21 verschiedene Motorradbekleidungen: Klamotten mit Stil
MotorradfahrerAusgabe: 9/2014Erschienen: 08/2014
Inhalt
Klapphelm, Warnweste, Klimamembran? Für eine nicht eben kleine Schar von Klassik-, Retro- und Cafe-Racer-Fans absolut kein Thema, wenn es um Stilsicherheit, Lebensgefühl und die zur Maschine passende Bekleidung geht. Und tatsächlich gibt's für die Oldschool-, Vintage-, Naked- oder Bobber-Szene inzwischen ein sehr breites Angebot kultiger Klamotten, wie unsere Auswahl attraktiver Jacken, Hosen, Helme und Stiefel zeigt.
Was wurde getestet?
Im Check befanden sich 7 Motorradjacken mit den Testkriterien Ausstattung, Funktionalität, Sicherheit und Preis/Leistung. Außerdem prüfte man 6 Motorradhosen, 3 Motorradstiefel und 5 Motorradhelme.
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„Die geschmeidig weiche Jacke im ‚Used Look‘ gefällt mit gutem Tragekomfort und ist bis auf ein paar (Schnitt-)Details auch sehr überzeugend ausgestattet.“
„Körpernaher Schnitt, geschmeidiges Material, klassisch eng geschnittene Beinlinge; fällt im Bund relativ weit aus; Protektoren passgenau platziert, engen nicht ein, am Knie ohne Tendenz zum Verrutschen oder Verdrehen.“
Büse Lederjeans
Material: Leder
Eigenschaften: Atmungsaktiv
ohne Endnote – Empfehlung
Preis/Leistung: „sehr gut“
„Körpernaher Schnitt, klassisch eng geschnittene Beinlinge; Hose fällt eher klein aus; keine störenden Knienähte; passend platzierte Protektoren, die nirgends einengen; Beinlänge ist individuell kürzbar; kräftiges, relativ steifes Leder.“
„Die Delroy-Hose sieht aus wie eine schwarz eingefärbte Baumwoll-Jeans, ist tatsächlich aber eine für viele Klimabedingungen gerüstete Kunstfaserhose im Five-Pocket-Design. Bequemer schnitt, viel Bewegungsfreiheit, mit Thermofutter gute Wärmeisolation; Protektoren passend platziert, die am Knie sitzen wegen luftigem Schnitt etwas rutschig; viel Hose für wenig Geld.“
„Komfortabler Schnitt, Beinlinge durchgehend eher luftig geschnitten; Hose fällt recht groß aus; keine störenden Knienähte; kräftiges, geschmeidiges Leder; Knieprotektoren haben schnittbedingt viel ‚Luft‘, könnten sich verdrehen; zu bemängeln: an Hüfte keine Protektoren nachrüstbar; Beinlänge lässt sich individuell kürzen.“
„Körpernaher Schnitt, klassisch eng geschnittene Beinlinge; Hose fällt eher klein aus; Quernähte unterhalb der Knie, die aber nicht drücken; passend platzierte Knieprotektoren, die nicht einengen; Beinlänge ist individuell kürzbar; kräftiges, geschmeidiges Leder; zu bemängeln: an Hüfte keine Protektoren nachrüstbar.“
„Bequemer, luftiger Schnitt mit viel Bewegungsfreiheit, kräftiger Stoff, passend platzierte Protektoren; Knieprotektoren ohne Tendenz zum Verrutschen.“
„Ein leichter, bequem sitzender Schuh im Springerstiefel-Look, der sich beinahe wie ein Trekkingschuh trägt und zu Fuß kein Hemmnis darstellt; lässt sich dank Seiten-Reißverschluss auch bei geschlossener Schnürung an- und ausziehen, die Kunststoff-Laufsohle ist recht dünn und nachgiebig; auf zusätzliche Protektion an Schienbein bzw. Knöcheln verzichten die Stiefel komplett.“
„Ein stramm sitzender Schuh im Custom-Look, der unter dem kräftigen Leder aber deutlich mehr Komfort- und Sicherheitsausstattung bietet als in dieser Gattung üblich; Wasserdichtigkeit kommt immer gut, und auch in puncto Protektion steht der Nevada einem guten Tourenstiefel kaum nach. Der Einstieg ist eng, die Gummilaufsohle dick und trittfest, der obere Weitenversteller mehr dekorativ als nützlich.“
„... sehr bequeme, an Spann und Schaft allerdings ziemlich weit sitzende Stiefel ... die dank komfortabler, kräftiger Sohle auch einen Kickstarter durchtreten oder manchen Kilometer zu Fuß abspulen können. Manko: Schienbein- und Knöchelprotektion sucht man vergebens.“
„Mit dem ‚Bullitt‘ hat Bell einen attraktiven Klassiker aufgelegt, der Siebzigerjahre-Form mit aktuellen Materialien vermählt. Leider lag uns nur ein DOT-geprüftes (US-Norm) Muster vor, über endgültige Passform, Gewicht etc. eines ECE-Helms lässt sich also noch kein Urteil fällen. Interessant: das sehr große, hohe Gesichtsfeld und die geniale Visierarretierung per Magnet.“
„Der komfortable, sehr gut ausgestattete ‚Freeride‘ überzeugt mit praxisgerechten Details – Visier mit Schnellwechsel-Mechanik, gut abgeschirmte Ohren, waschbare Polster –, hochwertiger Mehrschichtlackierung und geschmeidiger Innenausstattung. Für Brillenträger ist er wegen der eng anliegenden Schläfenpolsterung wenig geeignet.“
Info: Dieses Produkt wurde von Motorradfahrer in Ausgabe 7/2015 erneut getestet mit gleicher Bewertung.
Held McCorry
Typ: Jethelm
Werkstoff: ABS
Integrierte Sonnenblende: Nein
ohne Endnote
Preis/Leistung: „gut“
„Beim brillenträgertauglichen, luftigen ‚McCorry‘ werden die Wangen vorrangig von den klappbaren Polstern beschirmt, da der Helm unten klassisch kurz geschnitten ist. Die Ohren sind passabel gegen Lärm geschützt. Das Klappvisier schirmt bis zur Nasenspitze gegen Wind/Nässe ab, die geschmeidige Innenauskleidung fühlt sich auf der Haut sehr angenehm an. Dem Kinnriemen fehlt ein vernünftiges Polster.“
Info: Dieses Produkt wurde von Motorradfahrer in Ausgabe 5/2015 erneut getestet mit gleicher Bewertung.
„... Unter der und um die Schale wird moderne, funktionale Ausstattung geboten und auch die Passform kann überzeugen. Relativ hohes Gewicht, fummeliger Sonnenblendenschieber, gut abgeschirmte Ohren.“
„... Der Integralhelm setzt mit eckigem, hohem Kinnbügel und klassisch mittels Druckknöpfen zu arretierendem Visier stilsicher auf Tradition, wobei das Schwarz-Weiß-Dekor trotz einlackierter UK-Flagge nicht nur Engländer-Fans ansprechen dürfte. Der Helm sitzt straff und komfortabel, am Kinn mit viel Platz, und ist bedingt brillenträgertauglich. Dem Kinnriemen fehlt eine Polsterung.“
„Eine Lederjacke ist viel mehr als nur ein Kleidungsstück. Sie ist ein Teil des eigenen Motorradlebens.“ Testumfeld: Im Vergleichstest befanden sich sieben Retro-Lederjacken. Sie erhielten 11 bis 13 von insgesamt 15 zu erreichenden Punkten. Neben der Ausstattung wurde auch der Tragekomfort und das Preis-Leistungsverhältnis bewertet.