Eine Kettenschaltung hat viele Gänge und ist ideal für hügeliges Terrain. Allerdings müssen die Komponenten gut abgestimmt sein. Aus welchen Teilen besteht eine Kettenschaltung überhaupt? Und worauf sollte man beim Kauf achten?
Durch den Tausch einzelner Teile kann man den den Übersetzungsbereich einer Kettenschaltung individuell anpassen. Zudem sind die Systeme leichter wie etwa die konkurrierenden Nabenschaltungen. Leider führt die offene Konstruktion dazu, dass die Teile nicht vor Schmutz und Wasser geschützt sind. Sie nutzen sich deshalb schnell ab und müssen im Worst Case ersetzt werden. Angeboten werden Kettenschaltungen meist als Komplettgruppe, in der alle Teile enthalten sind. Dazu gehören Ritzelpaket, Kurbelsatz, Schaltvorrichtung und Umwerfer sowie der Kettenspanner und die Antriebskette.
Ritzelpaket und Kurbelsatz
Das Ritzelpaket sitzt auf der Hinterradnabe und besteht aus bis zu elf Zahnkränzen. Der Kubelsatz indes ist die Kombi aus Tretkurbel und zwei oder drei Kettenblättern. Vom Aufbau dieser zwei Bauteile hängt es ab, wie viele Gänge es gibt. Dabei gilt: Die Anzahl an Zahnkränzen mal der Anzahl an Kettenblättern ergibt unterm Strich die Gangvielfalt.
Schaltwerk, Umwerfer und Kettenspanner
Das Schaltwerk sitzt am Schaltauge und stellt mit den zwei Schalthebeln und dem Bowdenzug sicher, dass die Kette auf den gewünschten Kranz springt. Der Gangwechsel läuft jedoch nur dann flüssig, wenn die Kränze regelmäßig gewartet, gesäubert und zur Not gewechselt werden. Andernfalls reagiert der Schaltwerk-Käfig nicht mehr sensibel genug auf den Hebel. Der Umwerfer wiederum setzt die Kette auf die gewünschten Kettenblätter. Je größer die Zahndifferenz zwischen den Blättern, desto höher sind dabei die Qualitätsanforderungen an den Umwerfer. Abgeschlossen wird ein Schaltsystem vom Kettenspanner. Er befindet sich direkt am Schaltwerk und gleicht die variierende Kettenlänge aus, die sich zwangsläufig aus den unterschiedlichen Größen von Zahnkränzen und Kettenrädern ergibt.