Fenstersicherungen Schlösser, Griffe und smarte Sensoren
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Fenster sind häufig der Einstiegspunkt für Einbrecher
- Fenstersicherungen wirken vor allem abschreckend
- Einbindung in Smart-Home-Systeme
- Sicherung in Form von Sensoren oder Spezialgriffen
- abschließbare Fenstergriffe als Kindersicherung
Alle paar Minuten wird in Deutschland eine Wohnung ausgeräumt. Dabei ist in einem Drittel aller Fälle ein Fenster der Zugangspunkt. Denn während mittlerweile immer mehr Haus- und Wohnungsbesitzer ihre Außentüren teils aufwendig sichern, wird an die Fenster seltener gedacht. Dabei ist es doch so einfach: Spezialschlösser und freidrehende Griffe verhindern ein Aufhebeln oder schlichtes Aufschließen des Fensters, Spezialglas wiederum das Einschlagen desselben. Viele Einbrecher scheitern an diesen Sicherungen.
Zeit ist für Einbrecher das kritische Moment
Denn eines hat der Einbrecher nur selten: jede Menge Zeit, um lästige Sicherungen zu überwinden. Vor allem bei Amateuren wirken solche abschreckend, rund ein Drittel aller Einbruchsdelikte werden mittlerweile durch solche Systeme unterbunden. Im Zweifel wendet sich der Kriminelle lieber einem einfacheren Ziel zu – denn davon gibt es noch immer genügend. Grund genug also, sich selbst einen Vorteil zu verschaffen, beispielsweise durch eine abschließbare Fenstersicherung.
Zusatzschlösser
Das Schloss wird dazu auf der Fensterinnenseite am Rahmen befestigt. Dabei sollten Sie darauf achten, dass es immer so weit wie möglich vom Drehpunkt des Fensters entfernt ist. Ein stabiles Kastenschloss ist selbstverständlich immer vorzuziehen, da so das Aufhebeln schwieriger wird und es auch mit Gewalt nicht einfach aus der Verankerung gerissen werden kann. Allerdings wird für solche Schlösser ein etwas breiterer Platz auf Fensterrahmen und Fensterflügel benötigt. Praktisch sind Zusatzschlösser, die auch ohne Schlüssel wieder im verschlossenen Zustand einrasten.
Das Schloss im Fensterhebel selbst
Ferner gibt es kleinere Zusatzschlösser, welche wiederum in den Fensterhebeln selbst untergebracht sind. Im abgeschlossenen Zustand kann der Fensterhebel frei in jede Richtung bewegt werden - ein Einbrecher kann also nicht durch ein kleines Loch im Fenster greifen und dieses einfach aufhebeln. Dank einer solch simplen, aber effektiven Sicherung muss er das Fenster komplett einschlagen, was laut und damit abschreckend ist. Und wenn Sie auch das verhindern möchten, können Sie zu modernem Panzerglas greifen.
Einbindung in Smart-Home-Systeme
In Zeiten des "Internet of Things" sind natürlich auch Fenstersicherungen smart und netzwerkaffin geworden. Viele aktuelle Fenstersensoren lassen sich problemlos in bestehende Smart-Home-Systeme einbinden und mit der Haus-Alarmanlage verknüpfen. Die Benachrichtigungsfunktionen von Smart-Home-Apps ermöglichen Ihnen so zum Beispiel, auch bei Abwesenheit über etwaige Einbruchsversuche informiert zu werden.
Alternative Panzerglas
Dank neuer Fertigungsmethoden ist dieses auch für Privatkunden erschwinglich geworden. Es besteht aus drei Schichten - zwischen zwei Kristallglasscheiben ist eine zähe Kunststoffscheibe untergebracht. Damit das dicke Glas auch in Standardrahmen passt, können die äußeren Kristallglasscheiben zu den Kanten hin ausgedünnt werden. Günstiger ist natürlich der Einsatz von Rollläden. Hier gibt es jedoch große Qualitätsunterschiede, da die einzelnen Lamellen einem Aufhebeln Stand halten müssen. Eine Alternative sind daher auch fest ins Mauerwerk verankerte Stahlgitter – sie sind am sichersten, wenn auch nicht am schönsten.




















