Kinder-Lernprogramme Als Ersatz für teure Nachhilfe vielfach lohnenswert
Der Markt für Kinder-Lernprogramme verbucht kräftige Zuwächse. Kein Wunder: Lernsoftware ist meist kostengünstiger als Nachhilfe, die heute von rund 1,1 Millionen Schülern in Anspruch genommen wird – laut Stiftung Warentest für jährlich rund 1 Milliarde Euro. Hinzu kommt der Vorteil der freien Verfügbarkeit und des Lernens ohne Vertragsbindung. Große Verlage bieten Lernsoftware an, die auch im Netz abrufbar ist – doch nur selten ist der Service wirklich kostenfrei. Da lohnt sich die Anschaffung einer CD-ROM gleich doppelt – vorausgesetzt, Themengebiet und Übungstyp passen zum Kind.
Welches Lernprogramm für welchen Zweck?
In den meisten Fällen wird es Eltern um die Wiederholung des Schulstoffes, das Schließen von Wissenslücken oder die allgemeine Steigerung der Lernmotivation gehen. Besonders häufig wird zum Vokabeltrainer oder zu typischen Nachhilfefächern Mathematik, Englisch und Deutsch gegriffen - vor allem nach dem Übertritt ins Gymnasium. Doch oft bewegen sich die Angebote nur auf einem spielerischen Niveau und nur flankierend wird Wissen oder Schulstoff vermittelt. Manche sind nur als Lernsoftware getarnt und sind etwa von der Spielkonsole kaum zu unterscheiden. Aber auch immer mehr Schüler verfolgen das Ziel, trotz guter Noten noch besser zu werden. Doch vor allem für langsame oder verträumte Kinder oder Schüler mit so genannten Teilleistungsstörungen bietet sich Lernsoftware an – kurz: Für Kinder, die mehr Zeit und akustische oder visuelle Reize brauchen, um sich die Materie anzueignen.
Welche Kinder-Lernprogramme garantieren Erfolge?
Der Markt ist groß und unübersichtlich und die Preisspannen enorm: Von der 10-EUR-Dutzendware bis über 70 EUR für Markenprodukte wird nahezu alles an den Kunden gebracht. Ob sich der erhoffte Lerneffekt einstellt, ist genauso wenig durch methodisch saubere Studien nachgewiesen wie der positive Effekt von Nachhilfe im so genannten kommerziellen Nebenschulsystem. Doch eines ist unbestritten: Von einem Lernprogramm soll das Kind möglichst ohne elterlichen Beistand profitieren können. Einige Programme tun sich schwer, größere Wissenslücken zu füllen oder langfristig professionelle Nachhilfe zu ersetzen. Bei echten Lese-, Rechtschreib- oder Rechenschwächen - LRS oder Dyskalkulie – sind die meisten schlicht überfordert. Doch trotz aller Vielfalt der vermittelten Inhalte, Zielrichtungen und Aufbereitungen lässt sich durchaus auf einen Nenner bringen, was eine Lernsoftware gut macht.
Die richtige Lernsoftware für Grundschüler finden
Die meisten Programme für Grundschüler lassen dem Kind die Wahl, mit welcher Schwierigkeitsstufe es sich zuerst beschäftigt. Das ist nicht immer von Vorteil: Wird stets die einfachste Aufgabe gewählt, liegt Stolz wegen einer Leistung nahe, die in einem bestimmten Alter selbstverständlich sein sollte. Themen und Übungsformate, Spiel und Lernen müssen ausgewogen sein, insbesondere bei Lernsoftware mit einer Verbindung zum Internet. Das Kind sollte den Lernfluss jederzeit unterbrechen und an anderer Stelle fortsetzen können. Steht die Steigerung der Lernmotivation im Vordergrund, sind kontinuierliche Lernanreize und ein individuelles Feedback durch Übungsmöglichkeiten sehr wichtig. Damit das Kind Fehler erkennt, muss die Fehlerrückmeldung eindeutig sein und dem Schüler die Chance geben, die Aufgabe noch einmal richtig zu lösen. Eine sichere und werbefreie Lernumgebung sowie eine optisch ansprechende und intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche sollten selbstverständlich sein.



















