formenvielfalt. Dies ist kein Selbstzweck, sondern Absicht, denn jede Form ist für eine bestimmte Anwendung vorgesehen. So gibt es etwa Kissen mit einer Art Flügel, die sich um den Nacken legen lassen, während das Kissen den Rücken wärmt. Andere Kissen passen sich der Schulter- und Nackenform perfekt an, schlauch-/gürtelförmige Modelle wiederum lassen sich bequem um den Hals oder ums das Bein legen. Die klassischen quadratischen/rechteckigen Kissen wiederum eignen sich bestens für Rücken, Beine und Bauch. Da die abgegebene Wärme gezielt zur Linderung von Schmerzen, etwa Rücken-, Nieren, Gelenk- oder Regelschmerzen, sowie gegen Verspannungen eingesetzt werden kann, macht es Sinn, sich gleich mehrere Modelle zuzulegen. Des Weiteren werden sogar sogenannte „Medizinische Kissen“ angeboten, die zusätzlich ein Magnetfeld erzeugen, das gegen Schmerzen helfen soll. Feuchtheizkissen wiederum besitzen eine Einlage, die leicht befeuchtet werden kann, und simulieren damit den Effekt einer Fango-Behandlung.

Heizkissen für die Hosentasche

Die sogenannten Latentwärmekissen machen sich einen physikalisch-chemischen Effekt bei der Kristallisation zunutze. Sie sind mit einer bestimmten salzigen Flüssigkeit gefüllt, die nach dem Knicken eines Metallplättchens oder -clips rasch zu kristallisieren beginnt. Durch diesen Prozess erwärmt sich das Kissen zügig auf bis zu 50 Grad und gibt über einen längeren Zeitraum kontinuierlich Wärme ab. Anschließend kann das Kissen in heißem Wasser wieder „aufgeladen“ werden, das heißt, die Salzkristalle verflüssigen sich und das Kissen kann erneut benutzt werden. Latentwärmekissen erfreuen sich seit einiger Zeit einer großen Beliebtheit. Sie sind oft so klein, dass sie in die Hosen-/Manteltasche passen, größere Modelle wiederum eignen sich bestens etwa als Übergangswärmespender im Auto an kalten Wintertagen oder generell für den Einsatz im Outdoorbereich, etwa beim Wandern oder Klettern. Selbstverständlich spricht auch nichts dagegen, sie zu Hause als Alternative zu einem Heizkissen zu verwenden. Die Wärmeabgabe lässt sich aber nicht regulieren, außerdem sind die Kissen nicht so groß und weniger flexibel einsetzbar, weswegen sie sich lediglich für eine gezielt kleinflächige Wärmebehandlung eignen.

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