Ökofen Pellematic mit zusätzlichem Pufferspeicher
Die übergebene Anlage heizt. Beim Versuch, die Werkseinstellungen zwecks Anlagenoptimierung an die gebäude- und nutzerspezifischen Gegebenheiten anzupassen, traten jedoch gravierende Funktionsmängel zutage. Diese zeigten sich als:
1. nicht funktionierende Vorlauftemperaturregelung zum Verteiler
Die Vorlauftemperatur liegt winters wie sommers zwischen 70 und 80 °C, obwohl der von der Anlage errechnete SOLL-Wert außentemperaturabhängig zwischen 60 und 30 °C variiert.
2. spontane Abschaltungen des Kessels für 5 – 15 Minuten mehrmals pro Tag
Häufiges Aus- und Einschalten des Kessels soll eigentlich vermieden werden.
3. keine ordnungsgemäße Funktion des Pufferspeichers
Wenn der Kessel an die untere Leistungsgrenze gelangt und abschaltet, müsste vor dem nächsten Hochfahren des Kessels zunächst der Pufferspeicher geleert werden. Der Pufferspeicher bleibt jedoch durchgehend voll geladen.
Trotz mehrfacher Nachforderung wurde die im Auftrag vereinbarte „Anlagen- und Funktionsbeschreibung“ nicht übergeben. Die Ökofen-Druckschrift „Betriebsanleitung für den Fachmann“ hilft auch nicht weiter, da zu den entscheidenden Fragen keine verständlichen Aussagen getroffen werden.
Im Laufe der Zeit wurde jedoch klar, dass die Einbindung des Pufferspeichers in das hydraulische Schema die Probleme verursacht. Das Regelungssystem „Pelletronic Touch“ hat zwar ein Menü „Puffer“, Ökofen lehnt jedoch die Vorgabe des Schemas ab, wie und wo der Puffer in das Gesamtsystem einzubinden ist. Das sei Aufgabe des Planungsbüros. Die ordnungsgemäße Funktion des Menüs „Puffer“ ist jedoch an die dazu passende hydraulische Einbindung des Puffers gebunden! Andernfalls bleibt die Pufferfunktion undefiniert und unvorhersehbar, wie die genannten Probleme zeigen. Der am deutlichsten sichtbare Mangel der Anlage ist das Fehlen der Pufferladepumpe. Diese ist zwar im Puffermenü parametriert aber physisch nicht vorhanden.
Zur Klärung der Probleme wurde Ökofen mehrfach kontaktiert. Am Anfang wurden Fragen noch beantwortet. Ökofen fand dabei für jede Ungereimtheit eine nicht nachvollziehbare Antwort. Auf die hier dargestellte Gesamtproblematik gab es dann keine Reaktion mehr.
Die Pellematic kann auch ohne Pufferspeicher betrieben werden. In Deutschland gibt es dann jedoch keine Fördermittel. Es wäre für Pellematic-Interessenten sinnvoll zu überprüfen, ob man auf die Fördermittel verzichtet und dafür die Pufferkosten, den Aufstellraum und die verschwendete Wärme einspart. Mit dem Einbau eines einzigen „Ökofen Pufferspeichers“ als hydraulischen Weiche zwischen Kessel und Verteiler funktioniert die Pelletheizung aus meiner Sicht wie gewünscht ohne die beschriebenen Probleme. Puffer sind auch eigentlich überflüssig, wenn der Wärmeerzeuger durch Modulation seine Leistung an den Bedarf anpassen kann.
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